Schweiz und Kroatien sind mit dabei: Playoff Erfolge für die beiden Teams

Es ist vollbracht: Sowohl die Schweiz als auch Kroatien haben den Sprung zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland geschafft. Für beide Teams reichte jeweils ein Remis im entscheidenden Playoff-Spiel. Die Schweizer unter Trainer Vladimir Petkovic spielten am Sonntag ein torloses Remis gegen Nordirland, die Kroaten spielten gegen Griechenland, das im Hinspiel mit 4:1 bezwungen werden konnte, ebenfalls ein torloses Unentschieden zusammen.

Chancen auf beiden Seiten: Schweiz vergibt zu viele Gelegenheiten

Die Eidgenossen hatten im Hinspiel in Belfast ein 1:0 erreicht, wenn auch wegen einer fragwürdigen Entscheidung des Schiedsrichters, der den Gästen einen Elfmeter einbrachte. Dies war quasi der Grundstein für die elfte Teilnahme der Schweiz an einer Weltmeisterschaft. Die Gäste aus Großbritannien machten in Basel allerdings richtig viel Druck und zeigten, dass sie die Teilnahme noch lange nicht abgeschrieben hatten. Schon in der dritten Minute konnte Chris Brunt mit einem gewaltigen und platzierten Distanzschuss den Gladbacher Torhüter Yann Sommer zu einer Glanzparade zwingen. Zwei Minuten später waren dann die Gastgeber an der Reihe: Haris Seferovic, ehemaliger Spieler von Eintracht Frankfurt, kam zu einer guten Möglichkeit. In der zehnten Minute hätte es dann fast ein Eigentor des nordirischen Verteidigers Gareth McAuley gegeben. Die Schweizer gaben danach richtig Gas, doch die Chancenverwertung war äußerst unbefriedigend. Noch vor dem Pausenpfiff vergaben Xherdan Shaqiri und Steven Zuber weitere, hochkarätige Chancen.

In der 2. Halbzeit öffnen die Nordiren komplett

Nach dem Wiederanpfiff machten die Nordiren konsequenterweise auf. Die Abwehr wurde quasi aufgelöst, was den Schweizern viele Konterchancen einbrachte. Allerdings brachte auch dies nichts ein, weder für Nordirland, noch für die Schweiz. Ricardo Rodriguez für die Gastgeber und Conor Washington für die Gäste verpassten jeweils die Führung für ihre Mannschaften. Die größte Chance gab es dann, wie in solchen dramatischen Spielen schon fast üblich, in der Nachspielzeit: Jonny Evans ließ Torwart Sommer keine Chance, doch Rodriguez rettete auf der Linie.

Kroatien ohne Schwierigkeiten in Griechenland

Die Kroaten ließen in Piräus nichts anbrennen. Griechenland hingegen enttäuschte und verpasste, wie bereits für die EM 2016, das zweite Mal hintereinander die Teilnahme an einem großen Turnier. Die Kroaten hatten dafür gesorgt, dass die Defensive sehr gut stand und so endeten die Offensivbemühungen der Gastgeber meist schon vor dem Strafraum des Gegners. Kroatien sorgte mit einigen sehenswerten Kontern für Spannung. Vor allem Ivan Rakitic vom FC Barcelona und Luka Modric von Real Madrid brachten der Abwehr der Griechen viele Probleme. Der ehemalige Dortmunder Ivan Perisic hatte in der 43. Minute die wohl beste Chance des Spiels, vergab aber aus 22 Metern und traf nur den Pfosten. In der 2. Halbzeit flachte das Spiel ab, die Kroaten machten nicht mehr als notwendig und die Hausherren begannen irgendwann zu resignieren. Die griechischen Medien forderten bereits gleich nach dem Schlusspfiff die Ablösung von Trainer Michael Skibbe.

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