Mutko tritt von seinem Posten als Chef des WM-Organisationskomitees zurück

Witali Mutko, russischer Vizeministerpräsident, hat seinen Rücktritt vom Posten des Cheforganisators der Fußball Weltmeisterschaft in Russland bekanntgegeben. Statt ihm soll nun der bisherige Generaldirektor Alexej Sorokin an die Spitze des Organisationskomitees aufrücken. Das meldete die staatliche Agentur R-Sport am Mittwoch. Bereits am Montag hatte Mutko auch die Leistung des russischen Fußballverbandes auf Eis gelegt. „Ich konzentriere mich auf meine Arbeit in der Regierung“, so Mutko. Dass das der wirkliche Grund ist, darf allerdings bezweifelt werden, denn das Internationale Olympische Komitee hat ihn vorher lebenslang für Olympia gesperrt – als Folge des Dopingskandals in Russland.

Foto: Witali Mutko/Imago/ITAR-TASS

Auch kein Leiter des russischen Fußballerbandes mehr

Mutko steht wegen des russischen Dopingskandals in der Kritik. Das Amt des Leiters des russischen Fußballverbandes hat er zunächst nur für sechs Monate niedergelegt, und damit bis nach der Fußball Weltmeisterschaft. Schon zu diesem Zeitpunkt hatte er einen Verzicht auf das Amt an der Spitze des WM-Komitees angedeutet. Er gab an, dass es nur logisch wäre, sich auf sein staatliches Amt zu konzentrieren und damit alle Ehrenämter abzugeben. Allerdings habe er selbst nicht zu bestimmen, wie es an der Spitze des Komitees weitergehe: „Das entscheiden das Staatsoberhaupt, der Regierungschef und der Aufsichtsrat.“

Druck auf FIFA wurde größer

Die FIFA hatte Mutko auch nach seinem Ausschluss durch das IOC zunächst unterstützt. Allerdings wurde der Druck immer größer, in Sachen Dopingskandal ein Zeichen zu setzen. Denn auch einige Fußballer, die bei der WM 2014 in Brasilien für Russland am Start waren, sollen angeblich von dem Dopingsystem profitiert haben. Das allerdings, wird von der russischen Politik zurückgewiesen, die von einem systematischen Staatsdoping nichts wissen möchte. Laut der russischen Staatsführung handelt es sich stets nur um Einzelfälle.

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