WM 2018 Testspiel Deutschland gegen Saudi-Arabien 08.06.2018 – Aufstellungen, Vorschau, Livestreams

Foto: Deutschland Nationalmannschaft/Imago/Revierfoto

Die Weltmeisterschaft in Russland hat zwar noch nicht begonnen, doch am Freitag, den 8. Juni, werden sich dennoch zwei Mannschaften gegenüberstehen, die auch an dem großen Turnier teilnehmen werden: Die deutsche Nationalmannschaft empfängt in der BayArena in Leverkusen Saudi-Arabien. Ein Spiel, mit dem auch ein Rekord verknüpft ist: Als sich die beiden Teams zum letzten Mal gegenüberstanden, im Juni 2002 im Rahmen eines Gruppenspiels bei der WM in Japan/Südkorea, gelang dem DFB-Team der höchste Sieg bei einer Weltmeisterschaft überhaupt. Mit 8:0 konnte Deutschland die Saudis abfertigen. Ob wir uns am Freitag auf ein ähnliches Schützenfest einstellen müssen? Beide Mannschaften werden mit ihrem 23-Mann starken WM Kader antreten und sicherlich für den Ernstfall proben, denn für beide Teams ist es der letzte Test vor dem Beginn der Weltmeisterschaft.

Deutschland gegen Saudi-Arabien 08.06.2018

  • Spiel: Deutschland gegen Saudi-Arabien
  • Datum: 07. Juni 2018
  • Uhrzeit: 19:30 Uhr
  • Spielort: BayArena, Leverkusen
  • Schiedsrichter: Slavko Vincic (Slowenien)
  • Schiedsrichterassistenten: Tomaž Klančnik (Slowenien), Grega Kordež (Slowenien), Rade Obrenovic (Slowenien)

Zweimal standen sich Deutschland und Saudi-Arabien in der Vergangenheit gegenüber, beide Male konnte die DFB-Auswahl das Spiel für sich entscheiden. Das erste Mal handelte es sich um ein Freundschaftsspiel im Rahmen der Vorbereitungen zur Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich. Deutschland konnte die Partie damals im Februar 1998 mit 3:0 gewinnen. Die Tore erzielten Andreas Möller (19.), Thomas Helmer (72.) sowie Olaf Marschall (90.). Das zweite, wesentlich bedeutendere Duell, gab es, wie bereits angesprochen, während der Weltmeisterschaft 2002 in Japan/Südkorea. Damals gewann Deutschland 8:0 als Torschützen durften sich bei diesem Spektakel in der Gruppenphase Miroslav Klose, Michael Ballack, Carsten Jancker, Thomas Linke, Oliver Bierhoff und Bernd Schneider eintragen. Es wurde der höchste Sieg einer deutschen Auswahl bei einer WM überhaupt und steht demnach auch heute noch im Rekordbuch des amtierenden Weltmeisters.

Deutschland: Überraschungen im 23er Kader und

Der deutsche Nationaltrainer Joachim Löw sorgte bei der Bekanntgabe des endgültigen Kaders für die Weltmeisterschaft ins Russland für einige Überraschungen. Die größte dabei ist wohl, dass Leroy Sané nicht mitkommen wird. Der Youngstar zeigte in der vergangenen Saison beim englischen Meister Manchester City sehr gute Leistungen, wurde unter Guardiola zum Stammspieler. Aber in der Nationalmannschaft konnte er noch nicht richtig durchstarten – vermutlich waren seine Leistungen in dem enttäuschenden Testspiel gegen Österreich der Hauptgrund dafür, dass er seine Rückreise antreten musste. Nach Hause musste auch Keeper Bernd Leno (Bayer 04 Leverkusen). Stattdessen darf Kevin Trapp (FC Paris Saint-Germain) als Nummer drei mit zur Weltmeisterschaft, ebenfalls eine Überraschung. Denn der ehemalige Torwart von Eintracht Frankfurt ist bei den Franzosen nur die Nummer zwei gewesen und kam entsprechend in der vergangenen Saison nicht auf sonderlich viele Einsätze. Manuel Neuer wird die Mannschaft bei der WM als Nummer eins und als Mannschaftskapitän anführen – auch hierüber wird viel diskutiert, da Experten anzweifeln, dass Neuer nach seiner langen Verletzung schon wieder bei 100 Prozent angelangt ist.
Die Testspiele, die Deutschland in diesem Jahr absolvierte, konnten allesamt nicht gewonnen werden und waren somit sehr enttäuschend. Einziger Lichtblick war das 1:1 im März gegen WM-Mitfavoriten Spanien. Ridrigo erzielte in der sechsten Minute bereits den Treffer für die Iberer, Thomas Müller gelang in der 35. Minute der Ausgleich. Gegen Brasilien verlor Deutschland mit 0:1 – die Brasilianer waren allerdings auch darauf aus, im ersten Spiel gegen die DFB-Auswahl nach dem verheerenden 1:7 im Halbfinale der WM 2014 in Brasilien keine weitere Blamage folgen zu lassen. Trainer Tite verzichtete gar komplett auf Auswechslungen, während Löw sehr viele Möglichkeiten und Varianten testete. Am vergangenen Samstag folgte der Härtetest für den vorläufigen WM-Kader und der ging ordentlich nach hinten los. Gegen Österreich hatte Deutschland neunmal in Folge nicht verloren, doch diesmal siegte der Nachbar, der nicht mit zur Weltmeisterschaft fährt, mit 2:1. Mesut Özil gelang in der elften Minute zwar die Führung, doch in der 2. Halbzeit ließ die Leistung des Weltmeisters spürbar nach und Martin Hinteregger (53.) sowie Alessandro Schöpf (69.) sorgten für die Wende im Spiel und den nicht unverdienten Sieg der Österreicher.

