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Südkorea bei der Fußball WM 2018

Die südkoreanische Nationalmannschaft ist seit vielen Jahren regelmäßiger Gast bei den Weltmeisterschaften. Allerdings blieben die großen Erfolge bisher aus – bis auf die WM 2002 in Südkorea und Japan. Dort schaffte es die Mannschaft unter Trainer Guus Hiddink bis ins Spiel um den dritten Platz. Südkorea scheiterte allerdings dann an der Türkei, dennoch ist der vierte Platz ein großer Erfolg für die Mannschaft gewesen. Ein weiterer Erfolg war die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Die Mannschaft konnte in der Vorrunde gegen Griechenland gewinnen, verlor gegen Argentinien und holte gegen Nigeria ein Unentschieden, so dass das Achtelfinale erreicht werden konnte. Dort schied Südkorea dann aber gegen Uruguay aus. Bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien schied die Mannschaft in der Vorrunde als Gruppenletzter sang- und klanglos aus. 2018 in Russland soll es besser werden.

So lief für Südkorea die Zeit der WM-Qualifikationen

Südkorea musste, wie alle anderen Mannschaften in Asien auch, eine ganze Menge Spiele absolvieren, ehe die WM-Qualifikation erledigt war. In der zweiten Runde spielte Südkorea in einer Gruppe mit dem Libanon, Kuweit, Myanmar und Laos. Wie nicht anders zu erwarten konnten alle acht Gruppenspiele gewonnen werden, so dass sich die Mannschaft als Gruppenerster für die nächste Runde qualifizierte. In Runde drei traf Südkorea auf den Iran, Syrien, Usbekistan, China und Katar. Hier machten es die Südkoreaner dann aber etwas spannender. Nach dem 3:2 Sieg über China folgte ein 0:0 gegen Syrien. Mit einem 3:2 über Katar konnte dieses Remis aber wieder ausgeglichen werden. Gegen den Iran verlor Südkorea mit 0:1, gegen Usbekistan gab es anschließend ein 2:1. Die Rückrunde wurde zur Geduldsprobe für alle Fans: Nur einen Sieg gab es mit dem 1:0 gegen Syrien. Gegen China und Katar verloren die Koreaner, um ein Haar hätte Syrien sich den zweiten Tabellenplatz vor Südkorea geschnappt. Am Ende jedoch reichte der Vorsprung von zwei Punkten, damit sich Südkorea direkt für die Weltmeisterschaft in Russland qualifizieren konnte. Syrien hätte es fast dann doch noch über die Playoffs geschafft, doch Australien entpuppte sich als eine Nummer zu groß für das durch den Bürgerkrieg gebeutelte Land.

Foto: Ja-Cheol Koo/Weltmeister.de

Südkorea in der Gruppe F der Vorrunde bei der WM 2018

Bei der Auslosung der Gruppenphase wurde Südkorea in die Gruppe F gelost. Hier warten sehr schwierige Aufgaben auf die Asiaten, kaum jemand traut der Mannschaft angesichts der Gegner den Einzug in die nächste Runde zu:

  • Schweden
  • Deutschland
  • Mexiko

Als erstes muss sich Südkorea gegen Schweden beweisen. Die Skandinavier konnten in der Qualifikation Italien aus dem Rennen kicken und gelten in diesem Gruppenspiel als Favorit. Das erste und letzte Mal standen sich die beiden Länder im Rahmen der olympischen Spiele 1948 gegenüber – Im Viertelfinale gab es damals einen klaren 12:0 Erfolg für die Schweden. Im zweiten Gruppenspiel muss Südkorea gegen Mexiko antreten. Immerhin sieht hier die Bilanz wesentlich besser aus. Von den sieben Aufeinandertreffen konnte Südkorea vier für sich entscheiden, nur zweimal waren die Mexikaner erfolgreich. Das letzte Pflichtspiel gab es im Viertelfinale des Gold Cup 2002, als sich Südkorea im Elfmeterschießen durchsetzen konnte. Eine Parallele gibt es übrigens zu Schweden: Genau wie gegen die Skandinavier absolvierten die Südkoreaner ihr erstes Pflichtspiel gegen Mexiko bei den Olympischen Spielen 1948 – und gewannen mit 5:3 im Achtelfinale. Im letzten Gruppenspiel geht es gegen den amtierenden Weltmeister Deutschland. Dreimal standen sich die beiden Mannschaften gegenüber, ein Pflichtspiel konnte gegen die DFB-Auswahl noch nicht gewonnen werden. Einzig das Freundschaftsspiel am 19. Dezember 2004 endete mit einem 3:1 Sieg für Südkorea. Das erste Gruppenspiel gegen Schweden wird am 18. Juni absolviert, es folgt die Partie am 23. Juni gegen Mexiko. Abschließend geht es am 27. Juni gegen Deutschland.

Der Kader Südkoreas: Viele unbekannte Gesichter

Der größte Star im Kader der Südkoreaner ist zweifellos der Linksaußen Heung-Min Son. Der 25-jährige spielt derzeit bei Tottenham Hotspur und auf ihn ruht ein Großteil der Hoffnungen der südkoreanischen Fans. Allerdings wird er alleine wohl kaum dazu in der Lage sein, die Mannschaft in die K.O.-Runde zu schießen. Als Torwart wird wohl der 27-jährige Seung-Gyu Kim zwischen den Pfosten stehen. Er spielt seit Januar 2016 beim japanischen Erstligisten Vissel Kobe. In der Abwehr gilt die Viererkette aus Jin-su Kim (Jeonbuk Hyundai Motors FC), Kwang-seon Kwak (Suwon Samsung Bluewings FC), Jeong-ho Hong (Jeonbuk Hyundai Motors FC) und In-seong Kim (Ulsan Hyundai) als gesetzt. Im Mittelfeld stehen international bekanntere Namen auf der Liste. So wird Sung-Yong Ki von Swansea City zum Kader gehören, ebenso Tae-Hee Nam vom Al Duhail Sports Club. Ja-Cheol Koo vom FC Augsburg wird ebenfalls bei der Weltmeisterschaft in Russland dabei sein. In der Offensive steht neben Heung-Min Son noch Hee-Chan Hwang von RB Salzburg zur Debatte. Auch Hyun-Jun Suk vom französischen Erstligisten ES Troyes AC kann sich Hoffnungen auf einen Einsatz bei der WM in Russland machen. Rechtsaußen Chung-Yong Lee, der bei Crystal Palace unter Vertrag steht, dürfte ebenfalls zum Kader gehören. Der derzeitige Trainer der südkoreanischen Nationalmannschaft ist Tae-Yong Shin. Er ist seit Juli 2017 im Amt. Er trainierte bereits die U23 und die U20 und war unter Uli Stielike zwischen 2014 und 2017 als Co-Trainer der A-Mannschaft tätig. Als Spieler war er unterem in Australien bei den Brisbane Roar tätig.

Die Quoten für einen eventuellen Titelgewinn

Die Chancen für Südkorea, am Ende des Turniers den Weltpokal in die Höhe zu halten, sind äußerst gering. Der Sportwetten Anbieter Expekt hat hierfür eine Quote von 500,00 auf den Markt gebracht. Damit steht Südkorea auf der gleichen Stufe wie Iran und Tunesien, nur Saudi-Arabien und Panama haben noch schlechtere Chancen auf den Titel. Genauso sieht es bei der Frage aus, ob Südkorea Chancen auf das Erreichen der K.O.-Runde hat. Bei den Gruppengegnern aber auch kaum verwunderlich.

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