Claudia Pechstein gewinnt überraschend Silber über 5000 Meter

Mit dem Gewinn der Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft im Eisschnelllauf über 5000 Meter ist Claudia Pechstein mit ihren 44 Jahren die älteste Silbermedaillengewinnerin in der Geschichte dieses Sports. Die fünfmalige Olympiasiegerin konnte die Strecke in 6:53,93 Minuten bewältigen und war damit so schnell wie noch nie seit ihrer Sperre zwischen 2009 und 2011. „Es ist für mich wie Gold. Einfach ein Traum!“ sagte sie im niederländischen Fernsehen. „Ich bin stolz, wieder eine WM-Medaille gewonnen zu haben. Es war für mich ein fantastisches Rennen – so wie ich es mir vorgestellt habe.“

Der Rennverlauf: Pechstein lässt sich von Kleibeuker nicht beirren

Schneller als Pechstein war nur die Olympiasiegerin Martina Sablikova (Tschechien) mit 6:52,38, Bronze ging an Ivanie Blondin (Kanada) mit 6:57,14. Bente Kraus aus Berlin holte sich mit 7:00,62 Minuten den achten Rang. Vorlegen musste die 38-jährige niederländische Olympia-Dritte Carien Kleibeuker, die ihr Tempo aber nicht durchstehen konnte, so dass es für Pechstein zunächst schwierig war, eine klare Linie für ihr eigenes Rennen zu bekommen. Die Berlinerin legte aber gleichmäßige Rundenzeiten hin und landete noch vor dem Rennen der Favoritin Sablikova auf dem ersten Platz.

Deutliche Botschaft an die Kritiker

Für ihre Kritiker hatte sie gleich nach dem Zieleinlauf eine Geste parat: Sie führte den rechten Zeigefinger zum Mund. „Das war für alle, die mir das nicht gönnen. Einfach mal die Klappe halten“, sagte sie dem TV-Sender NOS. Danach aber riss sie die Arme hoch und jubelte überschwänglich, verneigte sich vor ihrem Lebensgefährten Michael Große, der sie während des Rennens anfeuerte.
Foto: Iurii Osadchi / Shutterstock, Inc.

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