WM 2018: Panama gegen Tunesien 28.06.2018

Foto: Panama Nationalmannschaft/Imago/GEPA Pictures

Panama hat es zum ersten Mal in der Geschichte des Landes geschafft, sich für eine Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Natürlich geht die Mannschaft als Außenseiter an den Start, zumal mit England und Belgien zwei Favoriten für das Erreichen des Achtelfinales in der Gruppe G sind. Aber nicht nur die Gegner sind das Problem: Der Kader hat keinen in Europa bekannten Spieler aufgelistet. Am 28. Juni wird die Mannschaft ihr letzte Gruppenspiel und, wenn es nach der Meinung aller Experten und Wettanbieter geht, auch das letzte WM-Spiel absolvieren. Es geht gegen Tunesien und wahrscheinlich um den dritten Platz in der Gruppe. Die Nordafrikaner gelten ebenfalls als Außenseiter und ohne Chance auf das Erreichen der K.O.-Runde. Wir haben uns im Vorwege mit dieser Partie beschäftigt und werfen dabei auch einen Blick auf die Kader der beiden Teams.

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Panama gegen Tunesien 28.06.2018

  • Spiel: Panama gegen Tunesien
  • Gruppe: G
  • Spieltag: 3
  • Datum: 28. Juni 2018
  • Uhrzeit: 20:00 Uhr deutscher Zeit (21:00 Uhr russischer Zeit)
  • Spielort: Mordovia Arena
  • Schiedsrichter:
  • Schiedsrichterassistenten:

Die beiden Mannschaften haben sich bislang noch nie in einem Spiel, egal ob aus Freundschaft oder bei einem Pflichttermin, gegenübergestanden. Über die Nationalmannschaft Panamas gibt es ohnehin nicht sonderlich viel zu berichten: Gegen keinen einzigen Gruppengegner musste die Mannschaft schon mal antreten und international ist die mittelamerikanische Nation auch noch nie wirklich in Erscheinung getreten. Die größten Erfolge feierte die panamaische Mannschaft beim CONCACAF Gold Cup: Hier wurde die Mannschaft 2005 Vizemeister, ebenso 2013. 2015 wurde Panama dort Dritter. 2009 gewann Panama außerdem den UNCAF Nations Cup – das ist die Zentralamerika-Meisterschaft. Da haben die Tunesier ein wenig mehr vorzuweisen: Insgesamt vier WM-Teilnahmen (bei denen es allerdings nie über die Vorrunde hinaus ging) sowie der Titel des Afrikameisters 2004 hat die Nation in den Statistiken stehen. Gegen England und Belgien hat es bereits Partien gegeben, gegen England während der Weltmeisterschaft 1998 in den USA – Tunesien verlor damals 0:2. Beide Mannschaften sind bei der WM in Russland klar in der Außenseiterrolle zu sehen und es dürfte durchaus spannend werden, wer in diesem Duell das bessere Ende für sich haben wird.

Panama: Qualifikation dank eines Phantomtores

So richtig sportlich qualifiziert hat sich Panama bei genauerer Betrachtung nicht – es gehörte schon eine große Portion Glück dazu. Während am 10. Oktober 2017 die USA völlig überraschend gegen Trinidad und Tobago mit 1:2 verloren, konnte Panama mit 2:1 gegen Costa Rica gewinnen – dank eines Tores von Roman Torres, das keines war, denn der Ball überquerte die Linie nicht. Dennoch kannte der anschließende Jubel keine Grenzen: „Es wurde gefeiert wie damals, als unsere Box-Legende Roberto Duran den WM-Titel holte oder als Mariano Rivera ein entscheidendes Baseball-Spiel für die New York Yankees gewann“, so Stürmer Perez. Nach dem Sieg über Costa Rica, der letztlich die WM-Teilnahme bedeutete, rief Staatspräsident Juan Carlos Varela sogar einen Feiertag aus.
Getestet hat die panamaische Mannschaft natürlich auch schon, allerdings nur bedingt erfolgreich. Im März gab es gegen WM-Teilnehmer Dänemark eine 0:1 Niederlage und gegen die Schweiz setzte es nur vier Tage später eine 0:6 Pleite. Etwas erfolgreicher wurde es dann im April, obwohl ein 1:0 Sieg gegen Trinidad und Tobago nicht gerade als glanzvoll bezeichnet werden kann. Am vergangenen Mittwoch schließlich gab es ein torloses Remis gegen Nordirland. Die Ergebnisse der Testspiele sollten natürlich nicht zu hoch angesehen werden, doch letztendlich haben sie den Außenseiterstatus der Mannschaft bestätigt.

