Marokko bei der Fußball WM 2018

Die Nationalmannschaft Marokkos war insgesamt viermal bei einer Weltmeisterschaft dabei. Das beste Ergebnis erzielte sie bei der WM 1986 in Mexiko, hier konnte das Achtelfinale erreicht werden. Dort war dann gegen Deutschland Schluss. Die letzte Teilnahme gab es 1998 in Frankreich, dort scheiterte Marokko bereits in der Vorrunde. In Afrika gehört Marokko zu den weniger bekannten und erfolgreichen Fußballnationen. Zwar wurde das Land 1976 in Äthiopien Afrikameister, doch dieser Erfolg konnte bisher nicht wiederholt werden. Bei der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland erwischte die Mannschaft eine relativ einfache Gruppe und konnte sich dadurch erfolgreich das WM-Ticket sichern. Wir haben uns die Mannschaft genauer angeschaut, aber nicht nur den Kader. Wir werfen auch einen genaueren Blick auf die Qualifikation sowie die ersten Gruppengegner und die Chancen bei den Buchmachern, bei dieser WM etwas zu erreichen.

So lief für Marokko die Zeit der WM-Qualifikationen

Die marokkanische Mannschaft stieß in der zweiten Runde zur Qualifikation und musste zunächst zweimal gegen Äquatorialguinea antreten. Das erste Spiel konnte mit 2:0 zuhause gewonnen werden, doch schon beim zweiten Aufeinandertreffen kam es zu Problemen und Marokko wäre um ein Haar bereits sehr früh gescheitert. Am Ende reichte das 1:0 Äquatorialguinea aber nicht aus. In der dritten Runde, einer Gruppenphase, wurde Marokko in einer Gruppe mit der Elfenbeinküste, Gabun und Mali gewählt. Nur der Gruppenerste würde sich für die WM qualifizieren können. Eigentlich war die Elfenbeinküste gesetzt, doch allen Erwartungen zum Trotz konnten sich die Ivorer nicht durchsetzen. Marokko sicherte sich am Ende mit drei Siegen und drei Unentschieden die Reise nach Russland, die Elfenbeinküste musste zwei Niederlagen einstecken, was am Ende zu viel war. An den letzten beiden Spieltagen überzeugten die Marokkaner mit einem 3:0 gegen Gabun und einem letzten 2:0 Erfolg gegen die Elfenbeinküste. Bevor es richtig losgeht, steht für Marokko in diesem Jahr noch die Qualifikation für den Afrika-Cup auf dem Spielplan, gegen Malawi und die Komoren sollte es jedoch wenig Probleme geben.

Foto: Amine Harit/Imago/Picture Point LE

Marokko in der Gruppe B der Vorrunde bei der WM 2018

Marokko hatte bei der Auslosung für die Gruppenphase der Weltmeisterschaft, am 1. Dezember des vergangenen Jahres im Kreml, wenig Glück. Denn die Nordafrikaner befinden sich in der Gruppe B und müssen sich gegen starke Gegner durchsetzen:

  • Spanien
  • Portugal
  • Iran

Im ersten Gruppenspiel ist dabei wohl noch am meisten drin für Marokko, denn es geht gegen den Iran. Es wird das erste Mal sein, dass sich die beiden Mannschaften gegenüberstehen, auch die beiden Trainer, Hervé Renard für Marokko und Carlos Queiroz für den Iran, kennen sich nicht. Der Kader der Marokkaner gilt jedoch als der bessere, so dass ein Sieg der Nordafrikaner keine große Überraschung wäre. Danach geht es gegen den amtierenden Europameister Portugal mit Superstar Cristiano Ronaldo. Die beiden Nationen standen sich bisher genau einmal gegenüber. Das war am 11. Juni 1986 bei der Weltmeisterschaft in Mexiko und Marokko konnte souverän mit 3:1 gewinnen. Am Ende kam Marokko bis ins Achtelfinale. Das letzte Gruppenspiel bei dieser Weltmeisterschaft für Marokko wird das gegen Spanien sein. Auf dem Papier haben die Marokkaner nicht den Hauch einer Chance. Das letzte Mal standen sich die beiden Nationen im Jahr 1961 in der WM-Qualifikation gegenüber – es waren die Relegationsspiele. Spanien gewann mit 3:2 und 1:0. Die erste Partie gegen den Iran findet am 15. Juni statt, danach geht es am 20. Juni gegen Portugal. Am 25. Juni dann das letzte Gruppenspiel gegen Spanien.

Der Kader Marokkos: Einige mehr oder weniger bekannte Spieler

Bei der marokkanischen Nationalmannschaft wird es ein paar Spieler geben, die im In- und Ausland einigermaßen bekannt sind. Allen voran der Mannschaftskapitän Medhi Benatia. Der 30-jährige ehemalige Innenverteidiger spielte von 2014 bis 2016 beim FC Bayern München, wurde dann vom deutschen Rekordmeister erst an Juventus Turin ausgeliehen und dann verkauft. Ein weiteres, zumindest hierzulande, bekanntes Gesicht ist der 20-jährige Amine Harit, der sein Geld beim FC Schalke 04 verdient und dort im offensiven Mittelfeld eingesetzt wird. In der gleichen Position sind Hakim Ziyech (Ajax Amsterdam) und Sofiane Boufal (FC Southampton) anzutreffen. Der wichtigste Mittelstürmer dürfte Youssef El Arabi sein, der beim Al Duhail Sports Club in Katar spielt und bis 2016 insgesamt vier Jahre für den FC Granada aufgelaufen ist. Momoun Mahi vom FC Groningen sowie Nordin Amrabat von CD Leganés sind für die Außenpositionen gesetzt. Als Torhüter wird Bono vom FC Girona auf der Nummer eins sein, Ahmed Reda Tagnaouti (Ittihad Tanger) und Munir (CD Numancia) werden seiner Ersatzleute sein. Insgesamt besteht der Kader aus einigen fähigen Leuten, die allerdings von der Qualität her nicht mit den Spielern aus Portugal oder Spanien mithalten können.

Die Quoten für einen eventuellen Titelgewinn

Eine Wette auf den Weltmeistertitel wird bei Marokko aus offensichtlichen Gründen absolut keinen Sinn machen. Niemand, der auch ansatzweise etwas von Fußball versteht, würde eine solche Wette in Betracht ziehen. Die Quote für einen derartigen Wahnsinn lieg beim Anbieter Wetten.com bei 96,00 – also knapp vor dem dreistelligen Bereich. Durch die Gruppenkonstellation in der Vorrunde ist auch nicht damit zu rechnen, dass Marokko die Vorrunde überleben wird. Für „Marokko erreicht die K.O-Phase bekommen wir bei Wetten.com eine Quote von 1,12, für ein „Nein“ wohlgemerkt. Dass Marokko Gruppenletzter wird, glaubt der Bookie allerdings nicht, denn der Iran hat auf dem Papier die etwas schlechtere Mannschaft mit dabei. Somit bekommen wir für einen Tipp auf Marokko eine Quote von 2,25.

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