WM 2018: Iran gegen Portugal 25.06.2018

Die Portugiesen konnten sich zwar vor zwei Jahren den Europameistertitel unter den Nagel reißen, doch eine reelle Chance auf die Weltmeisterschaft hat das Team um Superstar Cristiano Ronaldo nicht angesichts der starken Konkurrenz aus Deutschland, Spanien, Brasilien und Frankreich. Doch das Achtelfinale und damit das Erreichen der K.O.-Runde sollte wohl mindestens drin sein. In der Gruppe B bekommen es die Portugiesen mit dem Iran und Marokko zu tun, gleich am ersten Spieltag gibt es aber das Top-Duell gegen Spanien – ein Spiel, das unter Umständen bereits über den Gruppensieg bestimmen wird. Denn dass der Europameister sowohl gegen Marokko als auch gegen den Iran als Sieger vom Platz gehen wird, steht laut den Wettanbietern außer Frage. Aber, wie wir als Fußballfans wissen, Überraschungen soll es immer wieder geben. Der Iran ist einer der Außenseiter in diesem Turnier, allerdings weiß auch die islamische Republik ab und an zu überraschen. Wir haben die Partie am dritten Spieltag der Gruppe B genauer unter die Lupe genommen.

Iran gegen Portugal bei der WM 2018 am 25.06.2018

  • Spiel: Iran gegen Portugal
  • Gruppe: B
  • Spieltag: 3
  • Datum: 25. Juni 2018
  • Uhrzeit: 20:00 Uhr deutscher Zeit (21:00 Uhr russischer Zeit)
  • Spielort: Yubileyniy Stadion
  • Schiedsrichter:
  • Schiedsrichterassistenten:

Die beiden Mannschaften haben laut der Statistik bisher zwei Duelle gegeneinander ausgefochten. Das erste ist bereits eine ganze Weile her: Es handelte sich um ein Freundschaftsspiel am 14. Juni 1972. Die Portugiesen konnten den Erwartungen gerecht werden und gewannen den Test am Ende deutlich und souverän mit 3:0. Das zweite Duell gab es während der Gruppenphase der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. In der Frankfurter Commerzbank Arena war auch damals schon Cristiano Ronaldo mit von der Partie. Den ersten Treffer des Spiels aber erzielte Deco nach einer Vorlage von Luis Figo in der 63. Minute, bevor Cristiano Ronaldo in der 80. Minute per Foulelfmeter den entscheidenden Treffer zum 2:0 Endstand erzielte. Die Portugiesen konnten sich am Ende den Gruppensieg sichern, noch vor Mexiko. Die Mannschaft schaffte es bis ins Halbfinale, scheiterte dann aber an Frankreich und unterlag anschließend im Spiel um Platz drei dem Gastgeber Deutschland mit 1:3.

