Marc-Andre ter Stegen arrangiert sich mit seiner Reservistenrolle – ist aber enttäuscht

Foto: Marc-Andre ter Stegen/Weltmeister.de

Marc-Andre ter Stegen, Torwart des FC Barcelona, muss sich in der Nationalmannschaft auch bei der Weltmeisterschaft 2018 hinter Manuel Neuer einreihen. Eine Situation, die der Weltklasse Torhüter bereits gut kennt. Er „respektiere und akzeptiere“ die Entscheidung des Bundestrainers, doch zufrieden kann er damit natürlich nicht sein. Daher ist es für ein auch „eine enttäuschende Situation“. Der Keeper verwies auf die vergangene Saison, in der er Leistungen „auf höchstem Niveau“ abgeliefert hätte, so ter Stegen während des DFB-Medientages in Südtirol. Aber: Er werde „zu zweihundert Prozent“ da sein und die Mannschaft unterstützen.

Er sei da, wenn er gebraucht werde

„Wenn ich gebraucht werde, werde ich da sein. Ich werde versuchen, im Training eine Stütze zu sein, wenn Manu Hilfe braucht“, so der 26-jährige, der im Gegensatz zu Neuer in der abgelaufenen Spielzeit insgesamt 48 Pflichtspiele für den FC Barcelona absolvierte und durch die glänzenden Leistungen während des Clasico gegen Real Madrid von der spanischen Presse zum „besten Torhüter der Welt“ auserkoren wurde.

Deutschland hat ein Torwart-Problem: Ein Luxusproblem

In der Nationalmannschaft setzt der Bundestrainer allerdings lieber auf den genesenen Manuel Neuer, auch, wenn Löw den zweiten Keeper in den höchsten Tönen lobt: „Er ist unheimlich gereift. Er wirkt stabil und klar und lässt sich auch durch den einen oder anderen Fehler nicht aus der Ruhe bringen.“ Nicht jede Mannschaft kann von sich behaupten, zwei Weltklassetorhüter während der Weltmeisterschaft zu haben. Sicherlich ist die Besetzung der Nummer eins ein klares Luxusproblem. Aber wer will Löw schon vorwerfen, statt ter Stegen den Weltmeister und vierfachen Welttorhüter des Jahres in den Kasten zu stellen?

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