Gianni Infantino zu sehr Kumpel, wenn es um Russland geht?

Immer wieder wird der Sport auch für die Politik missbraucht. Das war schon immer so und viele Ereignisse in der Historie unterstützen diese These. So ist es auch kaum verwunderlich, dass die bevorstehende Fußball Weltmeisterschaft in Russland immer wieder Ziel von Attacken wird und die Verantwortlichen, egal aus welchen Gründen, immer wieder versuchen, die WM für Intrigen zu nutzen. So auch der frühere FIFA-Funktionär Miguel Poiares Maduro, der eine Rede am Mittwoch vor dem Kultur-, Medien- und Sportkomitee des britischen Unterhauses nutzte, um seinen Unmut über den FIFA Präsidenten Gianno Infantino kundzutun.

Foto: Imago/Golovanov + Kivrin

Infantino: Keine Beweise gegen Mutko bezüglich des Doping Skandals in Russland

Maduro warf Infantini konkret vor, dem umstrittenen russischen Minister und Fußballfunktionär Witali Mutko zu nahe zu stehen. Laut Maduro hatte Infantini „ein ungutes Gefühl“ als es darum ging, Mutko nicht wieder in die Governance-Kommission des Weltverbandes zu integrieren. Der Grund, den der Portugiese hatte, war aber keineswegs die mögliche Verwicklung des Russen in den Doping-Skandal, sondern eher die Tatsache, dass dieser eine herausgehobene Stellung innerhalb der russischen Regierung hat. Infantino hätte Maduro außerdem vor möglichen Auswirkungen auf die WM 2018 gewarnt, wenn Mutko ausgeschlossen wird. Maduro selbst indes wurde im Mai nicht wieder als Vorsitzender der Governance-Kommission der FIFA vorgeschlagen. „Es gibt in der Organisation eine Kultur, die extrem resistent gegen Verantwortung ist”, sagte er. Infantino habe sich entschieden, lieber “politisch zu überleben” als unabhängige Institutionen zu schützen, kritisierte Maduro. Laut Infantino gebe es keine Beweise dafür, dass Mutko etwas mit dem Doping Skandal in Russland zu tun habe.

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