Saudi-Arabien: Der Außenseiter in allen Bereichen

Saudi-Arabien hat sich mit dem Spanier Juan Antonio Pizzi einen erfahrenen Trainer an die Seitenlinie geholt. Die Frage ist natürlich: Will der saudische Verband mit seiner Hilfe tatsächlich die Hoffnungen schüren, bei der WM in die nächste Runde zu kommen? Wohl kaum, denn der beste Trainer bringt nichts ohne einen vernünftigen Kader. Und bei der Saudi-Arabischen Nationalmannschaft befindet sich kein einziger Spieler, der das Attribut „Weltklasse“ in irgendeiner Form verdient hätte. Der Fußball in dem arabischen Land ist eher auf Amateurniveau, darüber hat sich Pizzi bereits mehr als einmal öffentlich ausgelassen. Die wohl besten Spieler im Kader sind Yasir Al-Shahrani, Mohammed Al Burayk, Motaz Hawsawi oder Salman Al-Faraj. Bekannt ist keiner von ihnen, daher ist Saudi-Arabien auch dieses Mal wieder eine fußballerische Wundertüte.
Die vergangenen Testspiele für Saudi-Arabien verliefen durchaus durchwachsen. So mancher Beobachter hat sich verwundert die Augen reiben müssen, zum Beispiel bei den beiden Siegen gegen Algerien und Griechenland (beide 2:0). Dann aber gab es auch wieder Momente, da wurden die Saudis ihrem Ruf als krasser Außenseiter mehr als gerecht: Gegen Belgien gab es eine 0:4 Niederlage, gegen Italien verloren die Saudis mit 1:2 und gegen Peru gab es eine 0:3 Niederlage. Die Offensive macht also manches Mal Probleme, manches Mal sieht es ganz gut aus – die Leistungen sind unbeständig.

Foto: Saudi-Arabien/Imago/MB Media Solutions

Deutschland gegen Saudi-Arabien am 08.06.2018: Teamkader im Überblick

WM-Kader Deutschland:
Tor: Manuel Neuer (Bayern München), Marc-André ter Stegen (FC Barcelona), Kevin Trapp (Paris Saint-Germain).
Abwehr: Jérôme Boateng, Mats Hummels, Joshua Kimmich, Niklas Süle (alle Bayern München), Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach), Jonas Hector (1. FC Köln), Marvin Plattenhardt (Hertha BSC), Antonio Rüdiger (FC Chelsea),
Mittelfeld: Julian Brandt (Bayer Leverkusen), Julian Draxler (Paris Saint-Germain), Leon Goretzka (FC Schalke 04), Ilkay Gündogan, Sami Khedira (Juventus Turin), Toni Kroos (Real Madrid), Thomas Müller, Sebastian Rudy (beide Bayern München), Mesut Özil (FC Arsenal), Marco Reus (Borussia Dortmund)
Angriff: Mario Gomez (VfB Stuttgart), Timo Werner (RB Leipzig)
WM-Kader Saudi-Arabien::
Tor: Mohammed Al-Owais (Al Ahli), Yasser Al-Mosailem (Al Ahli), Abdullah Al-Mayouf (Al Hilal)
Abwehr: Ali Al-Bulayhi (Al-Hilal), Mohammed l-Burayk (Al-Hilal), Yasser Al-Shahrani (Al Hilal), Mansour Al-Harbi (Al Ahli), Motaz Hawsawi (Al Ahli), Osama Hawsaw (Al Hilal), Omar Hawsawi (Al Nassr)
Mittelfeld: Abdullah Al-Khaibari (Al Shabab), Abdulmalek Al-Khaibri (Al Hilal), Fahad al-Muwallad (Ittihad FC), Abdullah Otayf (Al Hilal), Taiseer Al-Jassim (Al Ahli), Houssain Al-Mogahwi (Al Ahli), Salman Al-Faraj (Al Hilal), Mohamed Kanno (Al Hilal), Hattan Bahebri (Al Shabab), Salem Al-Dawsari (Villarreal), Yehya Al-Shehri (Leganes)
Angriff: Mohammed Al-Sahlawi (Al Nassr), Muhannad Assiri (Al Ahli)

