Belgien bei der Fußball WM 2018

Momentan gehört Belgien mit den zur Verfügung stehenden Spielern zur einer der besten Mannschaften der Welt, das war allerdings nicht immer so. 1986 bei der Weltmeisterschaft in Mexiko, erzielte die belgische Nationalmannschaft ihr bisher bestes Ergebnis und kam bis ins Halbfinale. Das ging verloren und auch im Spiel um Platz drei zog das Team gegen Frankreich den Kürzeren. Bei den Weltmeisterschaften 1990 in Italien und 1994 in den USA erreichte die Mannschaft das Achtelfinale, 1998 in Frankreich war dann wieder nach der Vorrunde Schluss. 2002 in Südkorea/Japan erreichte Belgien dann wieder das Achtelfinale. Die Weltmeisterschaften 2006 in Deutschland und 2010 in Südafrika fanden ohne Belgien statt und 2014 in Brasilien erreichte die Mannschaft unter Trainer Marc Wilmots das Viertelfinale, scheiterte dort aber an Argentinien. Zum ersten Mal in der WM-Geschichte gelang es, alle drei Gruppenspiele zu gewinnen.

Foto: Thorgan Hazard/Weltmeister.de

So lief für Belgien die Zeit der WM-Qualifikationen

Belgien hatte es vergleichsweise einfach während der WM-Qualifikation. Die Gegner waren Zypern, Bosnien-Herzegowina, Gibraltar, Estland und Griechenland – wobei die Griechen noch als stärkster Gegner eingestuft werden können. Den Anfang machte ein 3:0 gegen Zypern, gefolgt von dem 4:0 gegen Bosnien und einem 6:0 gegen Gibraltar. Die Anzahl der Tore pro Spiel wurde mit dem 8:1 gegen Estland noch einmal erhöht, ehe gegen Griechenland ein 1:1 die Belgier wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholte. Die Rückspiele konnte Belgien dann aber allesamt gewinnen, auch gegen Griechenland gab es einen 2:1 Sieg. Als erste europäische Mannschaft konnte sich Belgien am drittletzten Spieltag der Qualifikation direkt für die Weltmeisterschaft in Russland qualifizieren. Bisher absolvierte Belgien zwei Testspiele, dabei gab es gegen Mexiko ein 3:3 und gegen Japan einen 1:0 Erfolg. Durch die fast lupenreine Qualifikation wird den Belgiern durchaus zugetraut, bei der Weltmeisterschaft in Russland eine tragende Rolle einzunehmen. Auf jeden Fall sollte es Belgien bis ins Achtelfinale schaffen, die Gegner in der Vorrunde sind nicht unbezwingbar, wie wir gleich noch ausführlicher zeigen werden.

Belgien in der Gruppe G der Vorrunde bei der WM 2018

Belgien bekommt es in der Gruppe G mit Gegnern zu tun, gegen die ein Einzug ins Achtelfinale durchaus möglich ist. Am 1. Dezember 2017 fand die Auslosung im Kreml statt und die belgischen Vertreter waren sicherlich nicht unzufrieden angesichts des Ergebnisses:

  • Panama
  • Tunesien
  • England

Die erste Herausforderung stellt der WM-Neuling Panama dar. Sicherlich kein ganz leicht auszurechnender Gegner, zumal die belgische Nationalmannschaft noch nie zuvor gegen Panama ein Spiel absolviert hat. Wenn wir aber die Kader miteinander vergleichen wird schnell deutlich, dass Belgien sich im Falle einer Niederlage bis auf die Knochen blamieren würden. Damit steht fest, wer der Favorit bei diesem Spiel ist: Ganz eindeutig Belgien. Der zweite Gegner könnte da schon etwas schwieriger werden Tunesien gilt zwar nicht als Übermannschaft, aber dennoch als harte Nuss. Das letzte Pflichtduell fand in der Gruppenphase der Weltmeisterschaft 2002 statt, damals gab es ein mageres 1:1. Vor vier Jahren standen sich die beiden Mannschaften im Rahmen eines Freundschaftsspiels gegenüber, im Juni 2016 konnte Belgien mit 1:0 gewinnen. Das dritte, letzte und wahrscheinlich entscheidende Spiel, wenn es um den Gruppensieg geht, ist die Partie gegen England. Die beiden Mannschaften spielten schon sehr häufig gegeneinander, zuletzt im Juni 2012 im Rahmen eines Freundschaftsspiels, das England mit 1:0 gewinnen konnte. Das letzte Pflichtduell gab es während der Weltmeisterschaft 1990 in Italien: Im Achtelfinale konnte sich England nach Verlängerung mit 1:0 durchsetzen. Die Spieler beider Mannschaften werden sich in vielen Fällen gut kennen, denn ein großer Teil der belgischen Top-Spieler verdient sein Geld in der englischen Premier League. Das erste Gruppenspiel gegen Panama wird am 18. Juni stattfinden, danach geht es am 23. Juni gegen Tunesien und zuletzt am 28. Juni gegen England.

Foto: Axel Witsel/Weltmeister.de

Der Kader Belgiens: Viele großartige Spieler

Wir stark der Kader der Belgier ist, wird bereits bei der Position des Torwarts deutlich: Die Nummer eins zwischen den Pfosten ist Thibaut Courtois vom englischen Meister FC Chelsea. Als sein Backup wird Simon Mignolet vom FC Liverpool mit nach Russland fahren. Was die Abwehr angeht, so kommen auch hier viele bekannte Gesichter zum Einsatz: Toby Alderweireld und Jan Vertonghen, beide von Tottenham Hotspur, sind in der Innenverteidigung unverzichtbar. Thomas Meunier vom FC Paris Saint-Germain auf der rechten Seite und Jordan Lukaku von Lazio Rom auf der linken Seite komplettieren die Viererkette. Aber auch Vincent Kompany von Manchester City hat durchaus eine berechtigte Chance, in Russland einen Platz zu bekommen. Im Mittelfeld wird Kevin de Bruyne von Manchester City den Ton angeben. Und auch Radja Nainggolan von der AS Rom sowie Youri Tielemans von der AS Monaco sind international keine Unbekannten. Marouane Fellaini von Manchester United und Axel Witsel, derzeit in China bei Tianjin Quanjian, kommen ebenfalls für den WM-Kader infrage. Im Sturm strotzt der Kader nur so von Weltklasse Spielern: Eden Hazard vom FC Chelsea zum Beispiel oder auch Romelu Lukaku von Manchester United. Yannick Carrasco von Atlético Madrid und Dries Mertens vom SSC Neapel haben auch klangvolle Namen. Die Reihe kann beliebig fortgesetzt werden: Michy Batshuayi (Borussia Dortmund), Christian Benteke (Crystal Palace), Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach)….

Die Quoten für einen eventuellen Titelgewinn

Belgien ist, was den WM-Titel angeht, alles andere als chancenlos. Wer einen Blick auf den Kader wirft, der weiß auch, warum. Bei Wetten.com steht Belgien mit einer Quote von 12,75 an sechster Stelle, noch vor England, Portugal und Uruguay. Nur Argentinien, Spanien, Frankreich, Brasilien und Deutschland stehen in dieser Favoritenliste vor den Belgiern.