Russland bei der Fußball WM 2018

Die russische Nationalmannschaft ist zwar die gastgebende Mannschaft bei der Fußball Weltmeisterschaft 2018, doch Titelchancen hat das Team von Trainer Stanislav Cherchesov nicht. Zu wenig talentierte, junge Spieler gibt es in Russland, als dass die Mannschaft irgendwem gefährlich werden könnte. Dennoch erhoffen sich die Gastgeber natürlich, wenigstens in die K.O.-Phase zu kommen und bei einem passenden Gegner im Achtelfinale auch dies zu überstehen – doch es bleibt bei den Hoffnungen. Da sich Russland nicht für das Turnier im eigenen Land qualifizieren musste, waren einige Freundschaftsspiele angesetzt, während sich die anderen Nationen ein WM-Ticket stritten. Mit dabei waren Außenseiter, aber auch hochkarätige Gegner wie Argentinien oder Spanien. Wir haben einen Blick auf den Weg der russischen Mannschaft geworfen.

So lief für Russland die Zeit der WM-Qualifikationen

Schon während der Europameisterschaft 2016 wurde deutlich, wie viel noch zu tun ist, ehe die Russen bereits für die Weltmeisterschaft sind. Die Mannschaft überstand noch nicht einmal die Gruppephase, spielte gegen England noch ein 1:1 und verlor anschließend erst gegen die Slowakei (1:2) und dann gegen Wales mit 0:3. Klar, dass so ein Abschneiden auch personelle Konsequenzen haben würde. Nach der Europameisterschaft in Frankreich übernahm Stanislav Cherchesov die Mannschaft. Der nächste große Test sollte der Confed Cup werden. Dieser fand ein Jahr später statt, in der Zwischenzeit bereitete sich die Mannschaft mit zahlreichen Testspielen vor, die allerdings allesamt nicht so endeten, wie es erwartet worden war. So verlor Russland gegen Katar mit 1:2, auch die Elfenbeinküste setzte sich mit 2:0 durch. Ein Achtungserfolg war das 3:3 gegen Belgien und auch das 1:1 gegen Chile war recht ordentlich. Beim Confederations Cup ging die Pleitenserie allerdings weiter. Das 2:0 gegen Neuseeland als Pflichtsieg im Rücken, gab es sowohl gegen Europameister Portugal als auch gegen Mexiko in der Gruppenphase jeweils eine Niederlage, so dass das Turnier viel zu schnell für die Gastgeber beendet war. Es folgten wieder einige Freundschaftsspiele, doch auch hier zeigte sich, dass Russland wohl auch 2018 in Sachen Fußball kein Angst und Schrecken mehr verbreiten wird.

Foto: Fedor Smolov/Weltmeisterschaft.de

Brasilien in der Gruppe E der Vorrunde bei der WM 2018

Wenn wir die Ereignisse und Ergebnisse der vergangenen beiden Jahre zugrunde legen, dann wurde Russland in eine sehr schwere Gruppe gelost:

  • Saudi-Arabien
  • Ägypten
  • Uruguay

Der schwierigste Gegner ist gleichzeitig auch der letzte Gruppengegner: Uruguay. Sollte es also gegen Sausi-Arabien und gegen Ägypten nicht jeweils einen Sieg gegeben haben, dann ist dies bereits das Endspiel für die Gastgeber. Auf dem Papier ist Uruguay klar die bessere Mannschaft, nur der Heimvorteil ist für die Russen ein entscheidend positiver Faktor. Saudi-Arabien gilt als krasser Außenseiter bei diesem Turnier, doch sollte auch dieser Gegner nicht unterschätzt werden, schließlich haben es die Russen auch geschafft, gegen Katar mit 1:2 zu verlieren. 1993 hat es schon einmal ein Freundschaftsspiel zwischen den beiden Nationen gegeben, damals konnten die Saudis mit 4:2 gewinnen – was schon damals eine Überraschung gewesen ist. Der zweite Gegner der Gruppenphase ist Ägypten. Dieses Duell hat es bisher noch nicht gegeben, daher wird es für beide Mannschaften ein Novum werden. Die Ägypter haben mit Mohamed Salah einen Weltstar vom FC Liverpool mit dabei, der Rechtsaußen wird für ordentlich Torgefahr bei dem Gegner sorgen. Wir sehen also, einfach wird es für die Russen wahrlich nicht. Gegen Ägypten könnte bereits die Entscheidung fallen. Das erste Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien wird am 14. Juni stattfinden, das zweite gegen Ägypten dann am 19. Juni und schließlich das letzte Gruppenspiel am 25. Juni.

Der Kader Brasiliens: Die Schlüsselspieler

Der Kader der russischen Nationalmannschaft strotzt nicht gerade von schillernden Persönlichkeiten, die den Sprung zu einem der europäischen Top-Klubs geschafft haben. Der russische Top-Stürmer ist sicherlich Fedor Smolov vom FK Krasnodar. Der 27-jährige hat fast seine gesamte Karriere in Russland verbracht, mit Ausnahme der Saison 2010/11, in der er für ein Jahr an Feyenoord Rotterdam ausgeliehen war. Ein weiteres bekanntes Gesicht dürfte Mário Fernandes sein. Der Rechtsverteidiger von ZSKA Moskau absolvierte auch schon ein Länderspiel für Brasilien, ehe er sich für die russische Nationalität entschied. Seit 2012 ist Fernandes nun in Moskau unter Vertrag. Weiter geht es mit Alan Dzagoev, ein zentraler Mittelfeldspieler, der ebenfalls bei ZSKA Moskau spielt, und das bereits seit zehn Jahren. Der 27-jährige ist bei seinem Verein eine zentrale Figur. Der nächste in der Liste ist Aleksandr Kokorin, der bei Zenit St. Petersburg spielt und bereits 48 Spiel für die russische Mannschaft absolviert hat. Die Position des Kapitäns hat der Torwart inne: Igor Akinfeev, der 103 Länderspiele seit 2004 absolviert hat, ist eine der wichtigsten Personen im Umfeld der Mannschaft. Seit 2003 spielt er bei ZSKA Moskau und ist dort aus dem Tor kaum noch wegzudenken. Zwei Spieler sind auch bei uns in der Bundesliga keine Unbekannten: Da wäre einmal Konstantin Rausch, der für den 1. FC Köln spielt und in seiner Jugend die U-Mannschaften des DFB durchlaufen hat. Da aber gerade in der Defensive, Rausch ist Linksverteidiger, kaum Chancen auf einen Einsatz in der A-Mannschaft sind, hat er sich für die russische Nationalmannschaft entschieden. Der zweite ist Roman Neustädter, der bei Mainz, Schalke und Gladbach gespielt hat und inzwischen bei Fenerbahce Istanbul unter Vertrag steht. Der 29-jährige absolvierte auch zwei Spiele für die deutsche Nationalmannschaft, debütierte dann aber 2016 für Russland.

Die Quoten für einen eventuellen Titelgewinn

Bei den Sportwetten Anbietern spielt natürlich auch eine Rolle, dass die Weltmeisterschaft in Russland, der Heimat der Nationalmannschaft, stattfindet. Die Quoten für das Erreichen des Finales stehen bei Betfair bei 13,00, womit der Buchmacher es eher den Russen als den Polen zutraut, das Endspiel zu erreichen. Die Titelchancen sind allerdings sehr gering. So bekommen wir bei Betfair derzeit eine Quote von 41,00 dafür, dass Russland Weltmeister wird. (Vergleich Deutschland: 5,50).

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