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Deutschland bei der Fußball WM 2018

Die deutsche Nationalmannschaft reist als Titelverteidiger zur Weltmeisterschaft nach Russland und ist damit der große Favorit bei den allermeisten Wettanbietern. Gemeinsam mit Spanien, Frankreich und Brasilien gilt die DFB-Auswahl als aussichtsreichster Kandidat für den WM-Titel. Deutschland wurde 2014 in Brasilien zum vierten Mal Weltmeister und konnte unter anderem den Gastgeber im Halbfinale mit 7:1 schlagen. Das Finale gegen Argentinien endete mit 1:0 nach Verlängerung. 1990 in Italien, 1974 in Deutschland sowie 1954 in der Schweiz wurde Deutschland ebenfalls Weltmeister. Das Halbfinale, ohne am Ende den Titel zu holen, erreichte Deutschland neunmal und damit häufiger als jede andere Nationalmannschaft. Deutschland gehört damit seit den 50er Jahren zu den großen Fußballnationen und die Fans und der Verband verbinden große Hoffnungen mit der deutschen Auswahl.

So lief für Deutschland die Zeit der WM-Qualifikationen

Die deutsche Nationalmannschaft musste, wie alle anderen europäischen Mannschaften auch, ab September 2016, also direkt nach der Europameisterschaft in Frankreich, insgesamt zehn Qualifikationsspiele absolvieren. Die WM-Teilnahme war dabei zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Der Wettbewerb begann mit einem 3:0 Erfolg gegen Norwegen, am zweiten Spieltag gewann die DFB-Auswahl mit 3:0 gegen Tschechien. Auch Nordirland als dritter Gegner war mit einem 2:0 schnell bezwungen. Gegen San Marino gab es ein standesgemäßes 8:0 und gegen Aserbaidschan gewann Deutschland mit 4:1. Die Rückspiele verliefen ähnlich deutlich, nur das 2:1 gegen Tschechien fiel ein wenig knapper aus – am Ende reichte es aber auch hier für drei Punkte. Die lupenreine Qualifikation ist damit auch der Hauptgrund, warum die deutsche Mannschaft bei den Buchmachern derart gut dasteht. Die Testspiele hiernach verliefen hingegen weniger überzeugend, allerdings muss hier klar gesagt werden, dass Bundestrainer Joachim Löw bei beiden Gelegenheiten neue Spielformationen und neue Spieler ausprobierte. So gab es in England ein torloses Remis und zuhause gegen Frankreich ein 2:2.

Foto: Marc-Andre ter Stegen/Weltmeister.de

Das Vorspiel zur Weltmeisterschaft: Deutschland gewinnt den Confed Cup

Bundestrainer Joachim Löw überraschte beim Vorbereitungsturnier für die Weltmeisterschaft, dem Konföderationenpokal, mit einem unerwarteten Kader. Er ließ viele junge Spieler ran, ließ dafür verdiente Weltmeister zuhause. Und dennoch überzeugte das Team bei fast allen Gelegenheiten. Das Eröffnungsspiel gegen Australien fiel mit 3:2 ungewöhnlich torreich aus, am Ende behielt „Die Mannschaft“ aber die Oberhand und brachte den ersten Gruppensieg souverän ins Ziel. Etwas haariger wurde es gegen Chile: Die Chilenen gingen schon in der 6. Minute mit einem Tor von Alexis Sánchez in Führung. Doch noch vor der Pause gelang es Lars Stindl den Ausgleich zu erzielen. Das 1:1 war dann auch gleichzeitig der Endstand dieser sehr spannenden Partie. Das letzte Gruppenspiel gegen Kamerun konnte Deutschland deutlich mit 3:1 für sich entscheiden. Im Halbfinale wartete Mexiko. Mit den Toren von Leon Goretzka (6. und 8.), Timo Werner (59.) und Amin Younes (90.) fiel es den Deutschen jedoch leicht, das Endspiel zu erreichen. Marco Fabian konnte in der 89. Minute auf das zwischenzeitliche 3:1 verkürzen. Im Finale ging es dann wieder gegen Chile, dieses Mal stand die deutsche Defensive jedoch besser. Den Siegtreffer besorgte Lars Stindl in der 20. Minute. Damit sicherte sich Deutschland den Titel, allerdings sorgt die Statistik für Stirnrunzeln: Noch nie konnte der Gewinner eines Confed-Cups im Anschluss die Weltmeisterschaft gewinnen.

