Gernot Rohr: Von Nigeria wird der WM-Titel erwartet

Foto: Gernot Rohr/Imago/Newspix

Es ist seit Jahren Gang und Gäbe, dass Trainer aus anderen Ländern die Nationalmannschaften trainieren. Deutschland bildet dabei eine Ausnahme: Noch nie war ein Nicht-Deutscher Chefcoach bei der DFB-Auswahl. Besonders aber bei kleineren Fußballnationen sind Trainer aus anderen Ländern durchaus üblich. So auch bei Nigeria: Gernot Rohr ist dort für die Übungsleitung verantwortlich, und damit auch für eine erfolgreiche Weltmeisterschaft der Afrikaner. In einem Interview mit der „Welt“ stand er Rede und Antwort, was die Erwartungen an die Mannschaft betrifft, die in der Gruppenphase gegen Argentinien, Kroatien und Island antreten wird.

Rohr ist froh, wenn er die Gruppenphase übersteht

Rohr betont, dass es der ausdrückliche Wunsch des nigerianischen Staatspräsidenten ist, dass Nigeria in diesem Jahr den Titel holt: „Er meinte, wenn man einen Sohn hat, wolle man doch auch, dass er der Beste ist“, so Rohr, der aber gleich danach anmerkt: „Aber man sollte die Worte in Afrika nicht immer ganz so ernst nehmen. Hier sind die Menschen manchmal überschwänglich. Von diesem Kontinent ist noch nie jemand bis ins Halbfinale gekommen. Natürlich wollen wir so weit kommen wie möglich, aber letztlich sind wir in der Fifa-Weltrangliste auf Platz 47, da ist der Titel nicht die Mission. Unser erstes Ziel ist es, aus dieser schweren Gruppe mit Argentinien, Kroatien und Island herauszukommen. Das wäre schon ein wunderbarer Erfolg.“

Prämienzahlungen dieses Mal im Vorfeld sichergestellt

Während der Weltmeisterschaft 2014, in der es Nigeria bis ins Achtelfinale schaffte, gab es Probleme mit den Prämienzahlungen an die Spieler, so dass einige sogar in den Trainingsstreik gingen. So etwas wird es dieses Mal allerdings nicht geben, so Rohr: „Diesmal haben wir im Vorfeld sichergestellt, dass es da zu keinen Problemen kommt. In der Theorie ist alles geregelt, was wann ausgezahlt werden soll. Der Spielerrat, das Trainerteam und der Verband haben sich geeinigt. Kommunikation ist alles, man muss den Spielern zuhören.“

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