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Fußball WM 2018 beginnt ihren 2. Spieltag mit Russland – Ägypten

Die Nationalmannschaft von Russland wird das Turnier am 14.06.2018 in Moskau gegen Saudi-Arabien eröffnen. Da ist es nur logisch, dass sie auch am 2. Spieltag die erste Partie absolviert. Gegner ist im zweiten Gruppenspiel in Gruppe A mit Ägypten ein weiterer Gegner, der wie Saudi-Arabien zumindest von der Weltranglistenposition her zu den schwächeren Teilnehmern an dieser WM gehört. Da auf Russland im letzten Gruppenspiel mit Uruguay der anspruchsvollste Gegner in dieser Gruppe wartet, sollte man gegen Ägypten möglichst (weitere?) 3 Punkte sammeln, um am letzten Spieltag auch eine eventuelle Niederlage verkraften zu können.

Dieses schwierige Duell gegen Uruguay wird Ägypten schon hinter sich haben, wenn es in Sankt Petersburg zum Spiel Russland – Ägypten kommen wird. Dabei darf man Ägypten zumindest Außenseiterchancen zusprechen. Nicht zuletzt, da sie mit Mohamed Salah den Shootingstar der Premier League und damit der vielleicht besten Liga der Welt in ihren Reihen haben. In der Qualifikation taten sich die Ägypter allerdings schwer. Auf der anderen Seite kassiert Russland in seinen Tests vor der WM 2018 Niederlage um Niederlage. Dies jedoch wiederum gegen Topteams wie Frankreich oder Brasilien. In diese Kategorie gehört Ägypten trotz Salah ganz sicher nicht – weshalb man durchaus verfolgen sollte, ob es für die Russen hier zu einem Sieg kommen wird.

Russland gegen Ägypten am 19.06.2018 bei der Fußball WM2018

Zusammenstellung der Gruppe A vor Beginn des Turniers:

  • Russland
  • Saudi-Arabien
  • Ägypten
  • Uruguay

Spiel: Russland gegen Ägypten
Gruppe: A
Spieltag: 2
Datum: 19.06.2018
Uhrzeit: 20:00 Uhr deutscher Zeit (21:00 russischer Zeit)
Spielort: Sankt Petersburg
Schiedsrichter:
Schiedsrichterassistenten:

Bislang gab es noch überhaupt kein Duell der beiden Teams gegeneinander, somit natürlich nicht im Rahmen einer WM oder – wo es eventuell auch möglich gewesen wäre – eines Confed-Cups. Beide Auswahlen treffen zum ersten Mal aufeinander und dann geht es direkt um WM-Punkte und wenn man so will auch bereits ums Weiterkommen. Selbst wenn sowohl Russland als auch Ägypten ihre Auftaktpartien gewonnen haben sollte, droht im Falle einer Niederlage in diesem zweiten Gruppenspiel dennoch das Aus nach der Vorrunde. Man darf also sicher sein, dass hier mit vollstem Einsatz zur Sache gegangen werden wird.

Nachdem Russland das Turnier in Moskau eröffnet hat, wird diese Partie in der zweitgrößten Stadt des Landes durchgeführt werden, im 2017 eröffneten WM-Stadion von Sankt Petersburg. Damit haben die Russen natürlich wie beim gesamten Turnier den Heimvorteil auch in dieser Partie gegen Ägypten auf ihrer Seite. Zumindest bei Spielen der russischen Elf darf man dann auch echte Fußballatmosphäre und ein ausverkauftes Haus erwarten. Allerdings sind die Nationalspieler von Ägypten Hexenkessel bei Länderspielen gewöhnt. In solchen Spielen die Ägypter nämlich regelmäßig ihre eigenen Heimspiele vor ihrem fußballverrückten Publikum in der Heimat.

Dennoch wird man hoch im Norden Russlands natürlich gegen eine Wand an enthusiastischen Heimfans anspielen müssen. Womöglich wiegt das den sportlichen Rückstand auf, den Experten hier zumindest vor Beginn im sportlichen Vergleich aufseiten der Gastgeber sehen.

Foto: Russland Nationalmannschaft/Weltmeister.de

Russland: Hält das schwache Team dem Druck stand?

