WM 2018: Kramer hofft auf Platz im DFB-Kader

Mit Deutschland wurde Christoph Kramer 2014 in Brasilien noch Weltmeister, doch seitdem spielt der defensive Mittelfeldspieler keine große Rolle mehr in den Plänen von Bundestrainer Joachim Löw. Im kommenden Sommer bei der WM 2018 in Russland will der 26-Jährige aber unbedingt dabei sein und sich mit guten Leistungen für einen Platz im DFB-Kader empfehlen.

Schlechte DFB-Perspektiven für Kramer

Kann sich Christoph Kramer in die Nationalmannschaft zurückkämpfen? Für den Gladbacher wird es schwer, zumal Löw auch schon bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr auf dessen Dienste verzichtete. „Als ich nicht für die EM in Frankreich nominiert wurde, da wusste ich nicht so richtig, ob ich auch mitfiebern kann“, ließ Kramer im Gespräch mit ‚T-online.de‘ wissen. Das EM-Fieber packte ihn erst mit dem dramatischen Erfolg Deutschlands im Viertelfinale gegen Italien (6:5 i.E.).

Auch für den Confed Cup hatte der Bundestrainer kein Bedarf für Kramer. Dabei hatte Löw auf eine ‚Perspektivmannschaft‘ gesetzt, die sich fast ausschließlich aus jungen und unerfahrenen Spielern zusammensetzte. Doch selbst hierfür reichte es nicht für Kramer, sodass die Perspektive auf ein DFB-Comeback nicht sonderlich rosig ist. Sein letztes von insgesamt zwölf Länderspielen bestritt Kramer im März 2016, als er beim 4:1-Erfolg im Testspiel gegen Italien kurz vor Schluss eingewechselt wurde.

Foto: Ververidis Vasilis / Shutterstock.com

Kramer-Pech: Bärenstarke Konkurrenz im Mittelfeld

„Ja, im Fußball ist das zwar eine gefühlte Ewigkeit. Aber schauen wir mal, was in diesem Jahr passiert“, gibt sich der Mittelfeldabräumer kämpferisch, der weiterhin auf einen Platz im DFB-Team für die Weltmeisterschaft 2018 hofft. Das ist einzig mit starken Leistungen und einer guten Saison bei Borussia Mönchengladbach realisierbar. „Ich hoffe, dass wir Europa wieder angreifen können“, betonte Kramer weiter.

Kramer hat jedoch das Pech, dass Bundestrainer Löw gerade auf der Position im defensiven Mittelfeld viele hochkarätige Optionen zur Verfügung hat. Angefangen von den arrivierten Kräften wie Toni Kroos und Sami Khedira, zudem werden Ilkay Gündogan und auch Julian Weigl nach langer Verletzungspause wieder angreifen. Und beim Confed Cup betrieben die zentralen Mittelfeldspieler Leon Goretzka, Emre Can und auch Sebastian Rudy hervorragend Eigenwerbung und dürften derzeit eindeutig vor Kramer liegen.

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