Österreich bei der Ski WM 2017

Die Alpine Ski-Weltmeisterschaft 2017 wird vom 06. Februar bis zum 19. Februar 2017 im schweizerischen St. Moritz ausgetragen. St. Moritz ist bereits zum fünften Mal Austragungsort für eine Ski-WM. Bei der diesjährigen Ski-Weltmeisterschaft müssen die Männer und Frauen in den Disziplinen Abfahrt, Super-G, Riesenslalom, Slalom und Alpine Kombination starten, zusätzlich wird ein Mannschaftswettbewerb ausgetragen. An der Weltmeisterschaft nehmen ein Team der Damen und ein Team der Herren aus Österreich teil, doch die Österreicher zählen nicht zu den Favoriten. Bei der Alpinen Ski-Weltmeisterschaft 2015 gewannen einige österreichische Athleten eine Medaille, doch gelten sie bei der diesjährigen Weltmeisterschaft nicht als Favoriten.

Österreich – die Gewinner von der letzten Weltmeisterschaft

Österreich ist zwar eine Wintersport-Nation, doch hat es bei der diesjährigen Weltmeisterschaft nur wenige Chancen auf Edelmetall. Bei der Alpinen Ski-Weltmeisterschaft 2015, die in Beaver Creek in den USA stattfand, wurde Österreich sogar Erster, es war das Land mit den meisten Medaillen. Österreich holte insgesamt neun Medaillen, darunter fünfmal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze. Gold ging an

  • Österreich als Sieger im Mannschaftswettbewerb
  • Hannes Reichelt im Super-G
  • Marcel Hirscher in der Alpinen Kombination
  • Anna Fenninger im Super-G
  • Anna Fenninger im Riesenslalom

Silber holten Marcel Hirscher im Riesenslalom, Anna Fenninger in der Abfahrt und Nicole Hosp in der Alpinen Kombination, während Bronze an Michaela Kirchgasser in der Alpinen Kombination ging. Hoffnungsträger ist auch in diesem Jahr wieder Hannes Reichelt, er ist wieder mit dabei. Die anderen österreichischen Athleten Marcel Hirscher, Anna Fenninger und Nicole Hosp sind nicht unter den Hoffnungsträgern, sie sind entweder nicht mit dabei oder sind weit abgeschlagen, zumindest werden sie bei den Wettanbietern bei den Wetten auf die Weltmeisterschaft nicht berücksichtigt.

Hannes Reichelt – der Älteste im österreichischen Kader

Favorit im österreichischen Kader ist Hannes Reichelt, er ist bereits 36 Jahre alt und damit der älteste Teilnehmer im österreichischen Kader. Er hat bereits die meiste Erfahrung; als einziger Athlet im österreichischen Kader war er bereits 2003 in St. Moritz dabei. Der Vorteil liegt darin, dass er sich bereits in St. Moritz auskennt. Nicht nur 2015 gewann er Gold im Super-G, sondern bereits 2011 in Garmisch-Partenkirchen gewann er beim Super-G die Goldmedaille. Er musste 2003 in St. Moritz bei seinem Debüt im Super-G ausscheiden, er war für die Weltmeisterschaft 2005 in Bormio nicht nominiert, doch danach war er lückenlos dabei. Er ist nicht der einzige Athlet aus dem österreichischen Team, der die 30 bereits überschritten hat, doch ist er der Älteste. Im aktuellen Kader sind noch drei weitere Athleten älter als 30 Jahre:

  • Romed Baumann, 31 Jahre
  • Philipp Schörghofer, 34 Jahre
  • Michaela Kirchgasser, 31 Jahre

Hannes Reichelt überzeugt nicht nur mit seiner Leistung als Einzelner, da er Routinier ist, sondern er kann mit seinen Qualitäten als Teamplayer das gesamte Team bereichern und ihnen helfen, sich richtig einzubringen.

