Peru zieht umstrittenen Gesetzesentwurf zurück, um WM-Teilnahme nicht zu gefährden

Peru konnte sich für die Fußball Weltmeisterschaft qualifizieren, indem sich die Mannschaft in den Playoffs gegen Neuseeland durchsetze. Doch in den vergangenen Tagen geisterte durch die spanische Medienwelt die Meldung, dass die Teilnahme der Südamerikaner gefährdet sei, da es ein Gesetzesvorhaben gebe, das den peruanischen Fußballverband unter die Kontrolle des staatlichen Sportinstitutes stellen sollte. Wie das Sportblatt „Libero“ berichtete, lässt der Weltverband FIFA jedoch nicht zu, dass staatliche Stellen sich in die Politik der nationalen Fußballverbände einmischen und so hätte Peru von der WM ausgeschlossen werden können. Damit hätte Chile und Italien, die ja die WM in Russland verpasst haben, unter Umständen noch die Möglichkeit einer zweiten Chance bekommen.

Foto: Imago/ITAR-TASS

Jetzt wird eine entschärfte Version zum Einsatz kommen

Doch jetzt ist das alles vom Tisch, denn Peru hat sich dazu durchgerungen, das Gesetzesvorhaben fallenzulassen. Die Parlamentarier in Lima haben am Donnerstag einen entsprechenden Entwurf zurückgezogen aus Angst, die Weltmeisterschaft könne ohne Peru stattfinden. Er wurde durch eine entschärfte Version ersetzt, gegen die die FIFA offenbar nichts einzuwenden haben dürfte. Die Eigenständigkeit des peruanischen Verbandes wird in dem aktuellen Entwurf eindeutig unterstrichen. Bereits am Dienstag hatte die Abgeordnete Paloma Noceda, von der die Initiative einst ausgegangen war, verkündet: „Wenn das Vorhaben unsere WM-Teilnahme gefährden könnte, ziehen wir es zurück. Dies ist nur ein Entwurf.“ Das unterstreicht den Stellenwert, den die Fußball Weltmeisterschaft im ganzen Land genießt. Für Peru ist es die erste Teilnahme an einer WM seit 36 Jahren.

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