Eishockey-WM: Deutschland siegt 4:1 über Italien

Bei der Heim-WM will die deutsche Mannschaft im Eishockey mindestens unter die besten Acht der Welt gelangen. Diesem Ziel ist man mit einem souveränen 4:1-Sieg über Italien am Sonntag einen Schritt näher gekommen. Zwar musste man nach der frühen Führung durch Christian Ehrhoff (4. Minute) den ebenso schnellen Ausgleich hinnehmen. Torhüter Danny aus den Birken hatte folgenreich gepatzt, Michele Marchetti traf in der 5. Minute zum Ausgleich.

Doch danach erzielte nur noch die deutsche Mannschaft, bei der zum ersten Mal NHL-Star Leon Draisaitl auf dem Eis stand, Tore. Drei waren es an der Zahl durch Matthias Plachta, der noch kurz vor Ende des ersten Drittels die Führung wieder herstellte, Yannick Seidenberg in der 23. und Dominik Kahun in der 26. Minute. Im letzten Drittel fielen keine Tore mehr, sodass die deutsche Mannschaft am Ende als 4:1-Sieger feststand und vor allem die vollen drei Punkte einstrich.

„Endspiel“ gegen Lettland ermöglicht

Nun ist man punktgleich mit Lettland (beide 9 Punkte) Fünfter der Tabelle der Gruppe A in Köln. Deshalb wird die letzte Partie der Vorrunde gegen Lettland zu einem echten Endspiel. Nur der Sieger dieser Partie zieht ins Viertelfinale ein, wobei es gleich ist, ob man nach der regulären Spielzeit, nach Verlängerung oder im Penaltyschießen gewinnt. Nur ein Sieg muss es eben unbedingt für die deutsche Mannschaft sein.

Viel Aufmerksamkeit erhielt in dieser Partie die Anwesenheit und das Mitwirken von Leon Draisaitl, der erst am Morgen von Calgary kommend in Köln eingetroffen war. Neun Stunden Flug nach Frankfurt und noch die Weiterreise nach Köln hatte er anschließend in den Knochen. Dennoch entschied sich Bundestrainer Marco Sturm, ihn am selben Abend noch einzusetzen. Das zahlte sich aus, denn Draisaitl überzeugte allgemein und fuhr sogar seinen ersten Scorerpunkt bei dieser WM ein. Das 1:0 durch Kapitän Christian Ehrhoff wurde auf Draisaitls Vorlage hin erzielt.

Foto: Eric Fahrner / Shutterstock.com

Neben Draisaitl auch Torhüter Grubauer nachgereist

Ärgerlich war, dass Torhüter aus den Birken wie schon gegen Dänemark patzte. Allerdings kostete sein Fehler dieses Mal keine Punkte. Philipp Grubauer, ebenfalls in der NHL tätig, wurde von Trainer Sturm aber noch nicht an aus den Birkens Statt eingesetzt.

Der Jubel der Zuschauer über den Auftritt von Draisaitl war jedenfalls groß. Und wie der Spielverlauf zeigte, waren die in ihn und seine Künste gesetzten Hoffnungen der Deutschland-Fans nicht unangebracht. Er glänzte tatsächlich mit beeindruckender Spielübersicht und versuchte es neben vielen guten Vorlagen für seine Mitspieler auch immer mal wieder alleine. Dabei hatte er zwar kein Glück, stand am Ende aber eben doch in der Mannschaft der Gewinner.

Die Entscheidung über den Einzug ins Viertelfinale fällt nun am Dienstag ab 20.15h, wenn der Gegner Lettland bezwungen werden muss. Durch das Nachrücken von Leon Draisaitl sind die Chancen der Deutschen jedenfalls definitiv nicht geringer geworden.

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