Österreich mit 16 Debütanten bei der Weltmeisterschaft

Im österreichischen Kader sind gleich 16 Debütanten, da drängt sich die Frage auf, wie die Chancen stehen und welche Leistung diese jungen Athleten erbringen. Die Älteren aus dem Kader, allen voran Hannes Reichelt, können den jungen Teilnehmern mit ihren Erfahrungen zur Seite stehen. Österreich nimmt mit 14 Damen und 13 Herren an der Weltmeisterschaft teil. Bei den Damen sind Anna Veith, Nicole Schmidhofer, Michaela Kirchgasser, Stephanie Brunner, Ricarda Haaser, Katharina Gallhuber, Mirjam Puchner, Rosina Schneeberger, Christine Scheyer, Ramona Siebenhofer, Bernadette Schild, Tamara Tippler, Stephanie Venier und Katharina Truppe im Kader. Anna Fenninger und Nicole Hosp, die Medaillengewinnerinnen der letzten Weltmeisterschaft, sind nicht im Kader. Besondere Hoffnung liegt auf Anna Veith, sie war bereits vor zwei Jahren dabei, doch war sie dann noch nicht unter den Besten. Auch Stephanie Venier gilt als eine der Hoffnungsträgerinnen, beide Frauen haben ihre Qualitäten im Super-G. Bei den Olympischen Spielen 2010 hatte Anna Veith noch Schwierigkeiten, doch vier Jahre später wurde sie Olympiasiegerin. Unter den Damen sind gleich zehn WM-Neulinge, einige von ihnen wurden nominiert, da verschiedene Favoritinnen von Verletzungen geplagt sind und nicht teilnehmen können. Bei den Herren stehen

  • Hannes Reichelt
  • Matthias Mayer
  • Philipp Schörghofer
  • Marcel Hirscher
  • Christian Hirschbühl
  • Romed Baumann
  • Vincent Kriechmayr
  • Marco Schwarz
  • Michael Matt
  • Manuel Feller
  • Frederic Berthold
  • Roland Leitinger
  • Max Franz

im Kader. Auch bei den Herren fehlen mit Slalom-Spezialist Marc Digruber und Routinier Klaus Kröll zwei wichtige Leistungsträger. Der österreichische Cheftrainer Andreas Puelacher spricht davon, dass die Einsetzbarkeit der Herren besser ist als die der Damen, denn unter den Herren sind mehrere Athleten, die in mehreren Disziplinen punkten.

Die Medaillenhoffnungen für Österreich bei den Damen

Peter Schröcksnadel, der ÖSV-Präsident, gibt die Hoffnung auf Edelmetall nicht auf, er ist optimistisch und denkt an sechs bis acht Medaillen, während Jürgen Kriechbaum, der Rennsportleiter der Damen, eher pessimistisch ist. Da bei den Damen einige Leistungsträgerinnen ausgefallen sind, konnten die Damen in diesem Weltcup-Winter erst vier Podestplätze erringen, einen Überraschungssieg erzielte Christine Scheyer, die auch bei der Weltmeisterschaft mit dabei ist. In Garmisch wurde Stephanie Venier Zweite im Super-G, während Anna Veith Dritte im Super-G in Cortina wurde. Auch Mirjam Puchner hat Chancen auf eine Medaille. Die Rede ist von einem anderen, eigenen Hang in St. Moritz, der nicht zu steil und daher nicht zu gefährlich ist und bei dem auch die Damen punkten könnten. Jürgen Kriechbaum sieht die Sache realistisch, er ist der Meinung, dass über Medaillen kaum zu reden ist, da das Team noch jung ist und auf den jungen Athletinnen enormer Druck lastet.

Hoffnungen bei den Herren

Mehr Hoffnung machen sich der österreichische Chef-Trainer und der ÖSV-Präsident bei den Herren, denn in der bisherigen Weltcup-Saison haben es Marcel Hirscher und die Teamkollegen bereits auf 21 Podestplätze gebracht. Bislang haben es die Herren in jeder Disziplin nach vorn geschafft, nur bei der Kombination klappte es nicht. Cheftrainer Andreas Puelacher ist der Meinung, dass die österreichischen Herren zum erweiterten Medaillenkreis gehören, daher ist es ihm wichtig, dass die Herren in jeder Disziplin eine Medaille holen. Als besondere Hoffnungsträger gelten Marcel Hirscher mit je zwei Riesentorläufen und zwei Slaloms sowie Hannes Reichelt und Max Franz mit jeweils einer Abfahrt. Auch Matthias Mayer ist unter den Favoriten mit einem Gewinn im Super-G. Sie alle haben die Chance auf eine Medaille. Ernsthafte Konkurrenz für Österreich, sowohl bei den Herren als auch bei den Damen, ist die Schweiz. Für die Damen ist die US-Amerikanerin Lindsay Vonn eine ernsthafte Konkurrenz.
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