Deutschland in der Gruppe F der Vorrunde bei der WM 2018

Deutschland hat bei der Auslosung für die Gruppenphase, die am 1. Dezember 2017 im Kreml stattfand, Glück gehabt. die ganz großen Gegner blieben aus, im Vorfeld hatte es durchaus Spekulationen darüber gegeben, dass Deutschland in eine Todesgruppe hineingelost werden könnte. Doch am Ende löste sich alles in Wohlgefallen auf, auch wenn der Bundestrainer routinemäßig vor den schweren Gegnern warnte. Deutschland muss in der Vorgruppe gegen folgende Mannschaften antreten:

  • Schweden
  • Südkorea
  • Mexiko

Im ersten Gruppenspiel geht es also gegen Mexiko, dem Gegner im Halbfinale des Konföderationen-Pokals. Schon im vergangenen Jahr gab es hier einen deutlichen 4:1 Erfolg gegen die Mexikaner. Mexiko hat es in den vergangenen Jahren nur einmal geschafft, gegen eine deutsche Mannschaft zu gewinnen: Bei einem Freundschaftsspiel am 15. Juni 1985 gab es einen 2:0 Erfolg. Das letzte Pflichtspiel vor dem besagten Halbfinale war das Spiel um Platz drei beim Confed Cup 2005 – auch hier siegte die deutsche Mannschaft, allerdings mühsam mit 4:3 nach Verlängerung. Bei der Weltmeisterschaft in Russland ist Deutschland gegen Mexiko der haushohe Favorit. Der nächste Gegner der deutschen Mannschaft ist Schweden. Die Skandinavier gewinnen nur sehr selten gegen eine DFB-Auswahl, zum letzten Mal gelang das am 31. März 1988. Die letzten Pflichtspiele die es gegen Schweden gegeben hat, fanden im Rahmen der WM-Qualifikation für Brasilien statt. Das Hinspiel in Deutschland endete mit 4:4, das Rückspiel konnte Deutschland mit 5:3 gewinnen. Insgesamt also 16 Tore in zwei Spielen – das lässt für das zweite Gruppenspiel natürlich auf ein tolles Spektakel hoffen. Das dritte und letzte Gruppenspiel wird gegen Südkorea zu absolvieren sein. Bisher standen sich die beiden Mannschaften dreimal gegenüber, nur das Freundschaftsspiel am 19. Dezember 2004 konnten die Asiaten mit 3:1 für sich entscheiden. Im Ernstfall konnte Deutschland immer gewinnen. Im Halbfinale der Weltmeisterschaft 2002 gelang ein 1:0 Sieg und in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft 1994 in den USA ein 3:2 Erfolg. Südkorea wird als Gegner bei der WM in Russland wohl nicht sonderlich gefährlich werden, so zumindest die Einschätzung der Wettanbieter. Wenn es nach den Buchmachern geht, wird der amtierende Weltmeister jedes Gruppenspiel deutlich gewinnen und ohne Probleme ins Achtelfinale einziehen.

