Mit 2,4 Millionen Euro wird der Nigeria die Qualifikation für die Weltmeisterschaft versüßt

Bei der Weltmeisterschaft 2014 war die Mannschaft Nigerias etwas unangenehm aufgefallen: Es ging um die Prämien- und Bonuszahlungen, welche die Spieler bekommen sollten. Da sich Spieler und Verband nicht einig wurden, griff die Mannschaft zum letzten Mittel: Streik. Das gleiche machten auch die Mannschaften aus Kamerun und Ghana. Am Ende war gar der nigerianische Sportminister eigens mit einem Charterflugzeug nach Brasilien gereist, um vier Millionen US-Dollar in bar unter den Spielern zu verteilen. „Das Bargeld war nur für die Gruppenphase herausgegeben worden, daher muss er mehr holen für die zweite Runde“, sagte damals ein offizieller Vertreter des Fußballverbandes.

Foto: Imago/ITAR-TASS

Rohr drängte auf eine schnelle Lösung

Dieses Mal allerdings sollte es schneller gehen. Wie ein Verbandssprecher am Mittwoch bekanntgab, wird die Mannschaft inklusive dem Trainerteam um den Deutschen Gernot Rohr, eine Prämie von 2,4 Millionen Dollar für das Erreichen der Endrunde in Russland bekommen. Damit kam der Verband jedem Streik zuvor, vor allem der Trainer drängte den Verband dazu, dieses Mal schnell eine Lösung herbeizuführen. „Das Thema Bonuszahlungen gehört immer wieder zu den typischen afrikanischen Problemen vor Weltmeisterschaften“, sagte der gebürtige Mannheimer, „aber solche Vorkommnisse stören unsere Vorbereitung. Ich habe den Offiziellen und den Verbands-Präsidenten gesagt, dass solche Unstimmigkeiten unter allen Umständen vermieden werden müssen.“

Nigeria setzte sich durch

Nigeria hatte sich in diesem Jahr erfolgreich durch die Qualifikation gespielt. In der Gruppe B konnte sich die Mannschaft erfolgreich gegen Sambia, Kamerun und Algerien durchsetzen und mit einem Vorsprung von sechs Punkten den Gruppensieg feiern.

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