Iran als 3. Team für die WM 2018 in Russland qualifiziert

Die Schatten, die das WM-Turnier 2018 in Russland vorauswirft, werden kürzer. Das Turnier rückt immer näher, schon jetzt qualifizieren sich immer mehr Teams neben Ausrichter Russland direkt für die WM, die erstmals in Russland ausgetragen werden wird. Drittes Land neben Ausrichter Russland und Brasilien in der Qualifikation in Südamerika ist seit vorgestern der Iran.

Mit 2:0 gewann man zu Hause gegen Uskbekistan, ist damit sicher für die WM qualifiziert. Serdar Azmoun (23.) und Mehdi Taremi (88.) erzielten die Treffer für das Heimteam beim Spiel in Teheran. „Team Melli“, wie der Spitzname des Teams lautet, ist damit zum 5. Mal nach 1978, 1998, 2006 und 2014 beim Endturnier einer WM dabei. Bislang kam man dort nie über die erste Runde hinaus, der bislang einzige Sieg gelang 1998 in Frankreich mit 2:1 über die USA.

Foto: mooinblack / Shutterstock.com

Souverän und ohne Gegentor bislang

Dass der Iran somit nicht gerade zu den Favoriten bei der WM 2018 zählen wird, hielt die Fans im ganzen Land natürlich nicht davon ab, diese frühzeitige Qualifikation ausgiebig zu feiern. Schon die erste Gruppenphase hatte der Iran mit 20 Punkten aus den 8 Spielen gegen diese Länder für sich entscheiden können:

  • Oman
  • Turkmenistan
  • Guam
  • Indien

In der zweiten Gruppenphase spielt(e) man jetzt in einer Gruppe gegen diese Länder:

  • Südkorea
  • Usbekistan
  • Syrien
  • China
  • Katar

Der Iran liegt mit 20 Punkten vor Südkorea mit 13, Usbekistan mit 12 und Syrien mit 8 soweit vorne, dass er nicht mehr von Rang 2 verdrängt werden kann, der neben Rang 1 die direkte Qualifikation für Russland bedeutet.

Nur wenige Legionäre, trotzdem erfolgreich

Durchaus bemerkenswert: mit 8:0 Toren nach 8 Spielen steht das Team Melli noch gänzlich ohne Gegentor da. 6 der 8 Spiele gewann man, nur in China und in Syrien spielte man jeweils 0:0.

Bemerkenswert ist dieses sehr gute Auftreten auch deshalb, da anders als in früheren Zeiten kaum Legionäre aus europäischen Ligen im Kader der Iraner stehen. Aus der Bundesliga wurde Ashkan Dejagah vom VfL Wolfsburg eingewechselt, ansonsten spielen noch einige Spieler in Russland, Serbien und Holland, dort aber nicht bei den Topclubs.

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Gruppensieg in der WM-Qualifikation in Asien winkt

In den beiden noch ausstehenden Partien in Südkorea und zu Hause gegen Syrien kann sich der Iran jetzt noch den Gruppensieg sichern. Zudem würde man gerne als erstes Team in der asiatischen WM-Qualifikation die gesamte zweite Gruppenphase ohne Gegentor überstehen. Das könnte in Südkorea – zumal nach bereits erfolgter Qualifikation und damit ein bisschen weniger Motivation – aber schwierig werden.

Das war den Fans und Spielern im Iran aber in den Stunden nach dem Sieg egal. Ausgiebig wurde in Teheran und im ganzen Land gefeiert. Der Stab um Irans Trainer Carlos Queiroz aus Portugal darf sich jetzt schon damit beschäftigen, ein Quartier und ein schlagkräftiges Team für die WM 2018 zu finden.

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