Uruguay bei der Fußball WM 2018

Zweimal wurde die uruguayische Nationalmannschaft bereits Fußball Weltmeister: 1930 und 1950. Das ist also schon eine Zeit her, dass Uruguay an der Weltspitze des internationalen Fußballs stand. Aber: Noch immer spielt das Team in Südamerika eine wichtige Rolle. Bei der Copa America werden regelmäßig Erfolge gefeiert, bereits 15-mal gewann Uruguay den kontinentalen Titel. Und das die Mannschaft während einer Gruppenphase bei einer Weltmeisterschaft ausscheidet, gehört ebenfalls zu den Ausnahmen in der Geschichte dieses Turniers. Bei der WM in Brasilien 2014 scheiterte das Team allerdings bereits im Achtelfinale gegen Kolumbien mit 0:2. Der Nationaltrainer Óscar Tabárez genießt seit 2006 das Vertrauen des uruguayischen Verbandes und wird die Mannschaft auch zur Weltmeisterschaft nach Russland führen, für die sich das Team als Tabellenzweiter hinter Brasilien qualifizieren konnte. Wir werfen einen Blick auf den bisherigen Weg Uruguays zur WM 2018 in Russland und analysieren die Gruppe in der Vorrunde sowie den Kader und die Wettmöglichkeiten und Quoten.

So lief für Uruguay die Zeit der WM-Qualifikationen

Die Qualifikation in Südamerika konnte letztendlich mit dem zweiten Platz erfolgreich beendet werden, dennoch hatten die Fans im Laufe des Wettbewerbs Angst, dass es Uruguay dieses Mal nicht zur Weltmeisterschaft schaffen würde. Nach einem 3:0 Erfolg gegen Venezuela folgte ein 2:2 gegen Kolumbien, ehe mit einem 2:1 gegen Uruguay der zweite Sieg im dritten Spiel gefeuert werden konnte. Doch dann folgen drei Niederlagen in Folge: Erst gegen Chile (1:3), danach gegen Brasilien (1:4) und schließlich das 1:2 gegen Peru. Gegen Argentinien reichte es anschließend nur zu einem torlosen Remis, mit einem 2:1 Sieg über Paraguay konnten die Hoffnungen wieder neu keimen – da war die Sache mit dem WM-Ticket dann schon so gut wie erledigt. Ein weiteres Remis, dieses Mal gegen Venezuela, sowie ein deutlicher 4:2 Sieg gegen Bolivien machten die Sache dann klar. Mit einem Vorsprung von fünf Punkten vor den sechstplatzierten Chilenen konnte der Einzug in die Gruppenphase der Weltmeisterschaft in Russland klargemacht werden. Am Ende war Uruguay sogar um drei Punkte besser als Vizeweltmeister Argentinien, was allerdings die Erwartungen an das Team sehr hoch schrauben, zumindest was die heimischen Fans angeht. Bei Experten und Wettanbietern spielt Uruguay, was den Titel angeht, kaum eine Rolle.

Foto: Luis Suarez/Weltmeister.de

Uruguay in der Gruppe A der Vorrunde bei der WM 2018

Uruguay hat bei der Auslosung der Gruppenphase Glück gehabt: Zum einen ist Gastgeber Russland gesetzt gewesen, zum anderen sind mit den anderen beiden Gegner krasse Außenseiter in der Gruppe A gelandet. Hier die Übersicht:

  • Russland
  • Saudi-Arabien
  • Ägypten

Im ersten Gruppenspiel geht es gegen Ägypten. Gegen die Nordafrikaner hat es bisher nur ein Freundschaftsspiel gegeben, am 16. August 2006 endete dies mit einem 2:0 Sieg für die Südamerikaner. Der Trainer der ägyptischen Nationalmannschaft, Héctor Cúper, und Tabárez kennen sich noch aus der spanischen ersten Liga: Cúper war in der Saison 1997/98 Trainer von RCD Mallorca, Tabárez von Real Oviedo. Vor 20 Jahren standen sie sich insgesamt zweimal gegenüber. Das zweite Gruppenduell gegen Saudi-Arabien hat es ebenfalls erst einmal gegeben: Vor etwa drei Jahren, im Oktober 2014, gab es ein Freundschaftsspiel zwischen Saudi-Arabien und Uruguay, das mit einem 1:1 zu Ende gegangen ist. Das schwerste Spiel für Uruguay in der Vorrunde dürfte damit das Duell gegen den Gastgeber Russland sein. Auch hier gibt es nur ein Freundschaftsspiel, das zwischen den beiden Mannschaften stattgefunden hat: Am 25. Mai 2012 trennten sich die beiden Mannschaften mit einem 1:1. Óscar Tabárez ist bereits so lange Trainer Uruguays, dass er alle bisherigen Duelle gegen die bevorstehenden Gegner als Trainer auf der Bank miterleben konnte. Das erste Spiel gegen Ägypten ist für den 15. Juni angesetzt, gegen Saudi-Arabien geht es am 20. Juni los. Das wahrscheinlich eher für die Russen entscheidende Spiel gibt es am 25. Juni zu sehen.

Der Kader Uruguays:

Für Uruguay spielen einige Fußballer, die einen klangvollen Namen haben und in ihren jeweiligen Vereinen eine tragende Rolle spielen. Allen voran natürlich Luis Suárez, der beim FC Barcelona gemeinsam mit Lionel Messi für die Tore sorgt. Das will der 30-jährige natürlich auch in Russland für seine Nationalmannschaft machen. Suárez kommt in 95 Länderspielen bereits auf 49 Tore. Unvergessen ist seine Beißattacke, mit der er 2014 in Brasilien für Aufsehen sorgte. Der nächste Spieler in der Reihe ist Edinson Cavani, der gemeinsam mit dem ehemaligen Teamkollegen von Suárez, mit dem Brasilianer Neymar, beim FC Paris Saint-Germain, einer der wichtigsten Spieler in der Offensive ist. Cavani erzielte in 98 Länderspielen 40 Tore. In der Defensive ist auf jeden Fall Diego Godín von Atlético Madrid zu nennen, der mit seinen 31 Jahren schon 113 Partien für Uruguay gespielt hat. Sein Teamkollege José Giménez wird ihn nach Russland begleiten – ist allerdings acht Jahre jünger und gehört damit zu den Neuankömmlingen im Team. Als Torwart wird sicherlich Fernando Muslera mit nach Russland reisen. Der Keeper von Galatasaray Istanbul stand schon 94-mal für Uruguay zwischen den Pfosten. Für das Mittelfeld sollten Lucas Torreira (Sampdoria Genua), Matias Vecino (Inter Mailand), Rodrigo Bentancur (Juventus Turin) und Gastón Ramírez (Sampdoria Genua) nicht unerwähnt bleiben.

Die Quoten für einen eventuellen Titelgewinn

Wenn es darum geht, welche Mannschaft aller Voraussicht nach bis ins Finale kommt, dann sehen die Buchmacher die Chancen für Kolumbien und Portugal höher als für Uruguay: Mit einer Quote von 13,00 rechnet beispielsweise Tipico damit, dass es die Uruguayer es bis ins Endspiel schaffen werden. Und auch was den Titelgewinn angeht, stehen die Chancen für Portugal und England besser, selbst Belgien hat eine niedrigere Quote als die 25,00 die für Uruguay bei Tipico angeboten werden.

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