Video Beweis bei der WM wohl auch für Teamärzte, um auf die Art der Verletzung besser reagieren zu können

Während der Fußball Weltmeisterschaft in Russland kommt auch der Videobeweis zum Einsatz. Strittige Szenen, bei denen es um Abseitspositionen oder Strafstöße geht, können dann von den Unparteiischen am Spielfeldrand noch einmal begutachtet werden. Eine Regel, wie sie in anderen großen Sportarten wie Eishockey, Handball oder American Football schon lange und erfolgreich praktiziert werden. Und jetzt hat sich noch eine andere Verwendungsmöglichkeit für diese Technik aufgetan: So soll es auch den Teamärzten ermöglicht werden, sich bestimmte Szenen des Spiels im Laufe der Partie noch einmal anzuschauen. Damit sollen Verletzungen schneller und besser erkannt werden können.

Foto: Videobeweis/Imago/Eibner

Bestimmte Szenen können am Spielfeldrand begutachtet werden

Die neue Regelung wurde von der FIFA beschlossen, während eines Team-Workshops aller 32-WM-Teilnehmer am Dienstag in Sotschi. Der FIFA-Chefarzt Michael D’Hooghe setzt große Hoffnungen in das neue Konzept: „Ich bin überzeugt, dass dies eine Verbesserung der medizinischen Versorgung der Spieler sein wird.“ Genau wie beim „gewöhnlichen“ Videobeweis soll es ermöglicht werden, sich bestimmte Szenen am Spielfeldrand an einem Monitor noch einmal anzuschauen. So kann rekonstruiert werden, wie die Verletzung zustande gekommen ist. Das kann im Zweifel darüber entscheiden, welche Behandlungsmethode die richtige ist.

Drei Minuten Pause bei Kopfverletzungen

Doch das ist nicht die einzige Neuerung während der WM ins Sachen Spielergesundheit: Kommt es während eines Spiels zu einer Kopfverletzung eines Spielers, so wird das Spiel in jedem Fall für mindestens drei Minuten unterbrochen, um eine vernünftige Versorgung des Verletzten zu ermöglichen.

Scroll to Top