Diese Teams sind bereits für die Fußball-WM 2018 in Russland qualifiziert

Die Weltmeisterschaft in Russland startet am 14. Juni 2018 und die Qualifikation für die Endrunde geht jetzt in die heiße Phase. Einige der Länder haben ihre WM-Tickets bereits gelöst. An der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland nehmen insgesamt 32 Mannschaften teil, doch erst im November 2017 werden alle Teams feststehen, die an der Endrunde teilnehmen – sobald die Play-off-Spiele absolviert werden. Doch einige Teams werden sich aufgrund ihrer guten Leistungen schon zu früheren Zeitpunkten fix für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft qualifizieren. Russland stand bereits vor der WM-Qualifikation als erster Teilnehmer für die Endrunde 2018 aufgrund seiner Rolle als Gastgeber fest. Bereits am 29. März 2017 löste Brasilien vier Spieltage vor Ende der WM-Qualifikation Südamerika sein Ticket für die WM 2018.

Wer ist bereits „sicher“ für die WM 2018 qualifiziert: 6 von 32 Tickets sind vergeben

Mit seinem Sieg über Norwegen am Montag Abend (04.09.2017) hat Deutschland einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Endrunde Russland 2018 gemacht.

  • Europa (13 Teilnehmer & Gastgeber)

Das größte Teilnehmerfeld wird von Europa in der WM gestellt und neben dem automatisch qualifizierten Gastgeber Russland, werden 13 Teams an der Weltmeisterschaft teilnehmen. Die Sieger der neun Qualifikationsgruppen qualifizieren sich direkt und die acht besten der Gruppenzweiten spielen in den Play-offs vier weitere Teilnehmer aus. Derzeit sind bereits qualifiziert:

  • Russland
  • Belgien
  • Südamerika (4,5 Teilnehmer)

In Südamerika qualifizieren sich die ersten vier Teams der Zehner-Runde direkt für die WM in Russland. Zudem hat auch der fünfte noch gute Chancen auf ein WM-Ticket. In den Play-offs gegen den Sieger der Ozeanien-Qualifikation – wahrscheinlich Neuseeland – geht es um ein weiteres Ticket. Qualifiziert ist:

  • Brasilien
  • Asien (4,5 Teilnehmer)

Aus Asien nehmen vier Teams sicher an der WM teil. Dabei handelt es sich jeweils um den Erst- und Zweitplatzierten der beiden Qualifikationsgruppen der 3. Runde, die direkt dabei sind. IN einem Playoff Duell wird zwischen den beiden Gruppendritten das Team ermittelt, dass sich dann mit dem Vertreter aus Nord- und Mittelamerika um den weiteren WM-Platz streiten darf. Bereits qualifiziert:

  • Japan
  • Iran
  • Nord- und Mittelamerika (3,5 Teilnehmer)

Von der finalen Sechser-Runde qualifizieren sich die drei ersten Teams direkt für die Endrunde 2018 in Russland. Über eine Hintertür in den Play-offs hat der Vierte die Chance, sich gegen einen Vertreter aus Asien einen WM-Platz zu sichern. Qualifiziert ist bereits

  • Mexiko
  • Afrika (5 Teilnehmer)

Die Erstplatzierten der fünf Vierergruppen qualifizieren sich in der letzten Runde der Afrika Qualifikation für die WM in Russland.

  • Ozeanien (0,5 Teilnehmer)

Der Sieger, der aus der Ozeanien-Qualifikation herausgeht – wahrscheinlich Neuseeland, das mit 6:1 gegen die Solomon Inseln das Play-off Hinspiel gewonnen hat, hat noch eine Hürde vor sich: das Ausscheidungsspiel gegen den fünften der Südamerika-Qualifikation.

Foto: Imago/Bernd Müller

Droht eine Fußball-WM ohne die Besten?

Die WM-Qualifikation ist aus deutscher Sicht ein notwendiges Übel, mit dem man sich alle paar Monate herumquälen und die Bundesliga unterbrechen muss. Andere Länder wiederum müssen dagegen Blut und Wasser schwitzen – und es könnte sogar sein, dass bei der Endrunde in Russland auf einige der Größten verzichten müssen. Denn es könnte tatsächlich gut und gerne passieren, dass Ronaldos Portugal und Messis Argentinien die kommende Weltmeisterschaft in Russland verpassen.

