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Fußball WM 2018: Deutschland gegen Mexiko 17.06.2018

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich vorgenommen, bei der Fußball Weltmeisterschaft 2018 den Titel von 2014 erfolgreich zu verteidigen. Den ersten Schritt dahin ist das erste Gruppenspiel am 17. Juni gegen Mexiko. Gespielt wird Olympiastadion Luzhniki in Moskau, der Anstoß ist für 17:00 festgelegt worden. Es ist nicht das erste Mal, dass sich die beiden Nationalmannschaften gegenüberstehen, zuletzt war das im vergangen Jahr im Halbfinale des Konföderationen Pokals der Fall. Damals konnte Deutschland souverän mit 4:1 gewinnen. Wenn es dieses Mal ebenso deutlich läuft, dann hat „Die Mannschaft“ eine sehr wichtige Hürde im Rennen um das Achtelfinale nehmen können. Die Mexikaner haben ebenfalls das Ziel, das Achtelfinale zu erreichen und werden alle Hebel in Bewegung setzen, um dem Titelverteidiger schon in seinem ersten Gruppenspiel einen Dämpfer zu verpassen. Übrigens war das Halbfinale des Confed Cups das erste Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften, seitdem Joachim Löw Trainer der DFB-Auswahl ist – und er trainiert die deutsche Mannschaft bereits seit Juli 2006.

Deutschland gegen Mexiko am 17.06.2018

  • Spiel Deutschland gegen Mexiko
  • Gruppe: F
  • Spieltag: 1
  • Datum: 17. Juni 2018
  • Uhrzeit: 17:00 Uhr deutscher Zeit (18:00 Uhr russischer Zeit)
  • Spielort: Luzhniki Olympiastadion, Moskau
  • Schiedsrichter:
  • Schiedsrichterassistenten:

Das erste Spiel in der Gruppe F wird also um 17:00 Uhr deutscher Zeit im Olympiastadion in Moskau angepfiffen. Die Spielstätte hat bereits eine große Geschichte hinter sich. Für die Olympischen Sommerspiele 1980 wurde das Stadion ausgebaut und die Kapazität auf 103.000 Plätze erhöht. Zwei Jahre später gab es einen tragischen Unfall, als mindestens 66 Menschen beim UEFA Cup Spiel zwischen Spartak Moskau und dem HFC Haarlem aus Israel ums Leben gekommen sind. Die Zahl 66 ist die offizielle Zahl – es sind aber anderen Quellen nach bis zu 340 Menschen bei einer Massenpanik gestorben. 1989 schrieb das Stadion wieder positive Geschichte: Beim Moscow Music Peace Festival spielten zwei Tage lang Rock Bands aus aller Welt wie Bon Jovi, Black Sabbath oder die Scorpions für den Weltfrieden. Die letzte Renovierung fand zwischen 2014 und 2017 statt, jetzt sind alle Plätze überdacht und das Stadion bietet Platz für 81.000 Zuschauer. Das letzte große Fußballereignis war das Finale der UEFA Champions League 2008.

