WM 2018: Human Rights Watch mit heftiger Baustellen-Kritik

Einmal mehr wird laute Kritik an der FIFA WM 2018 in Russland laut. Dieses Mal richtet sich diese gegen die Missstände auf den Baustellen der Fußball Weltmeisterschaft 2018. Geäußert hat die Kritik die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW). Die Organisation prangerte gegenüber WM-Gastgeber Russland und dem Fußball-Weltverband FIFA die Arbeitssituation auf den Baustellen an. Dabei wurde die Ausbeutung der Arbeiter dargelegt. Wie üblich wies die FIFA die Kritik sofort zurück – alles andere hätte auch überrascht.

Human Rights Watch: Auf den Baustellen der WM 2018 herrschen Ausbeutung und Missbrauch

In Sachen Menschenrechte gab es nun heftige Kritik von HRW an der FIFA Fußball WM 2018 in Russland. Die stellvertretende Direktorin von HRW, Jane Buchanan, sagte:

„Das Versprechen der FIFA, die Menschenrechte zu einem Herzstück ihrer globalen Operationen zu machen, wurde in Russland auf den Prüfstand gestellt, und die FIFA kommt schlecht weg. Ausbeutung und Missbrauch herrschen auf den Baustellen der WM-Stadien vor. Die FIFA hat noch nicht bewiesen, dass sie diese Probleme effektiv überwachen, verhindern und beheben kann“

Dabei untermauerte Buchanan die Anschuldigungen mit konkreten Beispielen. So wurde den Arbeitern auf gleich sechs Baustellen der Lohn verspätet gezahlt oder gar vorenthalten. Auch gebe es keine Schutzmaßnahmen bei eisigen Minustemperaturen. Bislang sind bekanntlich mindestens 17 Arbeiter auf den Baustellen der WM 2018 gestorben.

Foto: shutterstock/Stockillustrationsnummer: 638757340

Weitere Vorwürfe von Human Rights Watch

Darüber hinaus gab es von der Menschenrechtsorganisation den Vorwurf, dass russische Behörden HRW-Vertreter in Russland auf den Baustellen eingeschüchtert hätten. Dies sei geschehen, als die Mitarbeiter versuchten, mit Bauarbeitern zu sprechen. Ein Mitarbeiter in Wolgograd ist den Darstellungen von Human Rights Wacht zufolge sogar festgenommen worden.

Antwort der FIFA: Die übliche Kritikblockade

Natürlich ließ die Antwort der FIFA nicht lange auf sich warten und natürlich fiel diese wie üblich aus. Mehrere Medien nämlich zitierten die Nachrichtenagentur AFP wonach der Fußball Weltverband FIFA natürlich die Vorwürfe zurückgewiesen hat. Stattdessen werde das Ziel von HRW geteilt, angemessene Arbeitsbedingungen auf den WM-Stadionbaustellen zu gewährleisten.

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