Foto: Toni Kroos/Weltmeister.de

Der Kader Deutschland: Das Team zählt

Wenn wir uns mit dem deutschen Kader beschäftigen, so fällt sofort auf, dass es keine Nation gibt, die über so viele großartige Torhüter verfügt. Die unangefochtene Nummer eins ist der Keeper des FC Bayern München, Manuel Neuer. Allerdings ist der 31-jährige derzeit verletzt, geht jedoch davon aus, dass er in der laufenden Rückrunde noch zur Mannschaft zurückkehren wird. Ansonsten ist das ja auch noch Marc-André ter Stegen, der Keeper des spanischen Erstligisten FC Barcelona. Wer als dritter Torwart mitfährt, ist noch nicht klar. Mehrere gute Keeper kommen hierfür infrage: Bernd Leno von Bayer Leverkusen, Timo Horn vom 1. FC Köln oder auch Ralf Fährmann vom FC Schalke 04. In der Abwehr ist Deutschland ebenfalls stark besetzt. Den Ton gibt hier der FC Bayern München an: Joshua Kimmich, Mats Hummels, Jérome Boateng und Niklas Süle gelten wohl als gesetzt, sollten sie nicht verletzt sein. Ansonsten kommen noch einige andere Namen für den Kader infrage: Antonio Rüdiger vom FC Chelsea zum Beispiel. Oder auch Shkodran Mustafi vom FC Arsenal, Jonathan Tah von Bayer 04 Leverkusen oder Jonas Hector vom 1. FC Köln. Auch Benedikt Höwedes von Juventus Turin könnte in die engere Auswahl kommen. Im Mittelfeld hat der DFB mit Toni Kroos von Real Madrid und Mesut Özil vom FC Arsenal zwei Spieler mit Weltklasse Niveau im Angebot. Leon Goretzka vom FC Schalke 04, Julian Weigl von Borussia Dortmund, Ilkay Gündogan von Manchester City und Emre Can vom FC Liverpool sind ebenfalls Kandidaten für den Bundestrainer. Ein Fragezeichen steht hinter Mario Götze vom BVB – ob er es noch einmal in den WM-Kader schafft, ist derzeit fraglich. Kommen wir zu den Spielern, welche für die Tore zuständig sind, die Stürmer. Timo Werner von RB Leipzig gilt als gesetzt, ebenso wie Thomas Müller, der beim FC Bayern immer mehr in die Rolle des Vorbereiters verfällt. Leroy Sané von Manchester City wird ebenfalls nicht fehlen, Julian Draxler von Paris Saint-Germain hat bei den Franzosen zwar einen schweren Stand, kommt aber sicherlich bei der Weltmeisterschaft zum Einsatz. Ob Marco Reus und André Schürrle (beide BVB) es noch einmal in den Kader schaffen hängt sicherlich auch von der Rückrunde in der Bundesliga ab. Mittelstürmer Sandro Wagner vom FC Bayern München rechnet sich ebenfalls noch Chancen aus, in den WM-Kader zu rücken – selbst Mario Gómez, der jetzt beim VfB Stuttgart unter Vertrag steht, redet noch von der Weltmeisterschaft in Russland. Wichtiger als die Einzelakteure in der Mannschaft ist aber traditionell das Mannschaftsgefüge. Und da hat Bundestrainer Joachim Löw bisher immer ein gutes Händchen bewiesen. Es ist stark zu beobachten, wie einzelne Spieler im Nationalteam geradezu aufleben und wesentlich bessere Leistungen zeigen, als in ihren Vereinen – das hat sehr viel mit Teamplay zu tun. Kann Deutschland seinem Ruf als Turniermannschaft auch in Russland wieder gerecht werden?

Am 15.05.2018 berief Joachim Löw folgenden vorläufigen 27er Kader:
Tor:
Manuel Neuer (FC Bayern München)

Marc-Andre ter Stegen (FC Barcelona)

Bernd Leno (Bayer Leverkusen)

Kevin Trapp (Paris St. Germain)

Abwehr:

Jerome Boateng (FC Bayern München)

Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach)

Jonas Hector (1. FC Köln)

Mats Hummels (FC Bayern München)

Marvin Plattenhardt (Hertha BSC)

Joshua Kimmich (FC Bayern München)

Antonio Rüdiger (FC Chelsea)

Niklas Süle (FC Bayern München)

Jonathan Tah (Bayer Leverkusen)

Mittelfeld/Angriff:

Julian Brandt (Bayer Leverkusen)

Julian Draxler (Paris St. Germain)

Mario Gomez (VfB Stuttgart)

Leon Goretzka (FC Schalke 04)

Ilkay Gündogan (Manchester City)

Sami Khedira (Juventus Turin)

Toni Kroos (Real Madrid)

Thomas Müller (FC Bayern München)

Mesut Özil (FC Arsenal)

Nils Petersen (SC Freiburg)

Marco Reus (Borussia Dortmund)

Sebastian Rudy (FC Bayern München)

Leroy Sane (Manchester City)

Timo Werner (RB Leipzig)

