Deutschland bei der Biathlon WM 2017

Die Biathlon-Weltmeisterschaft wird in diesem Jahr im österreichischen Hochfilzen ausgetragen, bereits zum dritten Mal ist Hochfilzen Ausrichter einer Biathlon-Weltmeisterschaft. Der österreichische Wintersportort ist bestens gerüstet, genau wie die deutschen Biathletinnen und Biathleten, die bereits ihre Koffer gepackt haben, um an der Weltmeisterschaft teilzunehmen. Die Weltmeisterschaft wird vom 08. Februar bis zum 19. Februar ausgetragen, am 08. Februar findet die große Eröffnungsfeier statt. Die Männer und Frauen müssen fünf verschiedene Wettkämpfe austragen, darüber hinaus findet eine Mixed Staffel der Männer und Frauen statt. Deutschland hat Chancen auf Edelmetall, die deutschen Biathleten gelten als Favoriten, vor allem Laura Dahlmeier von den Frauen. Wer den deutschen Favoriten die Daumen drücken möchte, kann die Wettkämpfe in Echtzeit verfolgen, eine TV-Übertragung erfolgt in ARD und ZDF sowie über Eurosport.

Deutschland – einer der Favoriten unter den Teilnehmern

Während sich bei verschiedenen Ländern nur das Team der Damen oder nur das Team der Herren für die Biathlon-Weltmeisterschaft qualifiziert hat, konnte sich Deutschland mit den Damen und den Herren qualifizieren. Deutschland hat berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille, das deutsche Team hat bei der Staffel, die bei den Damen über 4 x 6 km und bei den Herren über 4 x 7,5 km ausgetragen wird, sehr gute Chancen. Eine echte Konkurrenz ist Norwegen – eine echte Wintersport-Nation. Bei den Wettanbietern liegt das Team der Damen ganz vorn, während das Team der Herren auf dem zweiten Platz liegt und hinter Norwegen geführt wird.

Der Kader der Damen für Hochfilzen

Laura Dahlmeier ist die Top-Favoritin der deutschen Frauen. Sie zählt zu den Allrounderinnen und hat bei allen Wettkämpfen der diesjährigen Biathlon-Weltmeisterschaft gute Chancen. Gerald Hönig, der Trainer der Frauen, hatte es bei der Zusammenstellung des Kaders für die diesjährige Weltmeisterschaft nicht ganz einfach, doch steht der Kader jetzt wahrscheinlich fest:

  • Laura Dahlmeier
  • Franziska Preuß
  • Franziska Hildebrand
  • Vanessa Hinz
  • Maren Hammerschmidt
  • Nadine Horchler

Gerald Hönig war sich noch nicht sicher, ob er Nadine Horchler mit nach Hochfilzen nimmt, doch nun ist sie im Kader. Er wollte ursprünglich Miriam Gössner nominieren, doch in der bisherigen Saison konnte sie noch nicht überzeugen, sie hat sich nicht für Hochfilzen qualifiziert. Das ist Glück für Nadine Horchler, die beim Massenstart in Antholz einen Sieg landete und sich noch qualifizieren konnte. Sie ist allerdings bei den verschiedenen Wettkämpfen nicht für den Start vorgesehen und fährt erst in der zweiten Wettkampfwoche nach Hochfilzen. Sie gilt nur als Ersatzläuferin für die deutsche Staffel. Bei der Aufstellung des Damen-Kaders hatte auch Mark Kirchner als Chefcoach ein Wörtchen mitzureden, er ist auch Trainer der Herren und hat daher den Herren-Kader aufgestellt.

Der Herren-Kader für Hochfilzen

Der Kader der Herren sieht folgendermaßen aus:

  • Simon Schempp
  • Arnd Peiffer
  • Erik Lesser
  • Benedikt Doll
  • Matthias Bischl
  • Florian Graf