Foto: Deutschland Nationalmannschaft/Imago/Kolvenbach

Deutschland: Titelverteidigung ist das große Ziel

Der Weltranglistenerste, Deutschland, will bei der Weltmeisterschaft in Russland etwas schaffen, was zuvor noch keine Nationalmannschaft erreicht hat: Die Titelverteidigung. Der Weltmeister von 2014 nahm bisher an 18 Weltmeisterschaften teil und schaffte es dabei 13-mal ins Halbfinale – das ist Rekord. Im Finale stand die DFB-Auswahl, womit die Hälfte aller Endspiele gewonnen werden konnte: 1954 in der Schweiz, 1974 im eigenen Land, 1990 in Italien und 2014 in Brasilien. Das erste Mal dabei war Deutschland im Jahr 1934. Der Trainer der Nationalmannschaft ist Joachim Löw. Er ist seit 2006 in dieser Position und war zuvor unter Jürgen Klinsmann bereits als Assistenztrainer dabei. Er kann sich den WM-Titel 2014 auf die Fahnen schreiben und sicherte sich mit einer sehr jungen Mannschaft im vergangenen Jahr den Confed-Cup. Einer der vielen Stars in der Mannschaft ist Toni Kroos, einer der besten Mittelfeldspieler seiner Generation. Er spielt sowohl in der Nationalmannschaft als auch bei Real Madrid eine tragende Rolle im Team und war auch bei der Weltmeisterschaft vor vier Jahren bereits mit dabei. Die UEFA Champions League konnte er sowohl mit dem FC Bayern München, als auch mit den Königlichen gewinnen.
Deutschland hatte überhaupt keine Schwierigkeiten, die WM-Qualifikation hinter sich zu bringen. Nach einer eher enttäuschenden Europameisterschaft in Frankreich lieferte die Mannschaft in den ersten vier Partien gegen Norwegen, Tschechien, Nordirland und San Marino souveräne Vorstellungen, ohne dabei auch nur ein Gegentor zu kassieren. Beim 4:1 gegen Aserbaidschan gab es dann jedoch den ersten Gegentreffer des Wettbewerbs, dem noch drei weitere folgen sollten (gegen Tschechien, Nordirland und nochmal gegen Aserbaidschan). Schließlich wurde der Weltmeister aber mit zehn Siegen aus zehn Spielen und 43:4 Toren mit großem Abstand vor Nordirland Gruppenerster und qualifizierte sich für die Weltmeisterschaft in Russland. Zwischendurch wurde die Mannschaft noch Confed-Cup Sieger und setzte sich im WM-Vorbereitungsturnier im Finale mit 1:0 gegen die erfahrenen Chilenen durch – die bei dieser Weltmeisterschaft fehlen werden.
In diesem Jahr stehen noch einige Testspiele auf dem Programm und Joachim Löw schreckt dabei nicht vor großen Namen zurück: Sowohl gegen Spanien und Brasilien als auch gegen Österreich und Saudi-Arabien wird es in diesem Jahr noch Testspiele geben.

„Spanien und Brasilien sind für uns willkommene Härtetests auf Augenhöhe und genau die richtigen Gradmesser. In diesen Spielen geht es mir dennoch gar nicht um die Ergebnisse, die außer Prestige nichts wert sind. Ich möchte sehen, mit welcher Leidenschaft wir zu Werke gehen, wie unsere Vorgaben umgesetzt werden. Ich werde sicher auch das ein oder andere ausprobieren. Ich habe großen Respekt vor beiden Mannschaften, die ich im Vergleich zu 2014 wesentlich stärker einschätze. Sowohl Spanien als auch Brasilien können im Sommer in Russland den Titel holen“

, so der Coach über die ersten beiden Gegner. Der Kader, der für die ersten Testspiele nominiert wurde, ist mit 26 Spielern noch ziemlich groß, mit dabei sind acht Weltmeister und 17 Confed-Cup-Sieger: „Wir wollen zu Beginn des WM-Jahres bewusst einen größeren Spielerkreis dabei haben. Wichtig ist uns, in dieser Phase konzentriert mit den Spielern zu arbeiten und auch in Ruhe Gespräche mit ihnen zu führen. Natürlich wissen wir, dass nun die entscheidenden Wochen mit den Klubs anstehen. Das hat aktuell Priorität für sie. Umso wichtiger ist, dass sie wissen, worauf es uns ankommt, bevor wir das endgültige WM-Aufgebot benennen. Für uns stehen Erfolg und Leistung über allem, wir wollen sehen und spüren, dass die Spieler diesen Zielen alles unterordnen und dafür alles geben. Wenn wir in Russland wieder erfolgreich sein wollen, müssen wir zuallererst wieder diesen bedingungslosen Hunger auf Erfolg haben.“

