Doping bei Biathlon-WM: Russin Glasyrina vorläufig gesperrt

Immer noch sind die Auswirkungen des McLaren-Reports nicht abgeschlossen. Aktuell haben Erkenntnisse aus diesem Dopingbericht, der von systematischem Staatsdoping russischer Sportler in diversen Disziplinen zeugt, dazu geführt, dass die russische Biathletin Jekaterina Glasyrina vorläufig gesperrt wurde. Dabei stand die erste Entscheidung der Biathlon-WM bei den Frauen quasi direkt vor der Tür. Die Biathlon-WM findet im österreichischen Hochfilzen statt. Dabei macht der Internationale Biathlon-Verband (IBU) diesmal Nägel mit Köpfen, nachdem ihr viele Sportler vorgeworfen hatten, zu zögerlich auf die Dopingfälle im russischen Team zu reagieren.

Foto: Barsan ATTILA / Shutterstock.com

Diesmal handelte die IBU auf Vorschlag der Arbeitsgruppe

Die IBU teilte mit, die zuständige Arbeitsgruppe sei auf Auffälligkeiten bei den Dopingproben der 29-Jährigen gestoßen. Diese hätten ein Handeln notwendig und unausweichlich werden lassen. Diese Arbeitsgruppe war es auch, die eine vorläufige Sperre vorschlug. Diesem Vorschlag folgte die IBU, woraufhin Glasyrina mit sofortiger Wirkung gesperrt wurde. Allerdings erhält die Biathletin noch die Gelegenheit, sich in einer Anhörung zu erklären.

Anhörung der Sportlerin folgt noch

Russlands oberster Sportpolitiker Wladimir Mutko bezeichnete die Sperre im Anschluss als rechtlich korrekt. Gleichwohl sei seine Athletin noch nicht disqualifiziert, sagte er der russischen Nachrichtenagentur Tass. Für den Sprint bei dieser Biathlon-WM kommt die Anhörung aber zu spät, daran durfte Glasyrina nicht teilnehmen.

Bislang war Glasyrina bei allen sechs Weltcup-Rennen an den Start gegangen. Beste Platzierung der Russin war dabei ein sechster Platz im Einzel im schwedischen Östersund. In der Gesamtwertung kommt sie mit ihren bisherigen Ergebnissen auf Rang 32, eine echte Medaillenkandidatin war sie also auch bei der WM in Hochfilzen nicht.

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