Nordirland – Deutschland: Vorschau, Live im TV, Livestream & Aufstellungen

Am Donnerstag, den 5. Oktober, ist es soweit: Die deutsche Nationalmannschaft kann im Spiel gegen Nordirland alles klarmachen und das Ticket zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland vorzeitig lösen. Alles, was die Mannschaft hierfür braucht, ist ein Punkt. Ein Unentschieden würde also bereits reichen, doch natürlich geht niemand davon aus, dass Joachim Löw seine Jungs auf ein solches Ergebnis einschwört. Denn es soll ein souveräner Auftritt werden, eine Blamage wäre das letzte, was das Team jetzt gebrauchen kann. Trotz der Ausfälle von Timo Werner und Manuel Neuer wird der Coach eine schlagkräftige Truppe zusammenstellen können.

Nordirland: Will Grigg wird nicht im Kader stehen

Der Coach der nordirischen Nationalmannschaft, Michael O’Neill, wird am Donnerstag gegen den amtierenden Weltmeister auf den Kultstürmer Will Grigg verzichten. Dafür aber wird Gareth McAuley mit im Team sein. Der 37-jährige Routinier war zuletzt im Juni beim 1:0 Sieg gegen Aserbaidschan mit von der Partie, musste bei diesem Spiel allerdings bereits in der 25. Minute wegen muskulärer Probleme ausgewechselt werden. Danach fiel er gleich mehrere Monate komplett aus. Der Verteidiger ist nun aber wieder fit, dennoch ist seine Nominierung für die Nationalmannschaft für viele eher eine Überraschung. In der Liga bei West Bromwich Albion kam er in der laufenden Saison noch nicht zum Einsatz, lediglich für die Reserve hat er bisher spielen können. O’Neill berief auch zwei Neulinge in den 26-Mann Kader: George Saville vom FC Millwall und Jordan Jones vom FC Kilmarnock werden zumindest auf der Bank sitzen. Griggs, der Kultstürmer, der bei den Fans sogar mit einem eigenen Song bedacht wurde, musste zuletzt wegen einer Knieverletzung lange pausieren und fehlte bereits im September gegen San Marino und Tschechien. Der Trainer sieht seine Mannschaft gegen Deutschland in der Rolle des Außenseiters: „Deutschland hat die beste Mannschaft der Welt, es wird eine große Herausforderung“, so der 48-jährige, der aber dennoch auf den Heimvorteil hofft: „Wir haben hier zu Hause wunderbare Spiele erlebt, immer zu null gespielt. Wenn uns das auch gegen die Deutschen gelingt, würde das bedeuten, dass wir auf jeden Fall etwas mitnehmen.“ Mit einem Punkt wäre Nordirland schon so gut wie in den Playoffs. Wir gehen von folgender Aufstellung aus:

  • Tor: Michael McGovern (Norwich City)
  • Abwehr: Danny Lafferty (Sheffield United), Jonny Evans (West Brom), Gareth McAuley (West Brom), Aaron Hughes (Heart of Midlothian), Conor McLaughlin (FC Millwall)
  • Mittelfeld: Chris Brunt (West Brom), Steven Davis (FC Southampton), Stuart Dallas (Leeds United), Corry Evans (Blackburn Rovers)
  • Sturm: Conor Washington

Deutschland: Kein Risiko eingehen

Joachim Löw hat durch den Wegfall von Timo Werner ein kleines Problem im Sturm, aber wirklich nur ein kleines. Denn er hat immer noch zwei gute Optionen: Entweder er bring Sandro Wagner, den bulligen Mittelstürmer, um gegen die zweikampfstarken Iren zu bestehen, oder er baut auf Spielintelligenz und wird mit Lars Stindl und Thomas Müller für Gefahr vor dem Tor der Nordiren sorgen. Und mit Leroy Sané hat er noch eine weitere Option, der Youngster konnte zuletzt bei Manchester City überzeugen. In der Defensive wird es wohl in der Innenverteidigung mit Jerome Boateng und Mats Hummels ein bayrisches Duo geben. Allerdings sind auch diese beiden nicht fehlerfrei, wie wir zuletzt bei dem Spiel Hertha gegen Bayern beobachten konnten. Die deutsche Mannschaft wird sicherlich so spielen, dass ein frühes Tor möglich ist. Sicher ist auch, dass die Ballbesitzquote auf Seiten des Weltmeisters liegen wird, denn die Nordiren werden sich eher auf harte Zweikämpfe als auf Ballbesitz konzentrieren. Teammanager Oliver Bierhoff stimmte Mannschaft und Zuschauer am Dienstag bereits auf den Gegner ein: Die Mannschaft müsse sich „auf harten Kampf und einen hochmotivierten Gegner“ einstellen. „Vielleicht werden sie am Anfang versuchen, uns einzuschüchtern, da müssen wir gegenhalten“, sagte Bierhoff, der die DFB-Elf im Vorteil sieht: „Sie haben die qualitativen Mittel nicht, die unsere Spieler haben. Wenn wir konsequent unser Spiel durchziehen und unsere Qualitäten einbringen, bin ich guter Dinge. Wir wollen natürlich den letzten Schritt machen. Wir wollen die Qualifikation souverän beenden und zwei Siege einfahren.“ Zu den zahlreichen Ausfällen in der Mannschaft sagte er: „Die Monate Oktober und November sind immer schwer für uns. Deshalb sind wir dankbar, dass wir durch den Confed Cup gute Alternativen haben. Wir haben genug Spieler, die die Qualität haben, deshalb war es uns wichtiger, Spielern eine Pause zu geben, wenn sie im Aufbau waren wie Mario Götze zum Beispiel.“ Wir rechnen gegen Nordirland mit folgender Aufstellung:

  • Tor: Marc-André ter Stegen
  • Abwehr: Antonio Rüdiger, Mats Hummels, Jerome Boateng, Joshua Kimmich
  • Mittelfeld: Emre Can, Toni Kroos, Leon Goretzka
  • Sturm: Julian Draxler, Thomas Müller, Lars Stindl

So können wir uns das Spiel live anschauen

Grundsätzlich wird die Partie zwischen Nordirland und Deutschland im FreeTV übertragen. Grundsätzlich bedeutet allerdings auch, dass nicht alle Zuschauer in den Genuss kommen werden, das vorletzte Qualifikationsspiel des Weltmeisters live zu verfolgen. Denn der Sender RTL bietet nur noch die SD-Variante seines Programms kostenfrei an. Somit können zwar noch alle TV-Zuschauer, die über einen Satelliten Empfang verfügen, die Partie schauen, nicht aber Kabel-Kunden oder Fußball Fans, die über DVB-T 2 ihr Programm empfangen. In beiden Fällen ist eine Decoder Karte notwendig, die in jedem Fall kostenpflichtig ist. Auch im Internet bietet RTL keinen kostenfreien Stream an. Über Zattoo, Magine und TV Now kann über kostenpflichtige Pakete RTL gestreamt werden. Wer auf bewegte Bilder verzichtet, der kann sich die Partie im Radio anhören: hr info und MDR Aktuell übertragen das Spiel im Radio sowohl über UKW als auch über den Radiostream der entsprechenden Webseite.