Die Quoten für einen eventuellen Titelgewinn

Wenn wir uns nur die Langzeitwette um den WM-Titel anschauen, dann steht Deutschland beim Sportwettenanbieter Tipico mit einer Quote von 5,50 gleichauf mit Rekordweltmeister Brasilien. Dahinter kommt Frankreich mit 6,50, gefolgt von Spanien mit 8,00. Tipico hat als Anbieter, der seine Wurzeln in Deutschland hat, jedoch auch viele Spezialwetten im Angebot, die sich mit der deutschen Nationalmannschaft auseinandersetzen. So können wir darauf wetten, ob Deutschland alle Gruppenspiele gewinnt: Für ein Ja gibt es eine Quote von 2,70 und für ein Nein eine Quote von 1,40. Und wir können wetten, ob Deutschland alle Spiele der Weltmeisterschaft gewinnt – hier liegt die Quote bei 25,00. Es gibt noch einige interessante Wetten mehr:

  • Tore im Turnierverlauf von GER: Über/Unter 9.5: Über 1,75; Unter 1,95
  • Erzielte Tore in der Gruppenphase von GER: Über/Unter 5.5: Über 1,55; Unter 2,30
  • Siege GER in der Gruppenphase: 1.5: Über 1,25; unter 3,50
  • Sieger GER im Turnier: 2,5: Über 1,35; Unter 2,90

Und wir können darauf wetten, wie weit die deutsche Mannschaft kommen wird. Für ein Aus im Achtelfinale stehen die Quoten bei 3,50. Die Quote wird logischerweise höher, je weiter wir meinen, dass die Mannschaft kommt:

  • Viertelfinale: 4,40
  • Halbfinale: 4,60
  • Deutschland Weltmeister: 5,50
  • Zweitplatzierter: 7,00
  • Aus in der Gruppenphase: 8,00

Es gibt also jede Menge Wetten und Optionen, die wir auf die deutsche Nationalmannschaft platzieren können, Hinzu kommen alle Wetten auf alle Spiele, in denen Deutschland vertreten sein wird, angefangen bei den Gruppenspielen. Schon jetzt können wir die ersten Wetten auf die Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft platzieren – allerdings raten wir hier, noch ein wenig zu warten. Die Vorbereitungsphase der deutschen Mannschaft beginnt erst noch, mindestens zwei hochkarätige Spiele stehen noch an und auch das Trainingslager könnte noch den entscheidenden Impuls geben, wie das Turnier für den amtierenden Weltmeister verlaufen wird.

Foto: Spieler Deutschland/Weltmeister.de

So bereitet sich Deutschland vor

Um sich auf das Turnier in Russland vorzubereiten wird der DFB zum vierten Mal nach 1990, 2010, 2014 wieder in Südtirol sein. „Dort werden wir den Feinschliff machen, das wird die entscheidende Phase“, so Bundestrainer Joachim Löw. „In Südtirol haben wir uns immer sehr wohl gefühlt, und die Trainingsbedingungen sind bestens. Das ist eine gute Kombination, um konzentriert zu trainieren, aber auch zu regenerieren und entspannen“, so Löw weiter. Wenn die Vorbereitungen abgeschlossen sind, wird der DFB-Tross das WM-Quartier in Russland beziehen. Der Verband hat sich dazu entschieden, im Dorf Vatutinki, 40 Kilometer südwestlich von Moskau, zu residieren. „Die Entscheidung ist uns dieses Mal nicht leicht gefallen, da wir eine sehr gute Zeit in Sotschi während des Confed Cups hatten“, sagte Löw über seine Entscheidung. „Für den Erfolg müssen wir optimale Voraussetzungen schaffen. In Moskau können wir bei besten Trainingsbedingungen konzentriert arbeiten und finden in dem ruhig gelegenen Quartier auch gute Möglichkeiten zu regenerieren“, sagte Löw. Teammanager Oliver Bierhoff rückt den Fokus auf die Mission: „Wir denken zwar von Spiel zu Spiel, haben aber auch den gesamten Verlauf des Turnieres bis zum Finale fest im Blick“, sagte Bierhoff: „Denn unser großes Ziel ist es, den Weltmeistertitel erneut zu gewinnen.“ Das Quartier nahe Moskau garantiere auf dem Weg dorthin „kurze Wege bei den täglichen Fahrten zum Training, zum Flughafen und dem Luschniki-Stadion, im dem wir – das wünschen wir uns alle – am liebsten dreimal spielen“, sagte Bierhoff: „Die Aussicht darauf, zum Start ins Turnier sowie an den letzten beiden entscheidenden und wichtigsten Spielen nicht umziehen und reisen zu müssen, ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt.“

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