Freude bei deutschen Fußballfans: Sonderregelungen für Public Viewing werden beschlossen

Gute Nachrichten für Fußballfans, die während der Weltmeisterschaft in Russland zuhause bleiben: Die Bundesregierung plant eine Lockerung des Lärmschutzes für den betreffenden Zeitraum. Das bedeutet, dass eine Übertragung von Spielen auf Großleinwänden wohl auch nach 22 Uhr erlaubt werden wird. Damit kommen Fußballfans mal wieder in den Genuss, ihrem Lieblingssport in Kneipen und Bars zu frönen, ohne dabei auf den Lautstärkepegel beim Jubeln und Feiern zu achten. Am Mittwoch der kommenden Woche soll die Verordnung im Bundestag beschlossen werden, denn es bestehe „ein erhebliches öffentliches Interesse“.

Foto: Public Viewing WM/Foto: Imago/Ipon

Sondergenehmigungen gab es bereits 2006, 2010 und 2014

Zuständig für den Lärmschutz ist die SPD-Umweltministerin Barbara Hendricks, sie hat dafür gesorgt, dass die Verordnung auch mit anderen Ministerien abgestimmt worden ist. Da der mit dem Public Viewing „verbundene Lärm in Abhängigkeit von den örtlichen Verhältnissen vor allem in den Abend- und Nachtstunden (…) ein Problem darstellen kann, bedarf die Durchführung dieser Veranstaltungen besonderer Vorschriften“, heißt es. Ähnliche Verordnungen gab es immer wieder: Bei den Weltmeisterschaften 2006, 2010 und 2014 ebenso wie bei den Europameisterschaften 2008 und 2016.

Verlängerungen und Elfmeterschießen einberechnet

„Selbst wenn Spiele, die um 20 Uhr beginnen, bis 22 Uhr beendet sein sollten, ist davon auszugehen, dass sich Teilnehmer von Public-Viewing-Veranstaltungen auch nach 22 Uhr noch im Freien aufhalten, um sich über das Gesehene auszutauschen“, erklärt Hendricks. Außerdem werde es eine Zeit dauern, bis alle Besucher dieser Großveranstaltungen, Verlängerungen und Elfmeterschießen einberechnet, endlich in ihren Autos sitzen und die Heimreise antreten.

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