WM 2018: Löw dämpft hohe deutsche Erwartungen – „Haben gute Basis. Mehr nicht“

Den Confed Cup ohne etliche Stammkräfte gewonnen, zudem holte die deutsche U21-Auswahl bei der Europameisterschaft ebenfalls den Titel. Diese Ergebnisse lassen von einer erfolgreichen Titelverteidigung bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland träumen. Doch Bundestrainer Joachim Löw tritt eifrig auf die Euphoriebremse und hebt warnend den Finger!

Löw: Bei WM spielen bessere Mannschaften

Mit den positiven Leistungen und Ergebnissen der deutschen A-Nationalmannschaft beim Confed Cup und dem DFB-Nachwuchs bei der U21-EM war nicht wirklich zu rechnen. Auch Löw zeigte sich positiv überrascht und fand lobende Worte: „Wir freuen uns wahnsinnig, dass auch die U21 in dieser Konstellation gewonnen hat. Auch wir haben ein gutes Turnier gespielt. Aber bis zur WM ist es lang“, ließ der Bundestrainer noch im Vorfeld des Confed-Cup-Finals gegen Chile wissen, welches Deutschland mit 1:0 zu seinen Gunsten entschieden hat.

Doch das der WM-Titel 2018 quasi zum Selbstläufer wird, davon will der Weltmeistertrainer nichts wissen. Schließlich spielen bei der WM „bessere Mannschaften, alle müssen topfit sein, man muss eine beinahe übermenschliche Leistung bringen – und das in jedem Spiel.“ Und auch Löw wartet viel Arbeit, der nun das Kunststück fertig bringen muss, aus rund 50 bis 60 Spielern 23 Akteure für den WM-Kader zu nominieren.

Confed-Cup-Akteure setzen etablierte DFB-Kicker unter Druck

Eile ist noch nicht geboten, da erst im Mai kommenden Jahres die Bekanntgabe des Kaders ansteht. Doch Fakt ist, dass vor allem viele junge Nationalspieler aus der vermeintlich zweiten Reihe den Confed Cup hervorragend als Bühne genutzt haben und ordentlich Eigenwerbung betreiben konnten. Hier sind allen voran Spieler wie Timo Werner, Lars Stindl, Leon Goretzka, Sebastian Rudy oder auch Niklas Süle zu nennen. Diese haben den Druck auf die Etablierten ordentlich erhöht und werden im Kampf um die begehrten WM-Plätze nicht nachgeben. Insbesondere Nationalspieler wie Benedikt Höwedes, Andre Schürrle oder Mario Gomez müssen zittern und sich jetzt ins Zeug legen. Das trifft auch auf die verletzten oder erkrankten Mario Götze, Marco Reus und Ilkay Gündogan zu, die nach ihrer Rückkehr konstant Leistung abliefern müssen.

Löw rechnet außerdem damit, dass es im Vorfeld der WM 2018 auch immer wieder Rückschläge geben wird: „Es gibt wahrscheinlich Formkrisen, es wird Verletzungen geben. Da ist so vieles ungewiss. Die WM ist das Schwierigste, was es gibt. Wir haben eine gute Basis. Mehr nicht.“

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