Deutschland bei WM 2018 in Russland dabei

Die deutsche Nationalmannschaft hat das Ticket zur Weltmeisterschaft in Russland gelöst. Mit einem 3:1 Sieg in Nordirland konnte sich die Mannschaft die notwendigen Punkte für den vorzeitigen Gruppensieg sichern. Es war der neunte Sieg im neunten Spiel im Zuge der WM-Qualifikation. „Entscheidend war, dass wir früh in Führung gegangen sind und sofort hellwach waren“, so Joshua Kimmich, der wieder eine sehr gute Partie ablieferte. Auch Bundestrainer Joachim Löw zeigte sich zufrieden: „Wir haben das Spiel so kontrolliert, wie wir es wollten. Wir haben wenig Chancen zugelassen und nach der frühen Führung auch noch das zweite Tor nachgelegt.“

Selbst die Zweikampfquote war richtig gut

Schon während der ersten Halbzeit konnte der amtierende Weltmeister seine Überlegenheit demonstrieren. Dass es mit 75 Prozent eine hohe Ballbesitzquote gab, war dabei nicht mal die größte Überraschung, sondern eher die 70 Prozent gewonnene Zweikämpfe. Überraschend, weil das eigentlich die Kernkompetenz der Gastgeber sein sollte. Die DFB-Auswahl setzte von Beginn an auf Sieg und bereits in der 2. Minute brachte Sebastian Rudy sein Team mit einem absoluten Traumtor in Führung.

Wagner trifft zum 2:0

Die Briten begingen jetzt den Fehler, sich noch weiter in die eigene Hälfte zurückzuziehen. Die deutsche Mannschaft löste die Probleme mit dem Bollwerk aber durch öffnende Pässe, die meist über Toni Kroos und Kimmich zu Sandro Wagner kamen. Der hatte dreimal Pech, verpasste in der fünften und 16. Minute per Kopf und in der 20. Minute wurde ihm ein Elfmeter verweigert. Schließlich konnte der Hoffenheimer dann in der 21. Minute zum 2:0 treffen. „Es war wichtig, dass er immer zwei Spieler bindet, so dass andere Spieler mehr Platz hatten. Er hat sich gut bewegt und wir konnten auch mit Flanken agieren, was gegen die Nordiren nicht immer geht“, zollte Löw dem Angreifer ein Sonderlob.

Ergebnisverwaltung wäre fast schief gegangen

In der zweiten Halbzeit beschränkten sich die Gäste auf das Verwalten des erreichten Spielstandes, nur selten kam die Offensive dicht an das Tor des Gegners. Eine Viertelstunde vor Schluss hatten die Gastgeber dann die Chance zum Anschlusstreffer, doch Connor Washington drosch den Ball, nachdem Mats Hummels ihn vertändelt hatte, nur an die Latte. Das wirkte als Weckruf für die eingeschlafenen deutschen Spieler. In der 86. Minute vollstreckte Joshua Kimmich zum 3:0. In der Nachspielzeit erzielte Josh Magennis den Ehrentreffer für die Gastgeber, der von den Fans wie ein Sieg gefeiert wurde und für richtig gute Stimmung sorgte.

Zufrieden: Löw und Grindel

Joachim Löw zeigte sich nach dem Spiel äußerst zufrieden: „Wir haben nach dem frühen 1:0 schnell nachgelegt. In Tschechien sind wir auch früh in Führung gegangen und haben dann etwas den Faden verloren. Das ist uns heute nicht passiert. Wir haben auf dem Platz gespürt, dass wir in der zweiten Hälfte alles unter Kontrolle haben. Da haben wir dann das Tempo etwas rausgenommen.“ DFB-Präsident kam auch zu Wort: „Ich bin sehr stolz. Wir haben in neun Spielen neuen Siege erreicht, mehr geht nicht. Wir haben sehr souverän gespielt und man darf nicht vergessen, dass einige nicht dabei waren, die verletzt sind oder auf der Bank saßen. Also haben wir eine gute Perspektive.“

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