Iranische Nationalelf trennt sich von Kapitän

Die iranische Fußball-Nationalmannschaft fährt ohne ihren Kapitän Massoud Schojaei und ohne dessen Stellvertreter Ehsan Hajsafi zur Weltmeisterschaft 2018 nach Russland. Die beiden Spieler erhielten eine Sperre, der Grund dafür ist ein Spiel gegen eine Mannschaft aus Israel.

Spiel gegen israelische Mannschaft wird Kapitän und Stellvertreter zum Verhängnis

Der Kapitän der iranischen Fußball-Nationalmannschaft und dessen Stellvertreter wurden aus dem Team ausgeschlossen, sie sind auch bei der Weltmeisterschaft 2018 nicht dabei. Massoud Schojaei und Ehsan Hajsafi hatten zuvor mit ihrem Verein, bei dem sie unter Vertrag stehen, gegen eine Mannschaft aus Israel gespielt. Schojaei war beim UD Las Palmas verpflichtet, einem Verein der spanischen La Liga, und spielt jetzt beim griechischen Erstligisten Panionios Athen. Hajsafi spielte bis zum Ende der Saison 2016/17 beim Sepahan FC und ist seit Beginn der neuen Saison ebenfalls bei Panionios Athen verpflichtet. Mohamed Resa Dawarsani, der iranische Vizesportminister, sagte, dass die beiden Spieler damit die rote Linie überschritten hätten. Das iranische Sportministerium misst den Werten des Volkes und den Rechten der Palästinenser einen höheren Stellenwert bei und ist der Meinung, dass die Spieler, die in der Nationalmannschaft verpflichtet sind, dies zum Ausdruck bringen müssten. Die Pflichten der Spieler in ihren Vereinen sind dabei von untergeordneter Bedeutung.

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Verbot für iranische Sportler, gegen israelische Konkurrenz anzutreten

Seit über 38 Jahren ist es Sportlern aus dem Iran verboten, gegen Konkurrenten aus Israel anzutreten; der Kapitän der iranischen Nationalmannschaft und sein Stellvertreter haben gegen dieses Verbot verstoßen. Mit ihrem Verein Panionios Athen spielten beide in der vergangenen Woche im Rahmen der Qualifikation für die Europa League gegen den israelischen Verein Maccabi Tel Aviv.

Konsequenzen bei der Fifa befürchtet

Israelische Fans fürchten mit dem Ausschluss von

  • Kapitän Massoud Schojaei
  • Stellvertreter Ehsan Hajsafi

Konsequenzen für den Iran beim Weltfußballverband Fifa. Sie rechnen sogar damit, dass der Ausschluss der beiden Spieler aus der Nationalmannschaft die Disqualifikation des Irans für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im nächsten Jahr in Russland nach sich ziehen könnte.

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