Tödliche Unfälle auf russischer WM-Baustelle

Russland bereitet sich auf die Weltmeisterschaft 2018 vor, einige Spielstätten für die Weltmeisterschaft befinden sich noch im Bau oder werden renoviert. Die FIFA erwähnte erstmals in einem Schreiben, dass Arbeiter auf einer WM-Baustelle tödlich verunglückt sind. Schon lange ist von schlechten Arbeitsbedingungen auf den Baustellen die Rede; nicht nur in Russland, sondern vor allem auch in Katar, wo im Jahr 2022 die Weltmeisterschaft ausgetragen wird.

FIFA bestätigt offiziell tödliche Unfälle

Erstmals hat die FIFA in einem Schreiben erwähnt, dass sich auf einer Baustelle für die Weltmeisterschaft Unfälle mit tödlichem Ausgang ereignet haben. Schon seit längerer Zeit ist bekannt, dass auf den WM-Baustellen in Russland und in Katar, wo die Arbeiten für die WM 2022 bereits im Gange sind, schlechte Arbeitsbedingungen herrschen. Die FIFA bestätigte erstmals offiziell, dass Arbeiter auf einer Baustelle für die Weltmeisterschaft bei Unfällen zu Tode gekommen sind.

Foto: Kroshanosha / Shutterstock.com

Schlechte Arbeitsbedingungen auf den WM-Baustellen

Schlechter können die Arbeitsbedingungen auf den Baustellen für die Weltmeisterschaft kaum sein:

  • jeden Tag Schichten über 17 Stunden
  • Nichteinhaltung von Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften
  • sehr schlechte oder gar keine Bezahlung
  • menschenunwürdige Unterkünfte

Die Arbeiter werden, wenn überhaupt, nur sehr schlecht bezahlt und müssen lange auf ihren Lohn warten. Es handelt sich zumeist um Arbeitskräfte aus Nordkorea, die für die nordkoreanische Diktatur als Wanderarbeiter tätig sind und eine dringende Einnahmequelle für das Regime darstellen. Das norwegische Magazin „Josimar“ berichtete über die Wanderarbeiter in einem Artikel mit dem Titel „Die Sklaven von St. Petersburg“.

Nordkoreaner in St. Petersburg beschäftigt

Auf der Baustelle für das Krestowski-Stadion in St. Petersburg arbeiten mindestens 110 Bauarbeiter aus Nordkorea, das Stadion ist Austragungsstätte von vier Gruppenspielen, einem Achtelfinal-Spiel, einem Halbfinalspiel und dem Spiel um den dritten Platz. FIFA-Präsident Gianni Infantino und die FIFA nehmen in ihrem Schreiben keine Stellung zum Vorwurf der Sklaverei; es ist lediglich die Rede davon, dass sich die FIFA über die schlechten Arbeitsbedingungen bewusst ist. In dem Schreiben werden wörtlich „die häufig himmeltraurigen Bedingungen“ angesprochen; die FIFA schreibt, dass die Arbeiter aus Nordkorea nicht nur in Russland, sondern auch in anderen Ländern unter unwürdigen Bedingungen arbeiten müssen.

FIFA weiß von menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen

Die FIFA weiß von den menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen auf den Baustellen für die WM 2018 in Russland. Sie teilt offiziell mit, dass bei der letzten Inspektion, die im März 2017 stattfand, keine nordkoreanischen Arbeiter mehr auf der Baustelle anzutreffen waren.

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