Schweiz bei der Fußball WM 2018

Die Schweiz hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Global Player in Sachen Fußball gemausert. Nachdem die Nati zwischen 1970 in Mexiko und 1990 in Italien an keiner Weltmeisterschaft teilnehmen konnte, folgte 1994 in den USA die erste Teilnahme seit 1966 in England. Und die Eidgenossen schafften es unter Trainer Roy Hodgson bis ins Achtelfinale, scheiterten dort allerdings an Spanien. 2006 in Deutschland schaffte es die Mannschaft dann wieder ins Achtelfinale, dort war aber gegen die Ukraine nach Elfmeterschießen Schluss. 2010 in Südafrika reichte es gegen Spanien, Chile und Honduras in der Vorrunde nicht, vier Jahre später in Brasilien schied die Schweiz im Achtelfinale gegen den späteren Vizeweltmeister Argentinien aus. Dass es wieder für die Qualifikation für eine Weltmeisterschaft reichte, hat ein wenig mit Glück zu tun, denn die WM-Qualifikation konnte nur durch eine erfolgreiche Playoff Runde erreicht werden. Wir haben uns mit der Mannschaft, dem Weg der Nati zur WM in Russland, den kommenden Gruppengegner sowie dem Kader auseinandergesetzt. Schließlich werfen wir noch einen Blick auf die Chancen der Mannschaft, bei der Weltmeisterschaft in Russland etwas zu erreichen.

So lief für die Schweiz die Zeit der WM-Qualifikationen

Die Schweiz begann mit einem 2:0 Sieg gegen Portugal – was an sich schon fast als Sensation gesehen werden konnte, schließlich hatten die Portugiesen gerade erst den EM-Titel holen können. Mit einem 3:2 in Ungarn setzte die Nati dann noch einen drauf. Und auch die folgenden Qualifikationsspiele sollten gewonnen werden: Ein 2:1 in Andorra, danach ein 2:0 gegen Färöer, 1:0 gegen Lettland, erneut ein 2:0 gegen Färöer, 3:0 gegen Andorra, 3:0 gegen Lettland, 5:2 gegen Ungarn – die Qualifikation war schon so gut wie erledigt. Doch auch die Portugiesen spielten eine verdammt gute Qualifikation und erzielten dabei noch mehr Tore als die Schweiz. Das entscheidende Duell konnte Portugal dann mit 2:0 für sich entscheiden, so dass die Schweiz mit dem zweiten Tabellenplatz die Qualifikation beenden musste. Tragisch – und doch musste die Mannschaft ins Playoff. Der Gegner war Nordirland, das Team konnte im Hinspiel mit 1:0 bezwungen werden, so dass im Rückspiel ein torloses Remis ausreichte, um das Ticket nach Russland zu lösen.

Foto: Schweizer Nationalmannschaft/Imago/Sportfoto Rudel

Die Schweiz in der Gruppe E der Vorrunde bei der WM 2018

Die Schweiz spielte eine sehr gute Qualifikation und in der Gruppe E der Vorrunde in Russland besteht durchaus die Chance, das Achtelfinale zu erreichen. Die Gegner für die Schweizer Nationalmannschaft sind:

  • Brasilien
  • Serbien
  • Costa Rica

Zunächst geht es also gegen Rekordweltmeister Brasilien. Ein sicherlich sehr schweres Spiel, schließlich gehört die Selacao mal wieder zu den Top-Favoriten auf den WM-Titel. Schon häufiger konnten sich die Schweizer mit den Brasilianern messen, das letzte Mal bei einem Freundschaftsspiel im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2014: Am 14. August 2013 gelang ein 1:0 Sieg gegen Brasilien. Das letzte Pflichtspiel der beiden Mannschaften ist jedoch schon sehr viele Jahre her: Während der Weltmeisterschaft 1950 gab es ein 2:2 in der Gruppenphase. Das zweite Gruppenspiel wird die Schweiz gegen Serbien austragen. Eine Begegnung der beiden Mannschaften hat es in der Historie der beiden Verbände bisher noch nicht gegeben, allerdings gehen die Schweizer als Favorit in diese Partie. Das letzte Gruppenspiel wird die Schweiz gegen Costa Rica absolvieren. Die beiden Mannschaften standen sich bisher zweimal im Rahmen von Testspielen gegenüber, einmal gab es einen Sieg der Schweiz (1:0 im Juni 2010) und einmal ein Sieg für Costa Rica (2:0 im September 2006). Costa Rica geht als krasser Außenseiter in dieses Turnier und die Schweiz sollte normalerweise keine Probleme haben, dieses Spiel zu gewinnen. Das erste Gruppenspiel gegen Brasilien wird am 17. Juni stattfinden, danach geht es am 22. Juni gegen Serbien. Schließlich wird am 27. Juni gegen Costa Rica gespielt.

Der Kader der Schweiz: Einige Top-Spieler mit Ambitionen

Die Schweiz verfügt über einige Spieler, die es zu internationaler Bekanntheit gebracht haben. Als erstes sei Granit Xhaka zu nennen. Der 26-jährige steht beim englischen Erstligisten FC Arsenal unter Vertrag und ist dort Stammspieler. Er spielte aber auch schon in der Bundesliga, zwischen 2012 und 2016 war er bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag. Xherdan Shaqiri ist ebenfalls kein Unbekannter: Der 26-jährige spielte unter anderem für den FC Bayern München und Inter Mailand, seit August 2016 ist er beim englischen Premier League Klub Stoke City unter Vertrag. Drei wichtige Schweizer Spieler sind derzeit beim Bundesligisten Borussia Mönchengladbach: Mittelfeldspieler Denis Zakaria, Rechtsverteidiger Nico Elvedi sowie Torwart Yann Sommer. Mittelstürmer Breel Embolo dürfte hierzulande auch einen klangvollen Namen haben. Der 20-jährige Youngster steht beim FC Schalke 04 regelmäßig auf dem Platz. Der Linksverteidiger Ricardo Rodríguez spielte fünf Jahre für den VfL Wolfsburg, ehe er im Juli des vergangenen Jahres zum AC Mailand in die italienische Serie A wechselte. Der Trainer der Schweizer Nationalmannschaft ist Vladimir Petkovic. Der gebürtige Bosnier besitzt die Schweizer Staatsbürgerschaft und trainiert die Nati seit 2014. Zuvor war er Cheftrainer bei Lazio Rom, dem FC Sion, Samsunspor und den BSC Young Boys.

Die Quoten für einen eventuellen Titelgewinn

Die Schweiz hat bei den Wettanbietern keine große Chancen auf den WM-Titel. Mit einer Quote von 67,00 steht die Mannschaft bei 10Bet noch hinter Kolumbien, aber immerhin vor Mexiko und Schweden. Allerdings stehen die Chancen auf das Erreichen des Achtelfinales nicht schlecht. Bei 10Bet steht die Quote auf den Gruppensieg bei 7,00 – das ist natürlich nicht mit der Quote von 1,28 für Brasilien zu vergleichen, doch Serbien hat eine Quote von 8,50 – womit der Buchmacher es den Schweizern eher zutraut, die Runde der letzten 16 zu erreichen.

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