Fußball WM 2018 ohne Favorit Spanien?

Spanien zählt bei der Fußball WM 2018 in Russland zusammen mit Deutschland und Brasilien zu den Topfavoriten auf den WM-Titel. Doch im schlimmsten Falle droht dem spanischen Verband nun sogar die Zuschauerrolle. Denn FIFA und UEFA überprüfen derzeit, ob sich die Politik in die Belange des spanischen Fußballs eingemischt hat.

FIFA und UEFA untersuchen politische Einflussnahme in Spanien

Die Regeln des Fußball-Weltverbandes FIFA sind eindeutig. Die jeweiligen Landesverbände sollen unabhängig von nationaler politischer Einflussnahme handeln können. Genau dagegen nun könnte Spanien verstoßen haben. Zumindest wirft die FIFA das nun dem spanischen Verband RFEF vor. Demnach ist der Verband nicht frei von staatlichen Einmischungen in interne Verbandsangelegenheiten. Eine Delegation der FIFA und eine der UEFA werden nun nach Madrid entsandt, um diesen Vorwürfen nachzugehen. Die Zeitung El Pais aus Spanien spekuliert nun sogar damit, dass Spanien von der WM-Endrunde 2018 ausgeschlossen werden könnte. Hierfür bestehe eine ernstes Risiko.

Politische Forderung nach Neuwahlen beim spanischen Verband im Fokus der Ermittlungen

Dies alles steht in Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre um den ehemaligen Verbandspräsidenten Angel Maria Villar. Dieser soll bekanntlich kräftig die Hand aufgehalten haben. In diesem Zusammenhang hatte der Oberste Nationale Sportrat – eine politische Instanz – auf Neuwahlen beim RFEF gedrängt. Hier kann durchaus von einer politischen Einmischung ausgegangen werden. In Spanien werden die Vorwürfe runtergespielt. Der spanische Verband erklärte bereits, dass der neue RFEF-Präsident Juan Luis Larrea bei der WM-Auslosung in Moskau mit FIFA und UEFA darüber gesprochen habe. Man hoffe auf ein baldiges Ende der Untersuchungen, hieß es weiter. Nachrücker bei einem eventuellen Ausschluss der Iberer wäre übrigens Italien als Weltranglistenhöchster Nicht-Teilnehmer.

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