Die jüngsten Ergebnisse haben es gezeigt: Russland befindet sich nicht mal annähernd im Dunstkreis der Topteams bei dieser WM. Früher ging man meist davon aus, dass der Gastgeber einer solchen WM wenigstens zu den Mitfavoriten auf den Titel zählt, sofern die WM nicht gerade in der Schweiz oder in Chile ausgetragen wurde. Doch im Falle Russlands wäre alles weitere als eine Teilnahme am Achtelfinale schon ein Erfolg. Dieses aber, das Achtelfinale, muss man mindestens erreichen, um sich nicht sportlich vor der Fußballweltöffentlichkeit zu blamieren. Zudem ginge damit sicher ein Stimmungsabfall in Russland bezüglich der WM einher. Das will und soll die Mannschaft von Trainer Stanislaw Tschertschessow natürlich tunlichst vermieden. Ihn könnte man übrigens noch aus der Bundesliga kennen, in der er für Dynamo Dresden im Tor stand. Schon seit 2004 ist Tschertschassow aber als Trainer tätig, vornehmlich in Russland.

Während früher zumindest der eine oder andere Russe – wie Tschertschassow eben – in der Bundesliga spielte, sind zurzeit ausnahmslos alle Kandidaten für den WM-Kader von Russland in der heimischen russischen Liga unter Vertrag. Das ist schön für sie, wird dort doch außerordentlich gut bezahlt. Schlecht aber ist dies für die Qualität der Nationalmannschaft, denn das Niveau in Russlands Liga ist trotz einiger europäischer Erfolge nicht allzu hoch.

Durch die Qualfikation musste sich Russlands Team als Gastgeber bekanntlich nicht bewegen, steht von Anfang an als Teilnehmer fest. Das führt aber immer wieder auch zu mangelnder Wettkampfhärte, wie die Erfahrungen mit den Teams der Gastgeber großer Turnier zeigen. In seinen jüngsten Testspielen hat Russland jedenfalls weder vom Ergebnis her noch von der Spielweise Anlass gegeben, daran zu zweifeln, dass es für das Team ganz schwer werden wird, weit bei dieser WM zu kommen – trotz Heimvorteil.

Ägypten: Salah hat das Zeug zum Star der WM

Aus europäischer Sicht ist Ägypten eine der wenigen großen Unbekannten bei dieser WM2018. Während man so manchen Spieler aus Ghana, Nigeria oder auch Algerien und Marokko aus der Bundesliga, der Premier League, der Champions League kennt, sind Legionäre im Fußball aus Ägypten immer noch die Ausnahme. Insofern dürften viele überrascht sein, dass der aktuelle Topstürmer des FC Liverpool, Mohamed Salah, zwar nordafrikanischer, aber eben nicht marokkanischer oder algerischer Nationalität ist. Salah selbst war es höchstpersönlich, der im entscheidenden Qualifikationsspiel gegen die Republik Kongo nur Sekunden, nachdem man den Ausgleich kassierte, in der Nachspielzeit noch den Siegtreffer erzielte.

Dieses Erlebnis aus dem November 2017 scheint ihn weiter beflügelt zu haben, denn seitdem schlägt er noch häufiger in der Premier League in Form von Toren zu als vorher ohnehin schon. Im Spiel gegen Russland wird man deshalb ganz besonders auf ihn bauen. Nebenleute vergleichbarer Qualität sucht man im Kader von Ägypten allerdings vergeblich. Zwar spielen mit Ahmed Hegazy (West Bromwich Albion), Sam Morsy (Wigan Athletic), Ahmed Elmohamady (Aston Villa), Mohamed Elneny (FC Arsenal) und Ramadan Sobhi (Stoke City) gleich fünf weitere Ägypter in England. Doch sind diese allesamt weit davon entfernt, eine solche tragende Rolle zu spielen, wie es Mohamed Salah bei FC Liverpool gelingt.

Deshalb wird viel davon abhängen, wie es Trainer Hector Cuper gelingt, die Stärken von Salah zum Tragen zu bringen, ohne völlig ausrechenbar zu sein. In der WM-Qualifikation setzte man sich gegen Ghana, die Republik Kongo und Uganda jedenfalls nur mit viel Mühe durch, wie auch die Torbilanz von 8:4 Toren aus 6 Spielen illustriert. Erfahrung dürfte der seit 1992 als Trainer tätige Hector Cuper genug einbringen können, war er doch zum Beispiel von 2001 bis 2003 Trainer von Inter Mailand. Dennoch steht er mehr oder weniger einem Team von Nobodys vor – mit Ausnahme von Mohamed Salah, der zumindest Außenseiterchancen hat, bei der WM2018 in Russland zu einem der Stars der WM zu werden.