Bislang spielte Portugal, das immerhin als Europameister antritt, eine weitgehend einwandfreie WM-Qualifikation. Denn nur der Start gegen die Schweiz ging bisher daneben. Aber auch wenn die anschließenden sieben Spiele alle gewonnen wurden, so kann die 0:2-Schlappe gegen die Schweiz am Ende doch den Unterschied ausmachen. Bei ihren acht Qualifikationsspielen haben die Eidgenossen bislang noch keinen Punkt liegen lassen und am 10. Oktober 2017 treffen die beiden Spitzenteams direkt aufeinander und werden dann wohl unter sich ausmachen, wer in der Relegation spielt. Es ist durchaus im Bereich des möglichen, dass Ronaldo bereits seine letzte Weltmeisterschaft gespielt hat.

Große Probleme: Argentinien

Nur ein einziger Ausrutscher hat die Macht, Portugal in Bedrängnis zu bringen, doch bei Argentinien liegen die Probleme weitaus tiefer. Denn Messi erlebte im Trikot der „Albiceleste“ nicht unbedingt seine hellsten Sternstunden erlebt ist bereits seit 2017 keine Neuigkeit mehr. Für Argentinien stehen nach 15 Spieltagen in der südamerikanischen Qualifikationsgruppe nur sechs Siege, fünf Unentschieden und vier Niederlagen zu Buche. Somit reicht es momentan nur zum fünften Rang und das ist der Relegationsrang, hinter Brasilien, Kolumbien, Uruguay und Chile. Doch das Restprogramm erscheint nicht unlösbar, denn die Schlusslichter Venezuela, Peru und Ecuador stehen noch auf der To-do-Liste der Argentinier. Jedoch können sich sogar die beiden letzten noch Hoffnungen auf eine Qualifikation machen. Das bedeutet, dass die Konstellation sehr eng ist und damit könnte sogar eine einzige Niederlage das Aus für Argentinien bedeuten. Aber auf der anderen Seite wäre auch eine direkte Qualifikation ohne den Umweg Relegation möglich.

Nach jetzigem Stand wären die USA sogar bereits qualifiziert, denn die Nationalmannschaft liegt punktgleich mit Honduras. Durch einen Sieg im direkten Duell könnte das Team am Dienstag (05.09) vorbeiziehen und damit das Team von Bruce Arena in die Relegation schicken.

Für Italien heißt es „Play-offs“.

Die Play-offs versprechen bereits jetzt große Dramen, denn Italien darf sich bereits jetzt auf eine Ehrenrunde einstellen. Nach der 0:3-Niederlage gegen die Spanier hat der Weltmeister von 2006 ebenfalls theoretisch Chancen sich für die WM 2018 direkt zu qualifizieren. Von der Relegation können die Niederlande derzeit nur träumen, auch wenn der Vize-Weltmeister von 2010 sich mit einem 3:1-Sieg über Bulgarien von seiner bitteren 0:4-Niederlage gegen Frankreich wieder rehabilitiert hat. Doch es kann durchaus sein, dass Arjen Robben & Co. nach der EM 2016 auch die WM 2018 verpassen.

Ein Fußballmärchen wird für Syrien wahr

Es hat den Anschein, dass sich die Fußball-Fans auch auf neue Gesichter freuen dürfen. Denn in ihrer WM-Qualifikationsgruppe führen Uganda und Burkina Faso an und für beide wäre es die erste WM-Endrunde in der Geschichte ihres Verbandes. Doch Syrien könnte ein ganz besonderes Fußballmärchen schreiben. Das Land, das bis auf die Grundfesten zerstört ist, stellt derzeit tatsächlich eine Nationalmannschaft auf die Beine und diese kann selbstverständlich keine Heimspiele austragen – aber ist durchaus erfolgreich. Derzeit rangiert die Mannschaft auf dem Relegationsplatz und darf sich durchaus Hoffnungen machen, denn Südkorea ist auf dem zweiten Platz und ist nur zwei Punkte entfernt. Doch hinter den Syrern lauern Usbekistan und das punktgleich.

Anders Katar. Das Land bildet das Tabellenschlusslicht und kann sich damit voll auf die WM 2022 im eigenen Land konzentrieren – sofern das Turnier tatsächlich in dem Wüstenstaat stattfindet.

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