Brasilien bei der Fußball WM 2018

Die brasilianische Fußball Nationalmannschaft geht als einer der heißesten Favoriten in die Weltmeisterschaft in Russland in diesem Sommer. Das ist auch kein Wunder, denn die Mannschaft zeigte während der dreijährigen Qualifikation in Südamerika, besonders am Ende, hervorragende Leistungen und konnte damit beweisen, dass die Schmach des 1:7 im Halbfinale der Heim-WM gegen Deutschlandinzwischen vergessen ist. Der WM-Vierte von 2014 setzte sich als Gruppenerster in der Tabelle durch, in Südamerika wird die WM-Qualifikation in einer einzigen Gruppe mit einem Ligasystem (Hin- und Rückspiele) ausgespielt. Dabei kommen nur die ersten vier sicher zum Turnier, der Fünfte kann sich in einem Playoff Spiel noch qualifizieren.

So lief für Brasilien die WM-Qualifikation in Südamerika

Für Brasilien startete die Qualifikation erst einmal mit einer Niederlage: Mit 0:2 verlor die Mannschaft am ersten Spieltag gegen Chile. Doch fünf Tage später glich Brasilien diesen Fauxpas mit einem 3:1 gegen Venezuela wieder aus. Allerdings sollte es eine schwierige Aufgabe bleiben: Gegen Argentinien gab es nur ein 1:1, nach dem 3:0 Sieg gegen Peru folgten zwei weitere Remis gegen Uruguay (2:2) und Paraguay (2:2). Ab September 2016 gab es dann für die Brasilianer kein Halten mehr. Inzwischen hatte Tite das Amt des Cheftrainers übernommen und offenbar hatten die Verbandsbosse die richtige Entscheidung getroffen. Der Trainer war bis dato nur im eigenen Land aktiv und erfolgreich, trainierte die Corinthians, Palmeiras und Clube Atlético Mineiro – mit großen Erfolg. Die folgenden neun Qualifikationsspiele konnten hintereinander gewonnen werden, darunter ein 3:0 Erfolg gegen Argentinien und ein 4:1 Sieg in Uruguay. Schließlich war die Qualifikation für die Weltmeisterschaft vorzeitig gesichert und das Team schaltete drei Gänge zurück. Gegen Kolumbien und Bolivien reichte jeweils ein Unentschieden, am letzten Spieltag verhinderte Brasilien mit einem 3:0 Sieg, dass Chile als Teilnehmer zur Weltmeisterschaft nach Russland reist. Bei diesem Spiel konnte Paulinho in der 55. Minute das 1:0 erzielen, während Gabriel Jesus in der 57. und in der 90. Minute den Sieg nach Hause brachte.

Foto: Marcelo/Weltmeister.de

Brasilien in der Gruppe E der Vorrunde bei der WM 2018

Brasilien wurde bei der Auslosung der Gruppen für die Vorrunde bei der Weltmeisterschaft in Russland in eine absolut machbare Gruppe gelost:

  • Schweiz
  • Costa Rica
  • Serbien

Die Schweiz wird wohl der schwierigste Gegner der Gruppenphase für die Brasilianer sein. Gegen die Eidgenossen hat es bisher acht Aufeinandertreffen gegeben, davon gingen zwei verloren. Ein Pflichtspiel gab es zuletzt allerdings im Juni 1950 in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft – die Partie endete mit einem 2:2. Bei allen anderen Duellen handelte es sich um Freundschaftsspiele. Mehr Pflichtspiele gab es hingegen gegen Costa Rica. Bei den Weltmeisterschaften 1990 und 2002 traten die beiden Mannschaften jeweils in der Gruppenphase gegeneinander an und auch bei der Copa América 2004 gab es ein entsprechendes Duell. Alle drei Spiele endeten mit einem klaren Sieg für die Südamerikaner. Zuletzt standen sich Brasilien und Costa Rica bei einem Freundschaftsspiel 2015 gegenüber, dieses konnte Brasilien mit 1:0 für sich entscheiden. Gegen den letzten Gruppengegner Serbien gab es bisher erst ein einziges Spiel: Ein Testspiel als letzter Test vor der Weltmeisterschaft 2014. Brasilien gewann damals gegen die nicht qualifizierten Europäer knapp mit 1:0. So gesehen sind die Serben die Gegner mit dem größten Überraschungspotential. Gespielt wird gegen die Schweiz am 17. Juni, gegen Costa Rica am 22. Juni und gegen Serbien am 27. Juni.

Der Kader Brasiliens: Die Schlüsselspieler

Der Kader der Brasilianer ist natürlich gespickt von internationalen Superstars. Schon im Tor steht ein Mann, der in der laufenden Saison viele Schlagzeilen mit seinen guten Leistungen gemacht hat: Ederson, der beim englischen Tabellenführer Manchester City unter Vertrag steht. Wenn alles so weiter läuft, wie bisher, dann wird der Nationaltorhüter Brasiliens als frisch gebackener englischer Meister die Weltmeisterschaft angehen. Nationale Meister könnten dann auch die beiden Innenverteidiger Marquinhos und Thiago Silva sowie Rechtsverteidiger Dani Alves sein, die beim FC Paris Saint-Germain unter Vertrag stehen. Für Silva (33) und Alves (34) wird es auf jeden Fall die letzte Chance sein, einen Weltmeistertitel einzuheimsen. Vergessen in dieser Aufzählung sollten wir natürlich auch nicht Alex Sandro von Juventus Turin und Marcelo von Real Madrid, auch wenn beide mit ihren jeweiligen Mannschaften noch nicht die Meisterschaft sicher haben. Im Mittelfeld haben wir mit Philippe Coutinho vom FC Liverpool einen sehr wichtigen Spieler, doch auch Cesemiro von Real Madrid und Paulinho vom FC Barcelona stehen in der Rangordnung ganz weit oben. Fernandinho von Manchester City komplettiert das Bild im Mittelfeld der großen Stars. Allerdings gibt es bei den Brasilianern einen Spieler, der alles überstrahlt: Die Rede ist natürlich von Neymar, der im Sommer für 220 Millionen Euro vom FC Barcelona zum FC Paris Saint Germain wechselte. An ihm hängen die Hoffnungen einer ganzen Nation. Wie wichtig er für seine Mannschaft ist, zeigte sich bei der 1:7 Niederlage 2014 gegen Deutschland – denn er war nicht dabei. Aber alleine kann auch Neymar die WM nicht gewinnen, und so sind in der Offensive natürlich noch Gabriel Jesus von Manchester City sowie Roberto Firminho vom FC Liverpool und Douglas Costa von Juventus Turin zu nennen.

Die Quoten für einen eventuellen Titelgewinn

Bei den Wettanbietern stehen die Chancen, dass Brasilien bei der Titelvergabe eine sehr wichtige Rolle spielt, sehr gut. Beim Sportwetten Anbieter William Hill steht die Quote dafür, dass Brasilien das Finale erreicht, bei 3,50 – nur Deutschland steht hier vor den Brasilianern. Was den WM-Titel angeht, so steht die Quote bei William Hill bei 6,00. Das ist in der Gesamtreihenfolge immerhin der zweite Platz hinter dem Top-Favoriten Deutschland mit einer Quote von 5,50.

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