Serbien bei der Fußball WM 2018

Die serbische Nationalmannschaft gilt als Nachfolger der Serbisch-montenegrinische Nationalmannschaft, die wiederum wird von der FIFA als Nachfolger der Nationalmannschaften des untergegangenen Staates Jugoslawien (Königreich Jugoslawien, die Föderative Volksrepublik Jugoslawien und die Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien) gesehen. Als serbisch-montenegrinische Nationalmannschaft konnte das Team bei der Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich teilnehmen und kam dort als BR Jugoslawien bis ins Achtelfinale, scheiterte dort gegen die Niederlande. 2002 gelang die Qualifikation nicht, die Mannschaft scheiterte an Russland und Slowenien. Dafür war das Team 2006 in Deutschland wieder mit dabei, kam aber nicht über die Vorrunde hinaus. Serbien qualifizierte sich unter Trainer Radomir Antic für die WM 2010 in Südafrika, musste in der Vorrunde gegen Ghana, Deutschland und Australien antreten und scheiterte. Für die WM 2014 in Brasilien reichte es nicht, in der Qualifikation scheiterte Serbien an Belgien und Kroatien. Für das Turnier in Russland lief hingegen alles glatt, als Gruppenerster nutzte die Mannschaft die Chance der direkten Qualifkation.

So lief für Serbien die Zeit der WM-Qualifikationen

Serbien konnte mit einem 2:2 gegen Irland in die Qualifikation starten, die für die Mannschaft ziemlich durchwachsen verlief. Es folgte ein 3:0 gegen Moldawien und ein überraschender 3:2 Erfolg gegen Österreich. Mit 1:1 gelang auch gegen Wales ein wichtiger Punkt, ehe Georgien mit 3:1 abgefertigt werden konnte. Als auch das Rückspiel gegen Wales mit 1:1 endete, wurden die Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme plötzlich sehr konkret. Das 3:0 gegen Moldawien und das 1:0 gegen Irland in den jeweiligen Rückspielen waren dazu sehr wichtig, mit der 2:3 Niederlage gegen Österreich verspielte die Mannschaft dann noch fast den Gruppensieg. Doch mit dem entscheidenden 1:0 gegen Georgien am letzten Spieltag konnte sich Serbien gegen Irland in der Gruppe behaupten und durch den Gruppensieg die direkte Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Russland klarmachen. Die Chancen für Serbien bei der Weltmeisterschaft stehen jedoch nicht sonderlich gut, mit der Gruppe E der Vorrunde hat die Mannschaft nicht eben einen Glücksgriff gemacht, wie wir gleich sehen werden.

Foto: Nemanja Matic/Weltmeister.de

Serbien in der Gruppe E der Vorrunde bei der WM 2018

Wäre es nur der Rekordweltmeister Brasilien als Top-Favorit gewesen – Serbien hätte vielleicht noch eine Chance auf das Erreichen des Achtelfinales gehabt. Doch mit der Schweiz verirrt sich eine weitere Spitzenmannschaft in die Gruppe, so dass es wohl sehr schwierig werden wird. Hier die Gruppengegner in der Übersicht:

  • Brasilien
  • Schweiz
  • Costa Rica

Als erstes muss sich Serbien mit dem vermeintlich einfachsten Gegner messen: Costa Rica. Es hat bislang noch kein Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften gegeben, dennoch steht schon wegen des Kaders fest, dass die Serben hier als Favorit an den Start gehen werden. Sollte Serbien dieses Spiel verlieren, kann die Mannschaft mit dem Kofferpacken beginnen. Als nächstes wird es gegen die Schweiz gehen, das vielleicht entscheidende Gruppenspiel für die Osteuropäer. Auch dieses Spiel wird für beide Teams eine Premiere, denn noch nie standen sich die Schweiz und Serbien gegenüber. Die Schweiz wird zur WM natürlich mit dem Besten auflaufen, was die Eidgenossen zu bieten haben – ein schweres Spiel für Serbien. Wer hier gewinnt, wird wohl neben Brasilien ins Achtelfinale einziehen. Zuletzt geht es gegen den Rekordweltmeister Brasilien. Bisher standen sich die beiden Mannschaften einmal gegenüber: Im Juni 2014 bereitete sich die Selacao mit einem Testspiel auf die WM im eigenen Land vor und konnte mit 1:0 gewinnen. Keine Frage, dass Serbien bei diesem Duell in der Vorrunde der WM in Russland als krasser Außenseiter an den Start gehen wird. Wir fassen zusammen: Am 17. Juni gibt es für Serbien das erste Gruppenspiel gegen Costa Rica, dann, am 22. Juni, geht es gegen die Schweiz. Abschließend absolviert Serbien die Partie gegen Brasilien am 27. Juni.

Der Kader Serbiens: Einige bekannte Gesichter

Der mit großem Abstand bekannteste serbische Nationalspieler dürfte der 20-jährige Sergej Milinkovic-Savic sein. Er hatte erst im November des vergangenen Jahres sein Debut in der Nationalmannschaft. Er steht seit August 2015 in der Serie A bei Lazio Rom unter Vertrag, stand in der laufenden Saison 20-mal in der Liga auf dem Platz und unterstützte seine Mannschaft mit sieben Toren und drei Assists. Ebenfalls kein Unbekannter ist Nemanja Matic. Der 29-jährige Mittelfeldspieler steht seit Sommer des vergangenen Jahres bei Manchester United unter Vertrag, spielte zuvor beim FC Chelsea, Benfica Lissabon und Vitesse Arnheim. 36-mal stand er für Serbien auf dem Platz und gilt als wichtiger Spieler innerhalb des Teams. Dann wäre da noch der Linksaußen Dusan Tadic. Der 29-jährige steht beim FC Southampton unter Vertrag, kommt auf 46 Einsätze in der Nationalmannschaft und auf 12 Tore im Dress der Serben. In der laufenden Saison spielte er 22-mal in der Premier League und erzielte dabei drei Tore und lieferte drei Assists. In der Innenverteidigung ist Matija Nastasic vom FC Schalke 04 nicht wegzudenken. Der 24-jährige spielte bereits 26-mal für die serbische Mannschaft. Außerdem ist da noch Nikola Maksimovic vom SSC Neapel. Mit richtig guten Torhütern sind die Serben hingegen nicht gesegnet. Als drei der besten Keeper gelten Marko Dmitrovic von der SD Eibar in Spanien, Predrag Rajkovic von Maccabi Tel Aviv in Israel und Vanja Milinkovic-Savic vom FC Turin in Italien.

Die Quoten für einen eventuellen Titelgewinn

Für die meisten Buchmacher steht bereits jetzt fest, dass Serbien es nicht in die K.O.-Runde schaffen wird. So stehen die Quoten bei Mybet für das Erreichen des Achtelfinales bei 2,20 – dafür, dass es nicht klappt allerdings bei 1,65. Die Quoten für den WM-Titel sehen entsprechend aus: Bei William Hill steht die Quote derzeit bei 151,00.

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