Tunesien: Ebenfalls ohne einen echten Star

Auch die tunesische Nationalmannschaft verfügt nicht über die großen Stars im Kader. Vor allem die Position des Torwarts macht Trainer Naabil Maaloul Sorgen, denn herausragend ist keiner der zur Verfügung stehenden Keeper. Die Tunesier sind bekannt für ihren defensiven Stil und durch das Fehlen von Stürmer Mskani wird die Mannschaft daher noch weniger Chancen herausspielen können. Bereits beim letzten WM-Qualifikationsspiel gegen Lybien zeigte sich, dass die Mannschaft nicht über die notwendige Erfahrung verfügt, um in wichtigen Spielen 100 Prozent ihrer Leistung auch abzurufen. Aber: Durch die beiden Testspielsiege gegen den Iran und Costa Rica steht die Mannschaft derzeit in der Weltrangliste auf dem 14. Platz, das ist die beste Position in der Geschichte des tunesischen Fußballs. Insgesamt gab es nur einmal eine afrikanische Mannschaft, die besser war: Die Elfenbeinküste schaffte es im Juli 2013 einmal auf den 13. Platz. Tunesien ist damit die derzeit stärkste Nationalmannschaft auf dem afrikanischen Kontinent.
Im März dieses Jahres gab es, wie bereits kurz angeschnitten, zwei Siege bei den Testspielen gegen den Iran und gegen Costa Rica, beide endeten mit einem 1:0. Und einen Achtungserfolg gab es am Montag, den 25. Mai im Test gegen den Europameister Portugal: Nachdem die Iberer durch die Treffer von André Silva (22.) und Joao Mario (34.) in Führung gingen, konnten Anice Badri (39.) und Fakhreddine Ben Youssef (64.) mit ihren Treffern den Ausgleich erzielen, der bis zum Ende Bestand hatte. Das gleiche Ergebnis gab es am vergangenen Freitag im Testspiel gegen die Türkei. Cenk Tosun brachte die Türken zunächst in der 54. Minute mit 0:1 in Führung, musste aber sechs Minuten später den Platz wegen einer Roten Karte verlassen. Anice Badri (56.) und Ferhani Sassi (79.) glichen daraufhin aus, in der 90. Minute konnte Caglar Söyüncü dann doch noch den Ausgleich zum 2:2 Endstand besorgen.

Foto: Tunesien Nationalmannschaft/Imago/PanoramiC International

Panama gegen Tunesien am 28.06.2018: Teamkader im Überblick

WM-Kader Panama:
Tor: Jose Calderon (Chorrillo FC), Jaime Penedo (Dinamo Bukarest), Alex Rodriguez (San Francisco FC)
Abwehr: Azmahar Ariano (Arabe Unido), Felipe Baloy (Municipal, Guatemala), Harold Cummings (San Jose Earthquakes), Eric Davis (Dunajska Streda), Fidel Escobar (New York Red Bulls), Adolfo Machado (Houston Dynamo), Michael Amir Murillo (New York Red Bulls), Luis Ovalle (CD Olimpia), Francisco Palacios (San Francisco FC), Richard Peralta (FC Alianza), Torres Roman (Seattle Sounders)
Mittelfeld: Ricardo Avila (KAA Gent), Edgar Barcenas (Cafetaleros de Tapachula), Ricardo Buitrago (Municipal), Miguel Camargo (San Martin), Adalberto Carrasquilla (Taurus), Armando Cooper (Universidad de Chile), Anibal Godoy (San Jose Earthquakes), Gabriel Gomez (Atletico Bucaramanga), Jose Gonzalez (Union Comercio), Cristian Martinez (Columbus Crew), Valentin Pimentel (Plaza Amador), Alberto Quintero (Universite), Jose Luis Rodriguez (KAA Gent)
Angriff: Abdiel Arroyo (Liga Deportiva Alajuelense), Rolando Blackburn (Chorrillo FC), Ismael Diaz (Deportivo La Coruna), Jose Fajardo (Independiente), Roberto Nurse (Mineros de Zacatecas), Blas Perez (Municipal), Luis Tejada (Sport Boys), Gabriel Torres (Huachipato)
WM-Kader Tunesien:
Tor: Aymen Mathlouthi (Al-Batin FC), Farouk Ben Mustapha (Al-Shabab), Mouez Hassen (LB Chateauroux)
Abwehr: Hamdi Nagguez (Zamalek SC), Dylan Bronn (KAA Gent), Rami Bedoui (ES Sahel), Yohan Benalouane (Leicester City), Syam Ben Youssef (Kasimpasa), Yassine Meriah (CS Sfaxien), Oussama Haddadi (FCO Dijon), Ali Maaloul (Al-Ahli)
Mittelfeld: Ellyes Skhiri (HSC Montpellier), Mohamed Amine Ben Amor (Al-Ahli), Ghaylene Chalali (Esperance Tunis), Farjani Sassi (Al-Nasr), Ahmed Khalil (Club Africain), Seifeddine El Khaoui (ES Troyes)
Angriff: Fakhreddine Ben Youssef (Al-Ettifak), Anice Badri (Esperance Tunis), Bassem Srarfi (OGC Nizza) , Wahbi Khazri (Stade Rennes), Naim Sliti (FCO Dijon), Sabeur Khalifa (Club Africain)