Die Aufstellung des Kaders der Damen war deutlich einfacher als die des Kaders der Herren, denn die Auswahlmöglichkeiten waren für den Trainer Mark Kirchner nicht besonders groß. Als Top-Favorit gilt Simon Schempp, er hat bei der Weltmeisterschaft sehr gute Chancen auf Edelmetall, lediglich der Franzose Martin Fourcade könnte ihm Probleme bereiten. Zu den Favoriten gehören auch Arnd Peiffer, Erik Lesser und Benedikt Doll, sie haben neben Simon Schempp die Qualifikation geschafft. Für eine Qualifikation waren entweder ein Platz unter den ersten acht oder zwei Plätze unter den Top 15 in verschiedenen Disziplinen erforderlich, das haben Simon Schempp, Erik Lesser, Arnd Peiffer und Benedikt Doll geschafft. Sollte sich der französische Top-Favorit Martin Fourcade einen Patzer beim Schießen erlauben, könnten sie es schaffen, eine Medaille zu holen. Matthias Bischl und Florian Graf sind im deutschen Kader, doch haben sie die Qualifikation nicht geschafft. Matthias Bischl steht bislang im Weltcup auf Platz 49 und Florian Graf auf Platz 53. Sie werden in Hochfilzen nicht an den Start gehen, doch können sie mitfahren und als Ersatzmänner aufgestellt werden.

Foto: Anrephoto / Shutterstock.com

Deutschland und die Chancen

Die Platzierungen im Weltcup 2016/17 deuten bereits darauf hin, welche Chancen die deutschen Damen und Herren bei der diesjährigen Biathlon-Weltmeisterschaft haben, um eine Medaille zu bekommen. Im Staffelweltcup der Damen und im Staffelweltcup der Herren rangiert Deutschland jeweils auf dem ersten Platz, ebenso steht Deutschland auf dem ersten Platz im Mixed-Weltcup mit den Damen und Herren. In der Nationenwertung der Damen und Herren rangiert Deutschland ebenfalls auf Platz eins – besser können die Chancen für das deutsche Team kaum sein.

Die Chancen der deutschen Männer

Simon Schempp ist der Top-Favorit der deutschen Männer, gemessen an der Wertung im Weltcup. Er liegt im Gesamtweltcup der Herren auf Platz drei, nur Martin Fourcade aus Frankreich und Anton Shipulin aus Russland liegen vor ihm. Gefolgt wird Simon Schempp von Arnd Peiffer, der den vierten Platz belegt und vom Norweger Emil Svendsen gefolgt wird. Auf dem sechsten Platz liegt Erik Lesser. Ziemlich gut ist Deutschland auch im Sprintweltcup, hier hat Arnd Peiffer auf dem vierten Platz die Nase vorn, während Simon Schempp den fünften und Erik Lesser den siebten Platz belegt. Die deutschen Männer können auch im Verfolgungswettkampf punkten, hier ist es auch wieder Arnd Peiffer mit Platz drei, während Simon Schempp den fünften und Erik Lesser den achten Platz belegt. Deutlich schlechtere Karten haben die deutschen Männer im Einzel-Weltcup, hier rangiert keiner unter den ersten Zehn. Besser sieht es für die deutschen Männer im Massenstart aus:

  • Simon Schempp – Rang eins
  • Erik Lesser – Rang drei

Auch hier ist der Franzose Martin Fourcade eine echte Konkurrenz, er liegt allerdings hier nicht auf dem ersten, sondern auf dem zweiten Platz.

Die Chancen der deutschen Frauen

Laura Dahlmeier führt im Gesamtweltcup der Damen, während Franziska Hildebrand hier den sechsten Platz belegt. Weit abgeschlagen ist Nadine Horchler auf dem 38. Platz. Auch im Einzelweltcup ist Laura Dahlmeier die absolute Favoritin, sie belegt den ersten Platz und wird von Vanessa Hinz auf Platz zwei gefolgt. Weniger gut sieht es für Laura Dahlmeier und ihre Teamkolleginnen im Sprintweltcup aus, hier sind die Finnin Kaisa Makarainen und die Tschechin Gabriela Koukalova echte Konkurrentinnen, die den deutschen Frauen das Leben schwer machen können. Im Sprintweltcup liegt Laura Dahlmeier auf dem vierten Platz, während Franziska Hildebrand den siebten Platz belegt. Im Verfolgungsweltcup liegt Laura Dahlmeier auf Platz fünf, Franziska Hildebrand belegt Platz sieben. Schließlich ist noch der Massenstart zu erwähnen, bei dem Laura Dahlmeier auf dem zweiten, Vanessa Hinz auf dem sechsten und Nadine Horchler auf dem 19. Platz liegen.

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