Foto: Iran Nationalmannschaft/Imago/Chokri Mahjoub

Iran: Portugiesischer Trainer mit wenig Potential im Kader

Als Trainer der iranischen Mannschaft konnte der Portugiese Carlos Queiroz gewonnen werden, der die Mannschaft bereits seit April 2011 trainiert. Allerdings kann sich der Coach nicht gerade mit Fußballstars schmücken: Die offensiven Hoffnungen ruhen auf Mittelstürmer Sardar Azmoun (Rubin Kazan) und Alireza Jahanbakhsh (AZ Alkmaar). Die meisten anderen Spieler können kaum Erfahrung vorweisen, spielen im eigenen Land oder höchstens in der ersten schwedischen Liga. Damit sind die Möglichkeiten des Teams sehr stark eingeschränkt. Die besten Spieler sind in Russland, Griechenland oder den Niederlanden aktiv.
Im März dieses Jahres absolvierte die iranische Mannschaft gleich drei Vorbereitungsspiele. Zunächst ging es gegen die Auswahl aus Sierra Leone. Hier konnte die Mannschaft souverän mit 4:0 den Sieg erringen. Ali Gholizadeh (15., 48.), Mohammed Reza Kanzadeh (29.) und Kaveh Rezaei (35.) waren die Torschützen. Der Gegner war jedoch ausgesucht schwach, so dass der Trainer jede Menge ausprobieren konnte – was er bei dieser Gelegenheit auch tat. Das nächste Spiel fand gegen Tunesien statt, hier gab es jedoch eine 0:1 Niederlage wegen eines Eigentore von Milad Mohammidi. Am 27. März schließlich folgte ein Test gegen Algerien. Die Iraner konnten nach elf Minuten durch einen Treffer von Mehdi Taremi mit 1:0 in Führung gehen, acht Minuten später erhöhte Sardar Azmoun auf 2:0. Farouk Chafai verkürzte in der 56. Minute auf 1:2, doch am Ende konnten die Iraner ihren Vorsprung über die Zeit bringen. Bevor es mit der Weltmeisterschaft richtig losgeht, wird die Mannschaft noch drei weitere Testspiele absolvieren. Zuerst ist ein Spiel gegen Usbekistan geplant, danach geht es gegen die Türkei und zum Abschluss der Vorbereitungen wird es ein Duell gegen Litauen geben. Große Hoffnungen auf das Erreichen der K.O.-Runde macht sich im Iran sicherlich niemand, denn mit Portugal und Spanien sind zwei absolute Top-Teams in dieser Gruppe – die wohl auch die Tickets ins Achtelfinale lösen werden.

Portugal: Ronaldo will den nächsten Titel seiner erfolgreichen Karriere

Der Weltmeistertitel ist eigentlich alles, was CR7 in seiner Karriere noch fehlt. Champions League Sieger, nationale Meisterschaften und Pokalsiege und als Krönung vor zwei Jahren der EM-Titel – dazu die mehrfachen Auszeichnungen zum Welt-Fußballer des Jahres. Neben dem Superstar hat die Mannschaft aber durchaus noch mehr Qualität zu bieten: Goncalo Guedes vom FC Valencia zum Beispiel oder Bernardo Silva von Manchester City. Alles Spieler, die auch in jungen Jahren schon viel Erfahrungen sammeln konnten. Hinzu kommen Veteranen wie Bruno Alves, Ricardo Quaresma oder Jose Fonte: Viel Qualität also. Ob das aber reicht, um am Ende auch ins Halbfinale oder gar Finale zu kommen, bleibt abzuwarten. Die K.O.-Runde sollte es aber mindestens werden.
Die Portugiesen zeigten im März dieses Jahres durchwachsene Leistungen in ihren Vorbereitungsspielen. Als erstes duellierten sich die Iberer mit der ägyptischen Nationalmannschaft. Und schon bei diesem Spiel hätte es um ein Haar eine Niederlage gegeben: Mohammed Salah traf in der 56. Minute zum 1:0 gegen die Europameister. Doch dann kam Cristiano Ronaldo, der Spieler, der schon so häufig den Unterschied ausgemacht hat: Mit seinen beiden Treffern in der Nachspielzeit (92. und 96.) drehte er das Spiel auf den Kopf und feierte einmal mehr einen Sieg. Das sollte sich nur wenige Tage später ändern. Es ging gegen die Niederlande, jene Mannschaft, die mal wieder die Qualifikation für die Weltmeisterschaft verpasst hat. Memphis Depay brachte Oranje in der elften Minute bereits in Führung, Ryan Babel erhöhte in der 32. Minute auf 2:0 und den Schlusspunkt setzte Virgil van Dijk in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, kurz vor dem Schlusspfiff. Die taktischen Wechsel, die Fernando Santos vornahm, verpufften wirkungslos. Die Portugiesen haben bis zum Beginn der Weltmeisterschaft noch drei Testspiele im Kalender stehen: Gegen Tunesien, Belgien und Algerien.

Iran gegen Portugal: Teamkader im Überblick

Sobald Iran und Portugal ihren jeweiligen endgültigen Kader für die Fußball WM 2018 in Russland bekanntgeben, werden wir diesen an dieser Stelle veröffentlichen.