Panama: Voraussichtliche Aufstellung

Voraussichtliche Aufstellung: Jaime Penedo; Luis Ovalle, Felipe Baloy, Román Torres, Michael Murillo; Aníbal Godoy, Gabriel Gómez; Armando Cooper, Ismael Díaz, Valentin Pimentel; Blas Pérez.
Taktische Ausrichtung: 4-2-3-1
Ausfälle:

Tunesien: voraussichtliche Aufstellung

Voraussichtliche Aufstellung: Balbouli; Oussama Haddadi, Dylan Bronn, Yohan Benalouane, Hamdi Nagguez; Ellyes Skhiri, Mohamed Amine Ben Amor; Naim Sliti, Bassem Srarfi Ferjani Sassi; Saber Khalifa.
Taktische Ausrichtung: 4-2-3-1
Ausfälle:

Die Wettquoten zum Spiel Panama gegen Tunesien 28.06.2018

Beste Quote auf Sieg Panama:
Beste Quote auf Remis:
Beste Quote auf Sieg Tunesien:

Panama gegen Tunesien am 28.06.2018 live im TV & Livestreams

Wer die Weltmeisterschaft 2018 in Russland im deutschen TV sehen möchte, muss weder technisch aufrüsten, noch teure Verträge abschließen, denn alle Spiele werden von den beiden öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF ausgestrahlt. Da beide Sender sowohl über Kabel und Satellit, als auch per DVB-T und IP-TV übertragen, sollte jeder in der Lage sein, die Weltmeisterschaft in Gänze zu empfangen. Eine Ausnahme macht der Sender Sky: Der Pay-TV Sender wird einige Spiele der Weltmeisterschaft in Ultra HD zeigen, das dann aber natürlich kostenpflichtig. Wer sich die Spiele lieber im Internet als Livestream anschaut, bekommt mit ARD und ZDF natürlich ebenfalls das volle Programm geboten. Die beiden Sender werden Social Medie implementieren und die „Second Screen“ Technik zum Einsatz bringen: Das bedeutet, wir können uns auf unserem Laptop, dem Tablet oder dem Smartphone einzelne Szenen aus unterschiedlichen Kameraperspektiven anschauen, während die Partie im TV einfach weiterläuft. Da es diese Angebote alle kostenfrei geben wird, erübrigt es sich, nach anderen Alternativen Ausschau zu halten. Sicherlich wird es die geben, doch müssen wir an dieser Stelle davon abraten – meistens handelt es sich um Trittbrettfahrer, die nur versuchen, teure Abofallen, Viren oder Malware auf die Menschheit loszulassen.
Wie die beiden Sender ARD und ZDF ihr Programm unter die Leute bringen wollen, ist inzwischen ebenfalls bekannt. Das ZDF vertraut dabei auf das Duo Oliver Welke und Oliver Kahn. Beide werden sowohl für die Vorberichte als auch die Halbzeitanalysen zuständig sein. Und auch die ARD hat inzwischen das Personal bekanntgegeben: Alexander Bommes und Matthias Opdenhövel werden im Team mit den ARD-WM-Experten Thomas Hitzlsperger, Stefan Kuntz und Hannes Wolf die Spiele und die Leistungen der Mannschaften analysieren und einordnen. Sogar Weltmeister Philipp Lahm wird zu Wort kommen: In der Sendung „Weltmeister im Gespräch“ wird er Rede und Antwort stehen. „Mit Stefan Kuntz, Hannes Wolf und Philipp Lahm haben wir zusätzlich zu Thomas Hitzlsperger drei weitere tolle Fachleute gewinnen können, die unsere Berichterstattung sehr bereichern werden. Mit diesem Team sind wir für die WM hervorragend aufgestellt“, so Axel Balkausky, ARD-Koordinator Sport. Es gibt noch eine weitere Neuerung im WM-Programm gegenüber den Vorjahren: So werden die Sendungen nicht mehr direkt im Austragungsland produziert, sondern in einem Studio in Baden-Baden. Damit soll eine gewisse Distanz zu Russland und zur Fifa gewahrt werden. Nebenbei werden Kosten eingespart.

Fazit zum Spiel Panama gegen Tunesien am 28.06.2018 bei der Fußball WM 2018

Es wird sicherlich ein spannendes, aber kein entscheidendes Spiel werden. Denn am dritten Spieltag wird es voraussichtlich nur noch darum gehen, welche der beiden Teams am Ende den dritten Platz in der Gruppe macht. Nach Hause fahren werden wohl beide Mannschaften nach dieser Partie, wobei Tunesien aufgrund des etwas besseren Kaders die größeren Chancen auf einen Sieg haben dürfte.

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