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Polen bei der Fußball WM 2018

Die polnische Nationalmannschaft ist in der Vergangenheit alles andere als ein Dauergast bei Fußball Weltmeisterschaften gewesen. Die erfolgreichste Zeit fällt in die Jahre zwischen 1974 und 1986. Bei der WM in Deutschland 1974 gelang es der Mannschaft auf Anhieb, den dritten Platz zu erreichen, im entscheidenden kleinen Finale gelang ein 1:0 Sieg gegen den damaligen Titelverteidiger Brasilien. Vier Jahre später in Argentinien reichte es nur noch für die Zwischenrunde, doch 1982 in Spanien gelang wieder der Sprung auf den dritten Platz. Mit einem Sieg gegen Frankreich wurde diese WM damit auch zu einem Erfolg. Vier Jahre später in Mexiko schied Polen im Achtelfinale aus. Die folgenden drei Turniere ließen die Osteuropäer aus, 2002 und 2006 war nach der Vorrunde Schluss. Das waren dann auch die letzten Auftritte der polnischen Mannschaft bei einer WM – vorerst, denn für das Turnier in Russland hat sich das Team um den Stürmer Star Robert Lewandowski eine ganze Menge vorgenommen.

Foto: Lukasz Piszczek/Weltmeister.de

So lief für Polen die Zeit der WM-Qualifikationen

Die Erwartungen an die polnische Mannschaft während der Qualifikation waren von Beginn an hoch, in der Gruppe E gab es allerdings auch, außer Dänemark, kaum ernstzunehmende Gegner. Als Erstes ging es gegen Kasachstan, hier sprang allerdings nur ein enttäuschendes 2:2 Unentschieden heraus. Danach begann die Mannschaft allerdings mit ihrem Siegeszug. Mit 3:2 konnte gegen Dänemark der erste Sieg eingefahren werden, es folgten Siege gegen Rumänien, Armenien, Montenegro und Rumänien. Das anschließende Duell gegen Dänemark ging jedoch mit 0:4 verloren, so dass die polnische Mannschaft doch noch einmal um die direkte Qualifikation zittern musste. Doch durch die drei letzten Auftritte war das dann auch kein Problem mehr: 3:0 gegen Kasachstan, 6:1 gegen Armenien und ein abschließendes 4:2 gegen Montenegro sicherten den Polen die Teilnahme an dem Turnier in Russland. Darüber hinaus wurde Robert Lewandowski mit insgesamt 16 Toren der beste Torschütze des Wettbewerbs mit einem Treffer mehr als Europameister Cristiano Ronaldo. Das gute Abschneiden während der Qualifikation hat die Hoffnungen der Fans gestärkt, auch während der Weltmeisterschaft ein gutes Abschneiden zu bewerkstelligen.

Polen in der Gruppe H der Vorrunde bei der WM 2018

Für Polen war die Auslosung der Gruppenphase im Kreml am 1. Dezember 2017 ein voller Erfolg, denn die Zusammensetzung der Gruppe H ist durchaus so, dass Polen sehr gute Chancen auf das Erreichen des Achtelfinales hat. Folgende Gegner wurden den Polen zugelost:

  • Senegal
  • Kolumbien
  • Japan

Das erste Spiel wird gegen den Senegal ausgetragen. Großartige Erfahrungen haben die Polen mit dem afrikanischen Land noch nicht gemacht, es wird das erste Duell der beiden Nationalmannschaften gegeneinander sein. Die Chancen stehen 50:50 – es wird die erste Wundertüte dieser Weltmeisterschaft werden. Der Kader der Polen verfügt allerdings über einige international erfahrenere Spieler, so dass die Vorteile wohl bei den Osteuropäern liegt. Das zweite Spiel gegen Kolumbien könnte bereits die Entscheidung bringen, ob Polen es in die nächste Runde schafft, oder nicht. Gegen die Südamerikaner hat es bislang nur ein einziges Duell gegeben, ein Freundschafsspiel im Mai 2006, dass Kolumbien damals mit 2:1 gewinnen konnte. Das letzte Spiel der Gruppenphase wird gegen Japan stattfinden, international ein absoluter Underdog, gegen den ein Sieg quasi Pflicht ist. Allerdings konnte Polen noch nie gegen Japan gewinnen, im Gegenteil: Das erste Freundschaftsspiel im Februar 1996 endete mit einem 5:0 Erfolg gegen Polen, beim zweiten Aufeinandertreffen, im März 2002, ging es etwas glimpflicher aus: Japan gewann das Testspiel mit 2:0. Somit wird das erste Gruppenspiel für Polen gegen den Senegal am 19. Juni stattfinden, am 24. Juni geht es gegen Kolumbien. Das letzte Spiel der Gruppenphase gegen Japan wird am 28. Juni absolviert.

Der Kader Polens: Vieles hängt von Lewandowski ab

Vieles, was die polnische Nationalmannschaft erreichen möchte, wird von der Form des Torjägers Robert Lewandowski abhängen. Der 29-jährige steht beim deutschen Rekordmeister FC Bayern München unter Vertrag und auf seine Qualität ist vieles in der Mannschaft abgestimmt. Aber es gibt durchaus noch andere wichtige Spieler im Kader. Da wäre zum Beispiel der Mittelfeldspieler Piotr Zielinski, der momentan beim SSC Neapel um die italienische Meisterschaft spielt. Auch defensiv sind die Polen recht gut ausgestattet: im defensiven Mittelfeld zieht Grzegorz Krychowiak des englischen Erstligisten West Bromwich Albion die Fäden, Innenverteidiger Kamil Glik von der AS Monaco fungiert als Abwehrchef. Torhüter Wojciech Szczesny spielt bei Juventus Turin hinter Gianluigi Buffon nur die die zweite Geige, dennoch wird Nationaltrainer Adam Nawalka kaum auf ihn verzichten können. Lukasz Fabianski von Swansea City und Lukasz Skorupski (AS Rom) werden als seine Ersatzmänner mit nach Russland reisen. Eine weitere wichtige Rolle wird Mittelstürmer Arkadiusz Milik (SSC Neapel) spielen. Aus der Bundesliga reisen neben Lewandowski sicherlich auch noch andere Spieler mit: Lukasz Piszczek (Borussia Dortmund) und Bartosz Bereszynski (SC Freiburg) zum Beispiel.

Foto: Lukasz Fabianski/Weltmeister.de

Die Quoten für einen eventuellen Titelgewinn

Für Polen wird es in Russland wohl weniger darum gehen, den Titel zu holen – das ist bei realistischer Betrachtung so gut wie ausgeschlossen. Für die Mannschaft ist daher eher entscheidend, so weit wie möglich zu kommen, offiziell wird das Halbfinale angepeilt um so unter die besten vier zu kommen. Bei Bet365 steht die Quote für ein Ausscheiden nach der Gruppenphase bei 2,25 und für ein Ausscheiden im Achtelfinale bei 2,62 – der Bookie hält es somit für sehr wahrscheinlich, dass die Mannschaft zumindest das Viertelfinale erreichen kann. Für ein Ausscheiden im Viertelfinale steht die Quote bei 5,50 und für ein Ausscheiden im Halbfinale bei 34,00. Dass es Polen auf den Fußballthron schafft, steht bei Bet365 bei 41,00.

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