Nordirland steht vor der ersten WM-Teilnahme seit 1986

Es war der wohl bedeutendste Erfolg für die nordirische Fußballnationalmannschaft überhaupt: 1982 konnte das Team Fußballgeschichte schreiben und WM-Gastgeber Spanien in der ersten Runde durch einen Treffer von Gerry Armstrong mit 1:0 bezwingen. Die Mannschaft kam danach sogar in die zweite Runde, was von Experten damals für so gut wie unmöglich gehalten wurde. Und jetzt stehen die Vorzeichen erneut auf eine WM-Teilnahme: Teamcoach Michael O’Neill steht mit der Mannschaft in der Qualifikationsgruppe C auf Rang zwei hinter Titelverteidiger Deutschland und hat beste Chancen, das Ticket nach Russland zu lösen. Als nächstes geht es gegen San Marino, immer noch ein Zwerg unter den Fußballnationen.

Foto: shutterstock/Stockillustrationsnummer: 617497100

Auch ohne große Stars erfolgreich unterwegs

In der Weltrangliste liegt Nordirland derzeit noch vor den Fußballnationen Nigeria, Tschechien und sogar den Niederlanden. In den vergangenen fünf Jahren konnte die Mannschaft sich in der Rangliste um mehr als 100 Plätze verbessern, und das obwohl Nordirland ohne Stars und bekannte Spieler auskommen muss. „Im Moment spielen nur fünf nordirische Nationalspieler in der englischen Premier League. So wenige Spieler in der höchsten englischen Spielklasse hatten wir glaube ich noch nie“, meint O’Neill. „Als ich noch aktiv war, lag diese Zahl meist deutlich höher. In unserem Kader stehen größtenteils Spieler aus der zweiten englischen Liga und der schottischen Premier League. Es spricht sehr für dieses Team und die mannschaftliche Geschlossenheit, dass wir uns unsere aktuelle Position erarbeiten konnten. Wir sind im Vergleich mit einigen Ländern hinter uns nur ein kleines Land mit wenigen Profispielern.“ Für die Partie gegen San Marino stapelt der Trainer allerdings seht tief: „Wir wissen, dass wir das Spiel gegen San Marino ernst nehmen müssen. Das kann durchaus ein unangenehmer Gegner sein, der uns das Leben ganz sicher nicht leicht machen wird“, so O’Neill. „Auswärts gegen San Marino und dann zu Hause gegen die Tschechische Republik – diese zwei Spiele sind ähnlich wie in der EM-Qualifikation, als wir auf die Färöer-Inseln fuhren und anschließend Ungarn zu Gast hatten. Die dabei gemachten Erfahrungen werden uns zugute kommen.“

Scroll to Top