Deutschland im Viertelfinale! 4:3 nach Penaltys über Lettland

Das war ganz knapp! 2:3 lag man gegen Lettland hinten. In der letzten Partie der Gruppenphase, die man unbedingt gewinnen musste, um nicht aus der Eishockey-WM 2017 auszuscheiden. Gerade mal 33 Sekunden waren noch zu spielen, da gelang Felix Schütz doch noch der Ausgleich in der tobenden Lanxess-Arena in Köln. Damit war die Verlängerung erreicht, die ohne Tore endete. Im Penaltyschießen traf dann Frederik Tiffels als einziger der sechs Schützen. Der 4:3-Sieg nach Penaltyschießen stand fest – Deutschland steht im Viertelfinale und damit mal wieder unter den besten Acht Nationen der Welt im Eishockey.

Deutschland führt, Lettland dreht das Spiel

Dabei hatte die Partie aus deutscher Sicht einen recht vielversprechenden Verlauf genommen. David Wolf und Dennis Seidenberg schossen nach einem torlosen ersten Drittel in der 32. Minute einen 2:0-Vorsprung heraus. Das hätte locker gereicht, um ins Viertelfinale einzuziehen. Doch die Letten hatten vorher nicht zufällig – wie die Deutschen – ebenfalls 9 Punkte in dieser Gruppe geholt und drehten die Partie. Gunars Skvorcovs, Janis Sprukts und Andris Dzerkins mit seinem Treffer in der 57. Minuten, also kurz vor Schluss, schossen die Letten in Führung. Den 18.800 Zuschauern stockte, soweit deutsche Fans, der Atem.Dann das dramatische Finish mit dem Ausgleich kurz vor dem Ende des Spiels.

Foto: ER_09 / Shutterstock.com

Publikum in der Lanxess-Arena aus dem Häuschen

Dabei hatten die eigentlichen Leader im deutschen Team, Christian Ehrhoff und Leon Draisaitl auch noch beide gleichzeitig einen eher gebrauchten Tag erwischt. Dennoch stand hinterher der Sieg im Penaltyschießen fest, das Turnier geht für die Deutschen am 18.05.2017 erneut in Köln ab 20.15 Uhr mit dem Viertelfinale gegen Kanada weiter. Dort wartet mit großer Wahrscheinlichkeit dann das Ende für die deutsche Mannschaft. Der neuerliche Einzug in die Runde der letzten Acht ist aber als großer Erfolg zu werten. Entsprechend frenetisch feierten die deutschen Fans auch in der Lanxess-Arena, nachdem Tiffels den Puck im Tor der Letten versenkt hatte.

Nun wieder in Köln gegen Kanada

Der neue Torhüter im deutschen Tor, Philipp Grubauer, war dabei der erhoffte starke Rückhalt. Er war erst nach dem Playoff-Aus seines NHL-Clubs nachgereist, rettete gegen Lettland in vielen Szenen in Weltklasse-Manier. Bei den Gegentoren war er machtlos, sodass es viel spannender wurde, als Nationaltrainer Marco Sturm lieb sein konnte. Die Letten müssen nun nach Hause fahren. Für sie ist das Turnier beendet. Die deutsche Mannschaft hingegen steht wie schon bei der letzten WM 2016 im Viertelfinale. Somit kann man mit der Arbeit von Sturm bei seinen bisherigen beiden WM vollauf zufrieden sein. Und auch wenn die Kanadier in ihrer aktuellen Form für die Deutschen unschlagbar zu sein scheinen. Das Sahnehäubchen mit der Partie gegen den vielfachen Weltmeister aus Nordamerika wartet ja noch am Donnerstag auf das Team von Trainer Sturm.

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