Fußball WM 2018: Gastgeber Russland bereitete offenbar umfangreiches Dopingprogramm vor

Brisantes berichtete nun der Spiegel rund um die Fußball WM 2018 in Russland. Denn der Gastgeber soll sich in Sachen Doping bereits bestens vorbereitet haben. Grigorij Rodtschenkow sollte nämlich mit seinem Doping dafür sorgen, dass die russischen Spieler bei der Heim-WM „topfit“ sind. Rodtschenkows Doping verhalf bekanntlich schon hunderten russischen Sportlern zur Medaillen bei Olympischen Spielen.

Russland vergab Doping-Auftrag an Rodtschenkow für WM 2018

Der Spiegel berichtet nun in seiner aktuellen Printausgabe, dass die russische Regierung dem Chemiker bereits einen klaren Auftrag für 2018 erteilt haben soll. Rodtschenkow sollte mit einem Dopingprogramm dafür sorgen, dass Russland bei der WM 2018 im eigenen Land „topfit“ ist. Der Chemiker leitete von 2005 bis 2015 offiziell das Anti-Doping-Labor in Moskau, war aber hauptsächlich damit beschäftigt, das staatliche geförderte russische Dopingsystem zu organisieren. Beispielsweise manipulierte er bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi die Urinproben russischer Sportler, wie er selbst berichtete. Nachdem sein Vorgehen 2015 aufflog, flüchtete er in die USA, wo er seither untergetaucht ist. Aktuell befindet sich Rodtschenkow in US-Schutzhaft.

Foto: imago/Golovanov/Kivrin

Fluchthelfer und Filmemacher Fogel berichtet über den russischen Auftrag

Der Spiegel zitierte nun den amerikanischen Filmemacher Bryan Fogel, der Rodtschenkow zur Flucht in die USA verhalt. Dieser sagte dem Nachrichtenmagazin:

„Nach Sotschi hatte er den Auftrag, das Dopingprogramm für die Fußball-WM 2018 in Russland auszuarbeiten. Grigorij war schon mitten in den Vorbereitungen dafür, als alles aufflog.“

Demnach sollte der Betrug so ähnlich ablaufen wie in Sotschi, als Rodtschenkow seinen Erzählungen zufolge mutmaßlich positive Urinproben von russischen Sportlern nachts im Dopingkontrolllabor gegen „sauberen“ Urin ausgetauscht. Diese Schilderungen wurden von Ermittlungen der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) bestätigt. So sollen über 1.000 Sportler vom Staatsdoping in Russland profitiert haben.

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