Löw: „Wer zur WM will, muss gute Saison spielen“ – Konkurrenzkampf im DFB-Team befeuert

Joachim Löws Experiment, beim Confed Cup in Russland fast ausschließlich auf junge, unerfahrene Spieler aus der zweiten Reihe zu setzen, war ein voller Erfolg. Die DFB-Auswahl hat erstmals die ‚Mini-WM‘ gewonnen, wobei zahlreiche der getesteten Spieler auf ganzer Linie überzeugen konnten und sich große Hoffnungen auf einen Platz im deutschen WM-Kader im Sommer 2018 machen. Für die Kadernominierung hat der Bundestrainer eine klare Vorstellung.

WM-Platz: Löw setzt aufs Leistungsprinzip

In der Nationalmannschaft ist durch den positiven Verlauf des Confed Cups ein neuer, härterer Konkurrenzkampf entfacht, den der Bundestrainer zusätzlich befeuert. Auch die Etablierten müssen um ihr WM-Ticket zittern, da es nur wenige Gesetzte gibt und Löw darüber hinaus voll auf das Leistungsprinzip setzt. „Jeder weiß jetzt: Wer zur WM mitfahren will, muss eine sehr gute Saison spielen“, macht Löw unmissverständlich im Gespräch mit der ‚SportBild’klar. Dieser steht im Frühjahr nächsten Jahres vor der schweren Aufgabe, aus rund 50 Kandidaten die WM-Akteure herauszufiltern.

„Wir wollen nicht bequem werden. Wir wollen wieder Weltmeister werden“, betonte Löw. Beim Confed Cup hat die junge DFB-Auswahl vier ihrer fünf Spiele gewonnen und setzte sich im Finale mit 1:0 gegen Chile durch. „Diese Truppe besticht durch ein gutes Teamwork“, ließ Löw wissen.

Kein Freibrief für Weltmeister

Doch Teamwork allein reicht nicht aus. Denn im Kampf um einen der heiß begehrten Plätze im 23 Mann Kader werden nun auch die Ellbogen ausgefahren und jeder ist auf sich allein gestellt. Ein Freibrief für die Weltmeister von 2014 gibt es nicht, wie der Bundestrainer betonte: „Selbst die Weltmeister müssen sich dem Leistungsprinzip unterziehen. Nur wenn sie spüren, dass der interne Druck da ist, gehen sie permanent an die Leistungsgrenze.“ Und weiter: „Es ist nicht mehr 2014.“

Zudem macht Löw auch Spielern wie Mario Götze (Borussia Dortmund) oder Ilkay Gündogan (Manchester City) Mut, die zwar aufgrund ihrer langen Pausen etwas ins Hintertreffen geraten sind, aber immer noch auf der Liste stehen. „Ich schaue mir nun die anstehende Saison an und freue mich, dass wir beim Confed Cup viele Alternativen geschaffen haben.“

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