Silvio Berlusconi Firma sichert sich WM-Übertragungsrechte

In Italien werden die Spiele einer Fußball Weltmeisterschaft normalerweise von dem öffentlich-rechtlichen Sender Rai übertragen, doch nicht so für die WM 2018 in Russland. Denn die TV-Gruppe Mediaset des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi hat sich die Übertragungsrechte sichern können. Damit werden die 63 Spiele erstmals im Free-TV von den Kanälen des privaten Medienunternehmens übertragen. Außerdem sicherte sich Mediaset die Übertragungsrechte auch für Spanien. Insgesamt werden wohl 78 Millionen Euro für die Rechte fällig, in den vergangenen Jahren wurden die Spiele von RAI und Sky übertragen.

Foto: Silvio Berlusconi/Imago/Gribaudi/ImagePhoto

Umstrittene Mediengruppe in Italien

Den Italienern wird es dabei wohl egal sein, wo sie die Spiele der anderen Mannschaften werden sehen können, die Trauer um die verpasste WM-Teilnahme sitzt bei den Südeuropäern noch immer sehr tief. Dennoch wird die Entscheidung für kontroverse Diskussionen sorgen, denn Mediaset ist alles anderes als unumstritten. Wegen einseitiger Berichterstattung insbesondere in Wahlkampfzeiten wurde die Gruppe mehrfach kritisiert. Die Sendung Studio Aperto wurde deswegen von der italienischen Medienregulierungsbehörde zu einer Geldstrafe von 100.000 Euro verurteilt, die Sendung TG4 des Senders Rete 4 muss 200.000 Euro zahlen.

Zwei Sender in Spanien

Auch in Spanien hat die Gruppe zwei Sender am Laufen, welche die Zuschauer vor allem mit amerikanischen Sendungen verwöhnen: Telecinco und Cuatro. Auf welchen der beiden Sender schließlich die Weltmeisterschaft 2018 übertragen wird, ist noch nicht klar.

Scroll to Top