Costa Rica bei der Fußball WM 2018

Costa Rica ist erst in den 1990er Jahren zum ersten Mal bei einer Weltmeisterschaft dabei gewesen: 1990 in Italien. Dort erreichte die Mannschaft nach Siegen in der Vorrunde gegen Schweden und Schottland das Achtelfinale, schied dort dann gegen die CSSR aus. Für die beiden folgenden Turniere in den USA und Frankreich qualifizierte sich die Mannschaft nicht. Erst 2002, bei der Weltmeisterschaft in Südkorea und Japan, klappte es wieder mit der Qualifikation. Jedoch kam Costa Rica hier nicht über die Vorrunde hinaus und scheiterte in der Vorrunde gegen Brasilien. 2006 in Deutschland waren die Gruppengegner Deutschland, Ecuador und Polen, auch hier reichte es nicht für das Erreichen der K.O.-Phase. Für die WM in Südafrika 2010 konnte sich die Mannschaft erneut nicht qualifizieren, Costa Rica scheiterte in den Playoffs an Uruguay. Der größte bisherige internationale Erfolg gelang vier Jahre später bei der Weltmeisterschaft in Brasilien. Überraschend wurde Costa Rica gegen England, Uruguay und Italien Gruppensieger und gewann im Elfmeterschießen im Achtelfinale gegen Griechenland. Im Viertelfinale gab es gegen die Niederlande ebenfalls ein Elfmeterschießen, das diesmal aber verloren ging.

So lief für Costa Rica die Zeit der WM-Qualifikationen

Die ersten beiden Runden der Qualifikation blieben Costa Rica erspart, erst in Runde drei griff die Mannschaft in die CONCACAF Qualifikation ein. In der Gruppe B musste Costa Rica gegen Panama, Haiti und Jamaika antreten und setzte sich erfolgreich mit fünf Siegen aus sechs Spielen als Gruppensieger durch. In der fünften und entscheidenden Runde ging es gegen Mexiko, Panama, Honduras, die USA sowie Trinidad & Tobago. Die Mannschaft lieferte durchaus durchwachsene Ergebnisse ab, aber da auch die anderen Teams nicht gerade mit super Leistungen glänzten, gelang trotzdem die Qualifikation. Zwei Niederlagen, einmal gegen Mexiko und einmal gegen Panama gab es zu verkraften, vier Spiele endeten mit einem Remis. Dennoch wurde Costa Rica mit vier Siegen aus zehn Spielen Gruppenzweiter und die direkte Qualifikation gelang. Dafür hatten dann die USA das Nachsehen, die es noch nicht einmal in die Playoff Runde schafften. Allerdings sind die Aussichten für Costa Rica, weiter zu kommen als die Vorrunde, sehr gering – wie wir gleich noch ausführlich erörtern werden.

Foto: Keylor Navas/Weltmeisterschaft.de

Costa Rica in der Gruppe E der Vorrunde bei der WM 2018

Costa Rica hatte mit der Auslosung der Gruppen bei der Weltmeisterschaft in Russland wenig Glück, denn große Chancen, gegen diese drei Gegner ins Achtelfinale einzuziehen, bestehen nicht. Hier die drei Gruppengegner für Costa Rica:

  • Brasilien
  • Schweiz
  • Serbien

Das erste Spiel könnte bereits die Entscheidung bringen, denn wenn es gegen Serbien eine Niederlage gibt, dann besteht kaum noch die Aussicht, die Runde der letzten 16 Mannschaften zu erreichen. Es wird das erste Aufeinandertreffen mit der serbischen Nationalmannschaft, die als Favorit in dieses Spiel geht. Danach geht es gegen den Rekordweltmeister Brasilien. Große Chancen brauchen sich die Mittelamerikaner dabei kaum ausrechnen. Bisher konnte Costa Rica noch nie gegen Brasilien auch nur ein Unentschieden erreichen. Das letzte Duell gab es im September 2015, Brasilien konnte mit 1:0 gewinnen. Das letzte Pflichtspiel gab es während der Gruppenphase der Copa America 2014, Brasilien konnte sich mit 4:1 klar durchsetzen. Das letzte Spiel der Vorrunde wird Costa Rica gegen die Schweiz absolvieren. Wenn die Costa Ricaner gegen Serbien gewinnen konnten, dann gibt es wohl an diesem Tag die Entscheidung. Die Teams standen sich bisher zweimal im Rahmen von Freundschaftsspielen gegenüber, das letzte, im Juni 2010, konnte Costa Rica mit 1:0 für sich entscheiden. Zusammenfassend der Spielplan: Am 17. Juni findet die Partie gegen Serbien statt, anschließend, am 22. Juni, geht es gegen Brasilien. Das letzte Gruppenspiel, gegen die Schweiz, findet am 27. Juni statt.

Der Kader Costa Ricas: Keylor Navas der bekannteste Spieler des Landes

Dass der berühmteste und bekannteste Spieler Costa Ricas ausgerechnet ein Torwart ist, spricht natürlich nicht zwingend für die Qualität des restlichen Kaders. Keylor Navas ist derzeit und wohl auch zukünftig die Nummer eins im Tor und steht beim spanischen Meister Real Madrid unter Vertrag. Die bekanntesten Stürmer in Costa Rica kennen wahrscheinlich nur echte Kenner des mittelamerikanischen Landes. Da wäre zum einen Rechtsaußen Joel Campbell, der beim spanischen Erstligisten Real Betis Sevilla unter Vertrag steht. Auf der anderen Seite könnte John Jairo Ruiz spielen. Der 24-jährige spielt derzeit beim Al-Feiha FC in Saudi-Arabien. Als klassischer Mittelstürmer ist am ehesten noch der 24-jährige Mayron George zu nennen, der in Dänemark bei Lyngby BK spielt. Im zentralen Mittelfeld gibt Celso Borges den Ton an. Der 29-jährige spielt derzeit bei Deportivo La Coruna und hat für Costa Rica bereits 107 Länderspiele absolviert. Alle anderen Mittelfeldspieler sind international weitestgehend unbekannt: David Guzmán von den Portland Timbers, Yeltsin Tejeda vom FC Lausanne-Sport oder Johan Venegas von Deportivo Saprissa sind keine Spieler, über die wir täglich etwas in den Zeitungen lesen. In der Defensive werden Bryan Oviedo vom AFC Sunderland, Giancarlo Gonzales vom FC Bologna, Cristian Gamboa von Celtic Glasgow und Oscar Duarte von Espanyol Barcelona noch die klangvollsten Namen haben. Trainer Óscar Ramírez ist seit August 2015 für die Belange der Nationalmannschaft verantwortlich und hat zuvor einheimische Erstligisten trainiert. Auch als Spieler war verbrachte er seine aktive Zeit in Costa Rica.

Die Quoten für einen eventuellen Titelgewinn

Costa Rica hat in den Augen der Buchmacher keine Chance, bei der Weltmeisterschaft etwas zu bewegen. Die Quote auf den Titel liegen bei Interwetten bei 300,00 und damit befindet sich Costa Rica auf der gleichen Stufe wie Marokko und Australien. Und auch innerhalb der Vorrundengruppe steht die Mannschaft schlecht da. Niemand traut den Mittelamerikanern auch nur den dritten Platz in der Gruppe E zu. Das Achtelfinale ist damit nicht zu erreichen.

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