Mexiko: Das Ziel ist klar das Achtelfinale

Eine Weltmeisterschaft ohne den Weltranglisten 16. hat Seltenheitswert. Seit der ersten Teilnahme 1930 war die Mannschaft schon 15-mal mit dabei, allerdings reichte es bislang nie für den ganz großen Wurf. Die besten Ergebnisse feierten die Mexikaner 1970 und 1986 mit dem Erreichen des Viertelfinales. Der jetzige Trainer der Mannschaft ist Juan Carlos Osorio, der bereits Trainer verschiedener Klubs war und besonders mit Atlético Macional große Erfolge feiern konnte, bevor er 2015 zum Nationaltrainer ernannt wurde. Der Kolumbianer konnte die Mannschaft mit Erfolg durch die WM-Qualifikation bringen und konnte sich das Ticket bereits drei Spieltage vor dem Ende des Wettbewerbs sichern. Der große Star der Mannschaft ist Javier Hernández, genannt Chicharito, der in der Bundesliga bei Bayer 04 Leverkusen auf Torejagd gegangen ist. Er war bereits bei den Weltmeisterschaften 2010 in Südafrika und 2014 in Brasilien mit dabei in kommt auf drei WM-Tore für Mexiko. Mit Real Madrid wurde er 2014 immerhin Klub-Weltmeister.
Die mexikanische Nationalmannschaft musste, wie in Nord- und Mittelamerika üblich, ziemlich viele Qualifikationsspiele absolvieren, insgesamt sechs Partien mehr, als in Europa üblich sind (ohne Playoffs). Schon 2015 begann der Verband mit der ersten Gruppenphase, in der Mexiko gemeinsam mit Honduras, Kanada und El Salvador eine Vierergruppe bildete. Hier konnte sich Mexiko mit fünf Siegen aus sechs Spielen erfolgreich durchsetzen und mit einem Vorsprung von acht Punkten Gruppensieger werden. In der letzten Phase gab es nur noch eine Gruppe. Mexiko, Costa Rica, Panama, Honduras, die USA sowie Trinidad & Tobago hatten den Sprung in diese Phase erfolgreich hinter sich bringen können. Die Mexikaner spielten alle an die Wand und waren so souverän unterwegs, dass bereits drei Spieltage vor dem Ende der Gruppenphase die Qualifikation erreicht war und die letzten Spiele bereits zu Testspielen auserkoren werden konnten. Mit sechs Siegen, drei Unentschieden und einer Niederlage war das Gesamtergebnis sehr gut. Für das restliche Jahr 2018 sind noch einige Testspiele mehr geplant. Zunächst wird es gegen Island und Kroatien gehen, danach werden Wales und Schottland als Gegner die Mexikaner fordern. Der letzte Test wird im Juni gegen Dänemark absolviert. Die ganz großen Gegner sind zwar nicht dabei, dennoch sollten diese Mannschaften dabei helfen, die richtigen Vorbereitungen für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland zu treffen.
Der Kapitän der mexikanischen Nationalmannschaft, Andrés Guardado, wird in Russland bereits seine vierte Weltmeisterschaft bestreiten. „Ich bin stolz darauf, eine vierte WM-Teilnahme anstreben zu können. Jeder träumt davon, bei einer dabei zu sein – ganz zu schweigen von vier! Das ist ein Riesentraum. Ich fühle mich genauso wie vor der ersten WM, und dies könnte meine letzte sein. Vor allem aber ist es meine letzte Chance, einem Team anzugehören, das der mexikanischen Fußball Geschichte die Wende gibt. Das ist für mich die größte Motivation“, so der Spieler, der momentan bei Real Betis Sevilla in der spanischen Primera División unter Vertrag steht. Besonders schöne Erinnerungen verbindet er mit der letzten Weltmeisterschaft in Brasilien, bei der ihm im Gruppenspiel gegen Kroatien (3:1) ein Treffer gelang: „Mit dieser WM verbinde ich sehr viele schöne Erinnerungen. Aber wenn ich mich für eine entscheiden muss, dann ist es natürlich mein Tor gegen Kroatien. Es ist etwas ganz Besonderes, bei einer WM einen Treffer zu erzielen, und ich werde mich mein ganzes Leben lang daran erinnern.“ Trainer Osorio meint zu den Chancen seiner Mannschaft in der Gruppenphase: „Ich habe das Spiel beim Confed Cup (Halbfinale, 4:1 für Deutschland) noch klar vor Augen. Wir spielen gegen einen der ganz Großen aus Topf 1. Auch Schweden muss man respektieren, Südkorea hat einen sehr jungen Coach und kann uns überraschen.“

Deutschland gegen Mexiko: Teamkader im Überblick

Sobald Deutschland und Mexiko ihren jeweiligen endgültigen Kader für die Fußball WM 2018 in Russland bekanntgeben, werden wir diesen an dieser Stelle veröffentlichen.