Iran: Voraussichtliche Aufstellung

Voraussichtliche Aufstellung:
Taktische Ausrichtung:
Ausfälle:

Portugal: voraussichtliche Aufstellung

Voraussichtliche Aufstellung:
Taktische Ausrichtung:
Ausfälle:

Die Wettquoten zum Spiel Iran gegen Portugal

Beste Quote auf Sieg Iran:
Beste Quote auf Remis:
Beste Quote auf Sieg Portugal:

Foto: Portugal Nationalmannschaft/Imago/AFLOSPORT

Iran gegen Portugal am 26. Juni 2018 live im TV & Livestreams

Wer sich die Weltmeisterschaft in Deutschland ansehen möchte, hat großes Glück: Denn die Spiele werden live und in voller Länge im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen sein. Die Rechte daran haben sich ARD und ZDF bereits frühzeitig gesichert. Die beiden Sender können sowohl über Satellit, als auch über Kabel und DVB-T empfangen werden, auch IPTV wird angeboten. Wer aber ohnehin lieber über das Internet schaut, bekommt natürlich auch einen Livestream geboten, mit allem, was heutzutage dazugehört: Einbindung von Social Media, verschiedene Kameraperspektiven und so weiter und so weiter. Selbstverständlich werden auch Apps von beiden Sendern angeboten, die es ermöglichen, die Spiele auch auf dem Smartphone oder dem Tablet zu schauen. Da werden also keine Wünsche offenbleiben. Daher ist die Warnung, dass auf andere Angebote im Internet verzichtet werden sollte, fast schon überflüssig: Andere Seiten, die nicht von diesen Sendern betrieben werden, bergen große Gefahren für die Geräte durch Viren und Malware.
Die Sender haben inzwischen auch veröffentlicht, wen die Zuschauer, neben den Spielern auf dem Feld, noch so zu sehen bekommen. Beim ZDF wird das Team bestehend aus Oliver Welke und Oliver Kahn für die Moderation sowie die Halbzeitanalysen zuständig sein. Die ARD hat länger gebraucht, um ein entsprechendes Konzept vorzustellen, aber auch das steht inzwischen fest: Alexander Bommes und Matthias Opdenhövel werden im Team mit den ARD-WM-Experten Thomas Hitzlsperger, Stefan Kuntz und Hannes Wolf die Spiele und die Leistungen der Mannschaften analysieren und einordnen. Und noch ein bekanntes Gesicht bekommen wir zu sehen: Weltmeister Philipp Lahm wird in der Kategorie „Weltmeister im Gespräch“ das Geschehen kommentieren. „Mit Stefan Kuntz, Hannes Wolf und Philipp Lahm haben wir zusätzlich zu Thomas Hitzlsperger drei weitere tolle Fachleute gewinnen können, die unsere Berichterstattung sehr bereichern werden. Mit diesem Team sind wir für die WM hervorragend aufgestellt“, so Axel Balkausky, ARD-Koordinator Sport. Alleridings wird es bei beiden Sendern eine gravierende Änderung geben: Die Sendungen an sich kommen nicht, wie sonst üblich, aus dem WM-Gastgeberland Russland, sondern werden von Baden-Baden aus gesendet. Damit wollen die Sender auf Distanz zur Fifa und Russland gehen, die beide in der öffentlichen Wahrnehmung arg in der Kritik stehen.

Fazit zum Spiel Iran gegen Portugal bei der Fußball WM 2018

Bei dem Duell zwischen dem Iran und Portugal sind die Europäer natürlich der klare Favorit. Gemeinsam mit Spanien werden sie, so die Annahme, die Gruppe dominieren, so dass Marokko und der Iran wohl nur um den dritten Platz in der Tabelle spielen werden. Ein Einzug in die K.O.-Runde ist für den Iran in dieser Konstellation kaum machbar. Portugal hat zwar auch nur geringe Chancen auf den Titel, das Viertel- oder gar Halbfinale liegt aber durchaus im Bereich des Möglichen.

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