Deutschland: Voraussichtliche Aufstellung

Voraussichtliche Aufstellung: Manuel Neuer; Joshua Kimmich, Mats Hummels, Antonio Rüdiger, Jonas Hector; Thomas Müller, Toni Kroos, Sami Khedira, Julian Draxler, Marco Reus; Timo Werner
Taktische Ausrichtung: 4-5-1

Saudi-Arabien: voraussichtliche Aufstellung

Voraussichtliche Aufstellung: Abdullah Al-Maiouf; Al-Harbi, Hawsawi, Hawsawi, Al-Shahrani; Mohamed Kanu, Abdullah Ateef, Salman Al-Faraj; Al-Jassim, Al-Shehri, Al-Sahlawi
Taktische Ausrichtung: 4-3-3

Die Wettquoten zum Spiel Deutschland gegen Saudi-Arabien 08.06.2018

Beste Quote auf Sieg Deutschland: 1.08
Beste Quote auf Remis: 15.50
Beste Quote auf Sieg Saudi-Arabien: 44.00

Deutschland gegen Saudi-Arabien am 08.06.2018 live im TV & Livestreams

Zum Glück für alle interessierten Fußballfans wird das Spiel zwischen Deutschland und Saudi-Arabien im Free-TV bei der ARD übertragen. Das bedeutet für alle: Es muss weder technische Änderungen an dem vorhandenen Equipment geben, noch müssen teure Zusatzverträge abgeschlossen werden, um dieses Spiel im TV zu genießen. Die ARD überträgt ihr Programm über alle gängigen Wege, also per Kabel, Satellit, DVB-T und IP-TV. Wer allerdings gerade unterwegs ist oder das Spiel bei den derzeit herrschenden sommerlichen Temperaturen vielerorts lieber draußen im Garten schauen möchte, sollte sich auf den verfügbaren Livestream stürzen. Diesen gibt es natürlich ebenfalls bei der ARD zu sehen und zwar über die Webseite sportschau.de. Damit der Stream auch mit einem Smartphone oder einem Tablet vernünftig funktioniert, sollte die entsprechende App heruntergeladen und installiert werden, dies ist kostenfrei möglich. Ansonsten sollten wir uns von allen anderen Angeboten, die uns einen Livestream versprechen, tunlichst fernhalten, denn hier erwarten uns höchsten Viren, Trojaner, Malware oder Abofallen, mit denen wir nichts zu tun haben möchten. Da das Angebot der ARD kostenfrei zur Verfügung steht, stellt sich die Frage aber sicherlich ohnehin nicht. Es sei nebenbei noch erwähnt, dass auch der WDR beziehungsweise der Hessischer Rundfunkt (hr) das Spiel im (Web)-Radio übertragen werden. Wer also nicht zuhause ist und keine Möglichkeit hat, sich das Spiel im Fernsehen oder im Internet anzuschauen, der kann auf diese Möglichkeit ausweichen.

Fazit zum Spiel Deutschland gegen Saudi-Arabien am 08.06.2018

Schon alleine, da es sich um den letzten Test beider Mannschaften vor der Weltmeisterschaft handelt, macht die Sache ungemein spannend und attraktiv. Beide Teams werden mit ihrem 23er Kader auflaufen, der auch bei der Weltmeisterschaft in Russland dabei sein wird. Somit erhalten wir die Chance, beide Nationalmannschaften in Bestbesetzung in Aktion zu erleben. Die Favoritenrolle sollte jedem klar sein: Natürlich wäre alles andere als ein klarer Sieg des Titelverteidigers eine richtig große Überraschung. Sportwetter sollten in diesem Match auf eine Handicapwette von Deutschland -2 oder -3 setzen.

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