Eisschnellauf-WM: Nico Ihle holte erste deutsche Einzel-Medaille überhaupt

Trotz der großen Wintersportaffinität der Deutschen sieht es bei Medaillen von Männern im Eisschnelllauf allgemein recht schlecht aus. Diese Tatsache unterstreicht der Umstand, dass Nico Ihle aktuell ein riesiger Erfolg gelang. Er holte Silber über 500 Meter bei der Einzelstrecken-WM. Das war noch keinem Deutschen zuvor überhaupt gelungen. Dabei werden die Einzelstrecken-Weltmeisterschaften regelmäßig schon seit 1996 ausgetragen.

Im Rennen über 500 Meter lief Nico Ihle in 34,66 Sekunden zur Medaille in Silber, nur der Niederländer Jan Smeekens war in 34,58 Sekunden noch einen Hauch schneller gewesen. Ihle distanzierte aber den Russen Ruslan Muraschow um eine ganze Zehntelsekunde, sodass diesem nur Bronze blieb.

Sehr gute Saison wird mit Silber bei WM gekrönt

Bislang letzter deutscher Medaillengewinner war 1991 Uwe-Jens May gewesen, damals allerdings im Vierkampf bei der WM in Inzell. Nun geht Ihle mit seinem hervorragenden Lauf in Gangneung in Südkorea in die – deutsche – Sportgeschichte ein. Ohnehin läuft er bislang eine hervorragende Saison. Zwei Rennen hatte er im Weltcup schon für sich entscheiden können. In Nagano und Berlin war er jeweils der schnellste der Elite der Welt gewesen. Allzu überraschend kommt diese Silbermedaille nun also nicht. Und doch ist es ein großer Erfolg für Ihle und für den deutschen Eisschnellaufsport.

Chemnitzer stammt aus sportlicher Familie

Nico Ihle stammt aus Chemnitz, sein Club ist die Chemnitzer SG. Als Sportsoldat der Bundeswehr ist er im sächsischen Frankenberg stationiert, verbringt seinen Alltag aber als Quasi-Profi mit dem Training für seine Wettbewerbe. Sein älterer Bruder Denny Ihle ist ebenfalls Eisschnellläufer.

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