Russland gegen Ägypten: Teamkader im Überblick

Sobald Russland und Ägypten ihre jeweiligen endgültigen Kader für die Fußball WM 2018 in Russland bekannt gegeben haben werden, werden diese hier an dieser Stelle veröffentlicht.

Russland: Voraussichtliche Aufstellung

Voraussichtliche Aufstellung:

Ausfälle:

Ägypten: Voraussichtliche Aufstellung

Voraussichtliche Aufstellung:

Ausfälle:

Die Wettquoten zum Spiel

Beste Quote auf Sieg Russland:
Beste Quote auf Remis:
Beste Quote auf Sieg Ägypten:

Foto: Ägypten Nationalmannschaft/Imago/Geisser

Russland gegen Ägypten am 19.06.2018 live im TV & Livestreams

Die zweite Partie des Gastgebers Russland wird so wie alle Spiele dieser WM 2018 live bei ARD und ZDF übertragen. Somit kommen alle GEZ-Zahlenden ohne weitere Kosten in den Genuss dieser Partie. Nicht zuletzt auch ohne weiteren technischen Aufwand. Gezeigt wird das Duell Russland – Ägypten an diesem Dienstag vom ZDF, womit auch der „TV-Experte“ bereits feststeht, der zusammen mit Moderator Oliver Welke die Partie analysieren wird. Beim ZDF ist es weiterhin der altbekannte Oliver Kahn, während bei der ARD Mehmet Scholl bekanntlich beim Confed-Cup in Russland unerwartet ausgestiegen ist. Sein Ersatz könnte Thomas Hitzlsperger werden, ist aber für dieses Spiel irrelevant, da es ja live im ZDF übertragen wird. Die beiden Olivers, Welke und Kahn, befinden sich bei ihrer Moderation und Analyse anders als der Kommentator übrigens nicht im Stadion in Sankt Petersburg. Aus diversen Gründen, nicht allein wegen des Geldes erfolgt diese Sendung aus einem Studio in Baden-Baden. Stadionatmosphäre werden Kahn und Welke also nicht kennen.

Dennoch lohnt es natürlich, die Übertragung durch das ZDF zu verfolgen, bezahlt hat man sie ohnehin schon. Und wer das Spiel Russland – Ägypten lieber via Livestream verfolgen möchte, der vom ZDF ebenfalls angeboten wird, kann das nach Lust und Laune auf Tablet, Laptop, Smartphone oder sonstigen internet-fähigen Geräten tun. Damit sollte auch allen Interessierten klar sein: Sich nach einem Livestream aus dem Graubereich des Internets umzusehen, lohnt sich nicht. Da ist die Gefahr, dass man sich Malware einfängt viel zu groß, zumal auch die Frage der Legalität im Raum steht. Zumal ja eine kostenfreie und zuverlässige Option mit dem Livestream des ZDF von der Partie Russland – Ägypten zur Verfügung stehen wird.

Fazit

Dass das erstmalige Duell zwischen Russland und Ägypten gleich bei der Fußball WM2018 stattfindet, dürfte eher den Russen gefallen. Sie haben den Heimvorteil im Rücken gegen einen – ihnen – unbekannten Gegner, der zudem bislang noch wenig Eindruck im Weltfußball gemacht hat. Somit spielt Ägypten nicht nur gegen elf russische Fußballer auf dem Platz, sondern auch gegen ein fast komplettes Stadion in Sankt Petersburg an.
Allerdings haben die Russen damit eventuell auch den Druck auf ihren Schultern, dem heimischen Publikum etwas zeigen zu müssen. Zudem will man es keinesfalls so machen wie Südafrika bei der WM 2010 oder die Nachbarn Polen und Ukraine bei ihrer Heim-EM 2012: als Gastgeber in der Vorrunde zu scheitern. Für Ägypten wäre ein Weiterkommen bereits ein Riesenerfolg, weshalb sie deutlich befreiter werden aufspielen können. Das wiederum könnte Salah zu einem seiner vielen Tore nutzen, was die Russen enorm unter Druck setzen würde.

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