Alles, was man zur Einführung des VAR bei der WM 2018 wissen muss

Foto: Videoschiedsrichter/Imago/Pakusch

Obwohl einige der größeren Ligen im Weltfußball weiterhin darauf verzichten, hat man sich bei der FIFA dazu entschieden, den VAR, also den Videoschiedsrichter bei der WM 2018 in Russland einzusetzen. Das wird nicht nur für viele Spieler eine neue Erfahrung bedeuten, sondern auch für die Zuschauer in vielen Ländern. In Deutschland kennt man den Einsatz des Videoschiedsrichters zwar bereits, hier dennoch einmal eine Übersicht, was man bei der Handhabung dieser Einrichtung während der WM 2018 wissen muss. Die vielen Komplikationen die damit einhergehen, kennt man schließlich in Deutschland ebenfalls schon – und manchen mehr, als ihm oder ihr lieb ist.

5 große Einsatzbereiche für den VAR

Zunächst mal ist hierzulande bekannt, dass nicht alle Situationen per nachträglicher Entscheidung durch den Videoschiedsrichter korrigiert werden können. Dies gilt einzig für die folgenden Situationen:

  • die Aufbauphase bei einem erzielten Tor, also ob der Ball eventuell im Aus war, ob Abseits vorlag oder ein Foulspiel
  • Strafstoßentscheidungen und die Aufbauphase vor einer solchen Entscheidung bezüglich der selben Punkte
  • Fehler bei der Identität eines Spielers, also ob der Schiedrichter einen falschen Spieler verwarnt oder vom Platz stellt
  • alle Roten Karten, aber nicht gelb-rote oder gelbe Karten (mit Ausnahme der falschen Identität)
  • alle Abseitsentscheidungen

Es sind also – wie in der Bundesliga ebenfalls – durchaus viele Situationen, die vom VAR überprüft werden können, aber ebenso wenig alle.

Nicht alle Fehlentscheidungen können korrigiert werden

Übrigens kann der Schiedsrichter den VAR überstimmen, auch wenn dieser meint, dass eine fehlerhafte Entscheidung durch den Schiedsrichter vorliegt. Auch das hat man in der 1. Bundesliga bereits erlebt, zuletzt sogar vermeintlich spielentscheidend im DFB-Pokalfinale. Sicher ist in jedem Fall, dass zwar einige Fehlentscheidungen ausgemerzt werden können, aber nicht alle, insbesondere jene bezüglich Foulspiel.
Hier ist es immer auch Auslegungssache durch die Schiedsrichter
, was bedeutet, dass die Diskussionen der Fans (und Spieler) keinesfalls völlig aufhören werden.

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