Japan bei der Fußball WM 2018

Es kann sicherlich nicht gesagt werden, dass es die japanische Nationalmannschaft nicht versucht hätte, bei einer Weltmeisterschaft dabei zu sein. Doch in den Qualifikationen seit 1954 scheiterte die Mannschaft immer wieder an besseren Mannschaften. Erst 1998, bei der Weltmeisterschaft in Frankreich, gelang die erste Teilnahme an einer Weltmeisterschaft überhaupt. Doch viel konnte hier nicht erreicht werden, die Mannschaft schied ohne Punkt bereits nach der Vorrunde aus. Besser wurde bei der Heim-WM 2002, als zumindest das Achtelfinale erreicht werden konnte. 2006 in Deutschland war aber wieder nach der Vorrunde Schluss, vier Jahre später in Südafrika ging es bis ins Achtelfinale. Bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien gab es unter dem Trainer Alberto Zaccheroni gegen die Elfenbeinküste, Griechenland und Kolumbien keinen einzigen Sieg, noch nicht einmal ein Unentschieden. Sang- und klanglos musste die japanische Mannschaft ohne einen Punkt die Heimreise antreten. Auch für die Weltmeisterschaft in Russland sind die Erwartungen nicht sonderlich hoch – dass es die Mannschaft in die K.O.-Runde schaffen kann, wird bereits bezweifelt.

Foto: Shinji Kagawa/Weltmeister.de

So lief für Japan die Zeit der WM-Qualifikationen

Bei der WM-Qualifikation spielte Japan in der gleichen Gruppe wie Australien, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, der Irak und Thailand. Gleich das erste Spiel gegen die VAE endete mit einer 1:2 Niederlage – doch danach berappelte sich die Mannschaft und spielte einen sehr erfolgreichen Wettbewerb. Es folgten Siegen gegen Thailand, den Irak, Saudi-Arabien und am Ende auch gegen die starken Australier, so dass die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Russland am vorletzten Spieltag mit einem 2:0 Sieg gegen Australien eingetütet werden konnte. Der letzte Spieltag gegen Saudi-Arabien endete mit einer 0:1 Niederlage, was an dem Erfolg aber nichts mehr ändern konnte.

Japan in der Gruppe H der Vorrunde bei der WM 2018

Für Japan war es schon vor der Auslosung der Gruppenphase klar, dass es sehr schwer werden wird, überhaupt bis in die K.O.-Phase zu kommen. Und so wird es wohl auch in Russland kommen, denn die Gegner sind für Japan alle drei nicht einfach. Hier die zugelosten Mannschaften in der Gruppe H:

  • Polen
  • Kolumbien
  • Senegal

Das erste Spiel der japanischen Mannschaft wird gegen Kolumbien stattfinden. Die Südamerikaner ins in der Gruppe der Favorit auf den Gruppensieg, was schon mal ein schweres Spiel für Japan bedeuten wird. Dreimal standen sich die beiden Nationalteams bisher gegenüber, dreimal schafften es die Asiaten nicht, sich durchzusetzen: Zwei Siege für Kolumbien bei Pflichtspielen, ein Unentschieden bei einem Testspiel. Das sind keine guten Voraussetzungen für die japanische Mannschaft. Als nächstes steht das Duell gegen den Senegal auf dem Programm. Auch gegen die Afrikaner sind die Japaner klarer Außenseiter ohne eine wirkliche Chance auf einen Sieg. Zweimal standen sich die beiden Mannschaften bisher gegenüber, in beiden Fällen handelte es sich um Freundschaftsspiele: Am 4. Oktober 2001 verlor Japan mit 0:2, am 10. September 2003 mit 0:1. Auch in Russland erwartet niemand ein anderes Ergebnis. Das letzte Duell findet gegen Polen statt. Gegen die Osteuropäer gab es ebenfalls bisher nur zwei Freundschaftsspiele. Beide konnte Japan für sich entscheiden: 1996 gewann Japan mit 5:0 und 2002 mit 2:0. Inzwischen hat sich die Lage allerdings drastisch verändert, denn Japan gilt Anno 2018 sicherlich nicht als Favorit in einem Duell gegen Polen. Wir fassen zusammen: Am 19. Juni findet das erste Gruppenspiel für Japan gegen Kolumbien statt, am 24. Juni folgt die Partie gegen den Senegal. Schließlich gibt es am 28. Juni das Spiel gegen Polen.

Foto: Yoshinori Muto/Weltmeister.de

Der Kader Japans: Nur sehr wenige bekannte Spieler

Aus Japan kommen nur sehr wenige, über die Landesgrenzen hinaus bekannte, Spieler. Einer von ihnen, der auch in Deutschland einen hohen Bekanntheitsgrad hat, ist Shinji Kagawa. Der 28-jährige steht bei Borussia Dortmund unter Vertrag und gilt in Japan als einer der besten Spieler überhaupt. Der 31-jährige Mittelstürmer Shinji Koazaki ist ebenfalls kein Unbekannter mehr, steht bei Leicester City unter Vertrag. Beim FC Southampton spielt Innenverteidiger Maya Yoshida und in Belgien bei KAA Gent Yuya Kubo, seines Zeichens Mittelstürmer. Offensiv geht es weiter mit Yuya Osako vom 1. FC Köln und Yoshinori Muto vom 1. FSV Mainz 05 – womit die Bundesliga bereits dreimal in der Nationalmannschaft Japans vertreten ist. Die Nummer vier wäre Gotoku Sakai, Rechtsverteidiger vom Hamburger SV. Der 28-jährige Mittelfeldspieler Hiroshi Kiyotakeist in Deutschland ebenfalls nicht unbekannt. Von 2014 bis 2016 spielte bei Hannover 96, wechselte dann zum FC Sevilla und im Winter 2017 wieder zurück in seine Heimat zu Cerezo Osaka. Einer der bekanntesten Spieler ist Keisuke Honda, der allerdings seinen Zenit schon überschritten hat. Er war von 2014 bis 2017 beim AC Mailand aktiv und spielt seit Sommer des vergangenen Jahres in Mexiko bei CF Pachuca. Trainer der japanischen Nationalmannschaft ist der Bosnier Vahid Halilhodzic. Der 65-jährige ist seit 2015 für die Mannschaft verantwortlich, brachte sie also auch durch die Qualifikation und war zuvor Cheftrainer unter anderem bei Trabzonspor, Dinamo Zagreb und Paris Saint-Germain.

Die Quoten für einen eventuellen Titelgewinn

Dass die japanische Nationalmannschaft am Ende des Turniers den Pokal in die Höhe stemmen wird, gilt als ausgeschlossen. Die Quote hierfür liegt beim Anbieter 10Bet bei 201,00 und ist damit genau so hoch wie für Peru, Nigeria und Ägypten. Dass Japan es als Gruppensieger in die K.O.-Runde schafft gilt ebenso als unwahrscheinlich: Die Quote für den Gruppensieg liegt bei 8,00 – Kolumbien gilt hier als sicherer Kandidat für das Weiterkommen. Es gibt bei 10Bet aber auch eine Wette darauf, wer in der Gruppe H Letzter wird: Hier gibt es für Japan eine Quote von 2,50.