Deutschland: Voraussichtliche Aufstellung

Voraussichtliche Aufstellung:
Taktische Ausrichtung:
Ausfälle:

Mexiko: Voraussichtliche Aufstellung

Voraussichtliche Aufstellung:
Taktische Ausrichtung:
Ausfälle:

Die Wettquoten zum Spiel

Beste Quote auf Sieg Deutschland:
Beste Quote auf Remis:
Beste Quote auf Sieg Mexiko:

Foto: Mexiko Nationalmannschaft/Imago/VI Images

Deutschland gegen Mexiko am 17. Juni 2018 live im TV & Livestreams

Die Fußball Weltmeisterschaft in Russland 2018 wird, wie die vorherigen Weltmeisterschaften auch, von ARD und ZDF in Deutschland übertragen. Damit musst Du Dir schon mal keine Sorgen machen: Du kannst jedes Spiel dieses Turniers, also auch Deutschland gegen Mexiko, im Free-TV sehen. Da es auch in der Gruppenphase zu keinen Parallelspielen kommen wird, ist es ausgeschlossen, dass Du eine Partie verpasst. Da die Unkosten der Sender durch die von jedem Bundesbürger eingezogene Rundfunkgebühr gedeckt sind, werden auch keine Extrakosten für die Übertragung erhoben. Beide Sender haben natürlich im Internet ein Livestream Angebot zur Verfügung, weshalb sich jeder Fußballfreund die Adressen sportschau.de und sport.zdf.de merken sollte. Denn hier wird der Livestream zur Verfügung gestellt. Allerdings funktioniert das auch wunderbar auf Deinem Smartphone oder Deinem Tablet, wenn Du Dir die kostenfreien Apps der Sender herunterlädst und installierts. Aber vorsicht: Zwar funktioniert das dann auch unterwegs, wenn Du aber kein W-Lan zur Verfügung hats, dann muss das Datenvolumen Deines Mobilfunkvertrages daran glauben und so ein TV-Bild in HD verbraucht ziemlich viele Daten. Es gibt auch andere Streamingangebote im Netz, von diesen solltest Du jedoch die Finger lassen. Warum? Nun, die Qualität der angebotenen Dienste ist nicht wirklich gut, es wird zu zeitlichen Aussetzern und zu Verzögerungen kommen. Außerdem könntest Du Deinem Rechner durch Viren und Malware eine Menge Schaden zufügen. Und: Es macht überhaupt keinen Sinn, sich das kostenfreie Angebot von ARD und ZDF entgehen zu lassen.
Beim ZDF steht schon jetzt fest, wen wir auf dem TV-Schirm zu sehen bekommen: Oliver Welke und Oliver Kahn führen durch das Programm. Allerdings werden sich die beiden nicht in Russland aufhalten, sondern in Baden-Baden. Das soll Kosten ersparen. Der Intendant des SWR, Peter Boudgoust, sagte dazu: „Von Baden-Baden aus wird nun erstmals die Übertragung einer Fußballweltmeisterschaft zentral aus Deutschland realisiert. Dort steht die Sendezentrale und die gemeinsamen Studios, vor Ort in Russland schlanke und mobile Technik mit wenig Personal. So produzieren wir zeitgemäß, modern und kosteneffizient für Fernsehen, Hörfunk und Internet“. Wer als Experte bei der ARD zu sehen sein wird, ist nach dem Rauswurf von Mehmet Scholl nocht nicht klar.

Fazit zum Spiel Deutschland gegen Mexiko bei der Fußball WM 2018

Nicht nur wegen des Ergebnisses im Halbfinale des Confed Cups dürfte der amtierende Weltmeister der klare Favorit sein. Auch die Qualität ist ein entscheidender Faktor. Mexiko kann nicht mit so großen Namen aufwarten und ist daher der Außenseiter in dieser Partie. Für Mexiko geht die Weltmeisterschaft somit erst mit dem zweiten Gruppenspiel richtig los.

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