Probleme beim Bau des Stadions in St. Petersburg

Eigens für den Confed-Cup in diesem Jahr und für die Fußball-Weltmeisterschaft im nächsten Jahr wird das Stadion in St. Petersburg errichtet. Bereits Anfang März wurde das Stadion gefeiert, doch der Schein trügt, sogar Sklavenarbeit soll im Spiel sein, wie das norwegische Magazin „Josimar“ berichtet. Die Bauarbeiter sollen nicht den versprochenen Lohn erhalten haben, mindestens 110 Arbeiter aus Nordkorea sollen wie Sklaven gehalten worden sein.

Arbeit unter schlechten Bedingungen beim Bau des Stadions

Das neue Stadion in St. Petersburg soll die künftige Heimspielstätte für Zenit St. Petersburg und Austragungsstätte für Spiele des Confed-Cup im Juni dieses Jahres und der Weltmeisterschaft im Sommer nächsten Jahres werden. Vermutlich warten noch Zehntausende Arbeiter, die zumeist aus dem zentralasiatischen Raum und aus Moldawien kommen, schon lange auf ihren Lohn.

Nordkoreaner wie Sklaven gehalten

Die Bauarbeiter aus Nordkorea wurden wie Sklaven gehalten, der Grund dafür ist, dass sie angeblich von der nordkoreanischen Führung ausgewählt wurden, um Devisen für Nordkorea zu bringen. Gegen Nordkorea wurden aufgrund des Atomwaffenprogramms Sanktionen verhängt. Die Männer

  • bekamen Teile ihres Lohns nicht
  • mussten ihre Freizeit nach Ende der Schicht in Containern auf einem mit Stacheldraht umzäunten Areal verbringen

Berichten des norwegischen Magazins Josimar zufolge boten die Bauarbeiter aus Nordkorea ihre Arbeit für ca. 9 Euro am Tag an. Wie die Vereinten Nationen darstellen, bringen die Arbeiter im Ausland jährlich fast zwei Milliarden Dollar für die nordkoreanische Regierung ein. Nur Männer, die in Nordkorea Frau und Kinder haben, dürfen ins Ausland, aufgrund des geringeren Fluchtanreizes.

Bereits seit längerer Zeit Probleme beim Stadionbau

Die bisherigen Baukosten für das Stadion in St. Petersburg werden mit 1,5 Milliarden Dollar beziffert, von Korruptionsproblemen ist die Rede. Der Vizegouverneur von St. Petersburg entzog im Sommer 2016 dem Unternehmen Transstroj, das mit der Fertigstellung des Stadions beauftragt war, den Auftrag und forderte lokale Bauunternehmen zur Fertigstellung bis zum Jahresende ohne Bezahlung auf. Künftige Aufträge wurden versprochen.
Foto:konstantinks / Shutterstock.com

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