Nike beendet wegen der US-Sanktionen über den Iran Lieferung von Fußballschuhen an dessen Nationalmannschaft

Foto: Iran Nationalammschaft/Imago/Seskim Photo

Der amerikanische Sportartikelhersteller Nike hat die Belieferung der Nationalmannschaft des Iran mit seinen Fußballschuhen eingestellt. Damit müssen die Spieler des Iran sich kurz vor Beginn der WM 2018 in Russland an andere Schuhe gewöhnen, oder sich diese auf anderem Weg selbst besorgen, um weiter in ihren gewohnten Schuhen spielen zu können. Anlass sind die von den USA erweiterten Sanktionen gegenüber dem Iran. Diese Sanktionen erlauben es Nike nicht mehr, Produkte in den Iran zu liefern. Das so kurz vor Beginn der WM nun auch die Sportartikel für die Nationalmannschaft dazugehören, mag Zufall sein. Angenehm ist es für die iranischen Spieler nicht.

Sanktionen in den letzten Wochen verschärft

Der Fußballverband des Iran forderte eine Erklärung. Zudem kontaktierte er die FIFA mit der Bitte darum, diese Angelegenheit sportlich und friedlich zu lösen. Eine Erklärung gab Nike tatsächlich ab, diese beinhaltete aber lediglich den Hinweis darauf, dass es Nike nicht mehr erlaubt sein, Sportartikel in den Iran zu liefern. An der Entstehung dieser Sanktionen sei man selbst nicht beteiligt, könnte diese aber auch nicht umgehen.

Die Spieler des Iran versuchen aktuell teilweise, über befreundete Mitspieler in ihren Vereinen an ihre jeweils bevorzugten Modelle von Nike zu gelangen. Andere gehen sogar dazu über, sich diese im Ausland auf privatem Wege zuzulegen. Offenbar ist eine Umgewöhnung so kurz vor Turnierbeginn das größere Problem, als eventuell privat in die Tasche zu greifen.

Schwierige Aufgaben in Gruppe B für den Iran

Und gutes Schuhwerk werden die Spieler des Iran in ihrer sehr anspruchsvollen Gruppe B unbedingt benötigen. Sie spielen dort zum Auftakt gegen Marokko. Im Anschluss aber gegen die beiden Vertreter der UEFA, mit dem amtierenden Europameister Portugal und dem Weltmeister von 2010, Spanien, hat man eine Gruppe vor der Brust, wie sie schwieriger kaum sein könnte.

Da kommt es natürlich äußerst ungelegen, dass man jetzt auch noch diesen Nebenschauplatz mit der Wahl des Schuhwerks erleben – und lösen muss.

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